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Ausstellungen / Museum Nationalmuseum Luxemburg Luxembourg, Marché-aux-Poissons
Ausstellungen | Ausstellung

URBAN ART BIENNALE 2026

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Die URBAN ART BIENNALE ist weltweit eine der größten Werkschauen dieser anarchischen Kunstform jenseits herkömmlicher White Cube-Ästhetik. Seit 2011 wird alle zwei Jahre das gesamte Areal der Völklinger Hütte zum kongenialen Dialogpartner für die Kunst, die sich aus Street Art und Graffiti entwickelt hat. Nachdem die beiden letzten Biennalen weit in den Völklinger Stadtraum ausgegriffen haben, liegt der Fokus 2026 räumlich und inhaltlich wieder stärker auf der Völklinger Hütte. Mehr Arbeiten als je zuvor entstehen in situ speziell für ihren Ort in der Hütte. Zahlreiche Künstler:innen treten mit ihren Werken direkt in Dialog mit der Architektur und der Geschichte des ehemaligen Eisenwerks. „Street Art und Graffiti haben sich in Reibung mit der Stadt und in Konkurrenz zu den dort schon bestehenden Botschaften entwickelt. Auch die heutige Urban Art braucht den Gegenspieler und Mitspieler — einen Ort, von dessen räumlicher Struktur man sich inspirieren oder abgrenzen kann und auf dessen Geschichte die eigene Kunst reagiert. Die Völklinger Hütte bietet hierzu unzählige Möglichkeiten“, sagt der Kurator der URBAN ART BIENNALE, Frank Krämer. Der raue Charme der Möllerhalle oder der Sinteranlage treffen auf filigrane Stoffe und raumgreifende Installationen. NeSpoon spannt zwischen Sinteranlage und Möllerhalle ein fragiles Spinnennetz aus Häkeldeckchen, der Graffiti-Pionier Boris Tellegen, unter dem Künstlernamen DELTA für seine dreidimensional wirkenden Buchstaben bekannt, überführt seine Räumlichkeit in eine gigantische zweifarbige Holzskulptur. In Baptiste Debombourgs im wahrsten Sinne des Wortes facettenreicher Installation über die Arbeit und die Arbeiter der Völklinger Hütte spielt mit zerbrochenem Spiegelglas besetzte Kleidung eine zentrale Rolle. Der französische Künstler Milo sammelt Fingerabdrücke in der Stadt Völklingen und bringt sie per Kohlenstaub auf Papier in die Möllerhalle des Weltkulturerbes. Igor Ponosov übersetzt charakteristische Bewegungen der Hüttenarbeiter in eine Performance, die den historischen Rhythmus des Werks zu neuem Leben erweckt. Und in den Jacken, Hemden, Hosen, Röcken, Tüchern und Mützen, die Coco Bergholm in Anlehnung an Oberflächen des ehemaligen Eisenwerks und heutigen Weltkulturerbes von Rostrot bis Paradiesgrün gestaltet, können die Besucher:innen in einer „Postindustrial Camouflage“ mit den Orten der Hütte regelrecht verschmelzen – HUETTECOUTURE eben! Die Faszination von Zugwaggons — die im Zentrum der Graffiti-Kultur standen und Haupttransportmittel in der Völklinger Hütte waren — manifestiert sich in der diesjährigen URBAN ART BIENNALE in Kunstinstallationen und einer Foto-Präsentation, die die Kultur der urbanen Graffiti-Crews spiegelt und Street Art an entlegenen und unzugänglichen Orten für die Besucher:innen erlebbar macht. REFRESHINK bezieht sich auf eine Technik der traditionellen Kunst, wenn er gesprühte Werke erschafft, die an Mosaike erinnern. Tomas Lacque wiederum lässt seine urbane Installation unter einer Farbschicht erstarren – als habe ein Ascheregen das Werk bedeckt. Ein Eindruck, der Assoziationen an Pompeji nach dem Vulkanausbruch zulässt. Das Dach der Möllerhalle hat sich der Künstler Ampparito für seine Botschaft ausgesucht, die man in großen Lettern am besten von der Aussichtsplattform des Weltkulturerbes in 45 Metern Höhe betrachten kann. Sie spielt mit der Botschaft, die Autobesitzer in Spanien zuweilen in ihre Fahrzeuge legen: NO HAY NADA DE VALOR, frei übersetzt „Hier drin gibt es nichts von Wert“. Von wegen!
Ausstellungen | Installation

Ivan Cheng:
Casemates

Mudam Luxembourg

Performance-Serie und interaktive Installation Mit Casemates verbindet Ivan Cheng (1991, Sydney; lebt und arbeitet in Amsterdam) eine Performance-Serie mit einer interaktiven Installation. Die Arbeit wurde gemeinsam vom Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean und TEA Tenerife Espacio de las Artes in Auftrag gegeben. Kasematten sind bombensichere Räume in Festungen, die dazu entworfen wurden, wertvolle Güter abzuschirmen und zu sichern. Die räumliche Nähe beider Museen zu historischen Festungsanlagen und ihren Kasematten dient Ivan Cheng als Ausgangspunkt, um Fragen des Speicherns, der Bewahrung und der Transformation zu untersuchen. In Luxemburg und Santa Cruz de Tenerife sind diese Verteidigungsinfrastrukturen heute zu bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten geworden. Das Projekt erweitert Chengs Auseinandersetzung mit sich verschiebenden Spannungen zwischen Informationssystemen und Geschichte. Im Fokus stehen dabei auch maschinelle und menschliche Gedächtnisformen sowie ein mit Technologien wie Smartphones, Computern und Kameras verschmolzenes Selbst. Mit der neuen Auftragsarbeit lenkt Cheng die Aufmerksamkeit der Besuchenden auf die Pflege der eigenen „Kasematte“. Das Publikum wird dazu eingeladen, die eigenen digitalen Archive aus wertvollen wie auch trivialen Dateien zu hinterfragen, die auf persönlichen Geräten oder in Online-Clouds gespeichert sind – etwa Fotos, Videos, Notizen, Musik, Sprachnachrichten, Chats, E-Mails und mehr. Vor Ort wie auch aus der Ferne regt Casemates dazu an, den „Abfall“ dieser Archive freizulegen und auszusortieren; gesammelt wird er in The Reservoir, dem digitalen Müllcontainer des Künstlers. Um die Auseinandersetzung mit The Reservoir anzuregen, wird im Raum wiederholt die Performance The Fountain präsentiert – ein unterhaltsamer Schlagabtausch zwischen einem öffentlichen und einem privaten Computer. Während sich das Projekt auf seinen Stationen weiterentwickelt, fließen die in The Reservoir gesammelten Daten in den fünften Teil von Confidences ein, Chengs fortlaufender Romanreihe über Vampire und zeitbasierte Praxis. Chengs Casemates lädt das Publikum dazu ein, zu reflektieren, was wir als bedeutungsvoll erachten und was wir bewahren, obwohl es längst entbehrlich geworden ist. Zugleich macht er den Einfluss von Technologie auf das Gedächtnis sichtbar. Dabei eröffnet der Künstler den Besucher:innen auf spielerische Weise die Möglichkeit, ihre verworfenen Dateien wiederzubeleben und ihnen eine neue Präsenz zu verleihen. In Zusammenarbeit mit dem Programmierer und Designer André Fincato hat Cheng The Reservoir entwickelt – einen digitalen Container. Online-Besucher:innen sind eingeladen, über diese Website mit dem Kunstwerk in Interaktion zu treten. Kuratiert von: Léon Kruijswijk, assistiert von Nicole Wittmann Mitwirkende des Künstlers: Lev Babych (Performance) André Fincato (Softwareprogrammierung und -design) Good & Bad (Kostüme) Pablo Rezzonico Bongcam, mit Gerardo Contreras (Metallproduktion) Jeanna Serikbayeva (Performance) Alice Walter (Psychopompos) Mit freundlicher Unterstützung des: Mondriaan Fund Mit materieller Unterstützung von: Les Théâtres de la Ville de Luxembourg Eine Koproduktion von Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean und TEA Tenerife Espacio de las Artes im Rahmen des Projekts Perform Inform Transform: Participatory Performance in Art Museums (PIT), unterstützt durch Fördermittel der Europäischen Union.
Ausstellungen | Ausstellung

Simon Fujiwara:
A Whole New World

Mudam Luxembourg

Das Werk des britisch-japanischen Künstlers Simon Fujiwara (1982, London) lädt dazu ein, sich der zeitgenössischen Welt in all ihrer Komplexität, ihren Absurditäten und Widersprüchen zu stellen. Oft wird sein Werk als Spiegel der Gesellschaft beschrieben; darin reflektiert der Künstler das Leben in einer schnelllebigen, von Bildern überfluteten Gegenwart, indem er spielerische, surreale und mitunter verstörende Erfahrungen schafft. Fujiwaras Werk umfasst ein breites Themenspektrum, das von Geschichte, Mythologie, Sexualität und Psychoanalyse bis hin zu Architektur, Kunstgeschichte und Anthropologie reicht. Trotz dieser ambitionierten inhaltlichen Spannweite bleibt seine Arbeit stets eng an die eigene Lebenserfahrung gebunden und eröffnet so eine persönliche Perspektive auf übergeordnete gesellschaftliche Fragestellungen. Wiederkehrende Motive wie ikonische Figuren, Cartoons, Freizeitparks, touristische Massenattraktionen und Museen verweisen auf sein Interesse daran, wie die Gesellschaft Bilder ihrer selbst hervorbringt, übersteigert oder erfindet. Hinter diesen scheinbar verführerischen Oberflächen legt er eine ergreifende Frage frei: Warum sehnen wir uns nach Authentizität, während wir zugleich immer künstlichere Wirklichkeiten erschaffen? Diese Ausstellung vereint nahezu zwanzig Jahre künstlerischer Arbeit und macht die Bandbreite von Fujiwaras Praxis sichtbar. Sie umfasst Malerei, Film, Performance, Animation und erzählerische Formate und nutzt diese unterschiedlichen Medien, um Porträts des sich entfaltenden 21. Jahrhunderts zu entwerfen. Kurator:innen: Léon Kruijswijk, assistiert von Nicole Wittmann
Ausstellungen | Ausstellung

Seven Paintings – Seven Encounters: Highlights aus der Mudam Sammlung

Mudam Luxembourg

Seven Paintings – Seven Encounters lädt Besucher:innen dazu ein, Malerei durch eine Reihe einzigartiger Erfahrungen neu zu entdecken. Sieben Hauptwerke aus der Mudam Sammlung werden nacheinander – jeweils für einige Wochen – als Einzelpräsentationen im Ausstellungsraum gezeigt. Dieser Präsentationszyklus, der zum Großteil Werke umfasst, die bisher noch nie im Museum zu sehen waren, verwandelt die Galerie in einen Ort stiller Kontemplation und unmittelbarer Begegnung mit der Kunst. In diesem besonderen Rahmen scheinen Zeit und Raum neu definiert und eröffnen neue Möglichkeiten des Ausstellens, Betrachtens und Erlebens der Werke. Im Laufe des Zyklus werden sieben künstlerische Positionen sukzessive vorgestellt, jede mit einer ganz eigenen Resonanz auf die Geschichte der Malerei. Von Surrealismus bis abstraktem Expressionismus, von gesellschaftlichem Engagement bis zu formalen Experimenten macht Seven Paintings – Seven Encounters die Vielfalt malerischer Ausdrucksformen erlebbar. 10.02.: Berthe Lutgen 12.03.: Edi Hila 09.04.: Ambera Wellmann 07.05.: Masaya Chiba 04.06.: Monique Becker 02.07.: Anne Imhof 30.07.: Bernard Frize Kuratorinnen: Marie-Noëlle Farcy and Vanessa Lecomte
Ausstellungen | Ausstellung

Igshaan Adams:
Between Then and Now

Mudam Luxembourg

Igshaan Adams (1982, Kapstadt, Südafrika) erschafft vielschichtige Kompositionen, die die Grenzen zwischen Textilkunst, Skulptur und Performance verschwimmen lassen. Dank der handgeflochtenen Körbe, die seine Familie in seiner Kindheit sammelte, interessierte sich Adams schon früh für das Weben. Da er sich aber zunächst als Maler verstand, entwickelte sich seine künstlerische Praxis über einen zutiefst intuitiven Zugang zum Stoff: „Ich bin einer Web-ausbildung ganz bewusst aus dem Weg gegangen, um nicht zu genau Bescheid zu wissen, damit ich eben ausgehend von diesem Nichtwissen arbeiten kann.“ Durch Adams’ stets kollaborative Praxis fließen persönliche Erinnerungen, Spiritualität und gemeinsame Geschichten in seine Arbeiten ein, und aus den allzu leicht übersehenen Dingen und Materialien des alltäglichen Lebens in Kapstadt erwachsen eindrucksvolle Reflexionen über Identität, Wert und Zugehörigkeit. Die Ausstellung Igshaan Adams: Between Then and Now versteht sich als dicht umwobener Zeitstrahl der Arbeit des Künstlers, durchwirkt von den Spuren der Geschichte und den Echos seiner Vergangenheit. Aufgewachsen in Bonteheuwel, einer von der Segregation der Zeit der Apartheid geprägten Township, musste sich Adams schon früh innerhalb der Spannungen einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft zurechtfinden – es war ein Großwerden am Schnittpunkt verschiedener Identitäten, die miteinander in Konflikt standen. Seine Praxis, die immer wieder die spirituellen Dimensionen der Heilung und der Transformation erforscht, steht noch heute unter dem Einfluss dieser Erfahrungen. Die Ausstellung beginnt mit einer raumgreifenden Installation aus Textilproben, die die Besucher:innen dazu einlädt, das Material zu berühren und auf diesem Wege in Adams’ Atelierumgebung einzutauchen. Dessen charakteristische Wandteppiche und „Wolken“-Skulpturen werden hier zusammen mit seinen Tanzabdrücken präsentiert, die erstmals in Form einer groß angelegten Installation zu sehen sind – gemeinsam bilden die Werke eine stille Choreographie, in der Bewegung zu einer Sprache der Befreiung wird. Biografie Die Praxis von Igshaan Adams (1982, Kapstadt) vereint Performance, Weberei, Skulptur und Installation. Geboren in Bonteheuwel, einem Vorort von Kapstadt in Südafrika, greift Adams auf seinen Hintergrund zurück, um ethnische, sexuelle und religiöse Grenzen herauszufordern. Diese intersektionale Topografie bleibt in seinem gesamten Werk sichtbar und dient als Palimpsest, auf dem Spuren persönlicher Geschichten eingeschrieben und neu eingeschrieben werden. Adams nähert sich Materialität durch seine eigene Subjektivität. Häufig werden kulturelle und religiöse Referenzen mit Materialien verbunden, die sein Leben seit jeher begleiten. Sein Interesse an Materialität bewegt sich zwischen einem intuitiven Umgang mit unterschiedlichen Substanzen und einer formalen Untersuchung darüber, wie verschiedene Materialien in unterschiedlichen Kontexten agieren und wie sie sich verwandeln oder weiterentwickeln. Adams hat international zahlreiche Einzelausstellungen präsentiert, darunter im ARoS Aarhus Art Museum, Aarhus (2025); The Hepworth Wakefield, Wakefield (2024); The Institute of Contemporary Art Boston, Boston (2024); Thomas Dane Gallery, London (2023); The Art Institute of Chicago, Chicago (2022); Kunsthalle Zürich, Zürich (2022); Hayward Gallery, London (2021); und The Iziko South African National Gallery, Kapstadt (2018). Er hat an zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen teilgenommen, darunter der Bukhara Biennale, Usbekistan (2025); Space of Togetherness, NEON, National Theatre of Greece Drama School, Athen (2024); das Barbican Centre, London (2024); die 35. Biennale von São Paulo (2023); die Islamische Kunstbiennale, Dschidda (2023); die 59. Internationale Kunstausstellung der Biennale di Venezia (2022); die 23. Triennale di Milano (2021); das Kunsthaus Baselland, Basel (2021); sowie das Pérez Art Museum Miami (2020), unter vielen anderen. Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Speed Art Museum, Louisville; Tate, London; The Hepworth Wakefield; Art Gallery of New South Wales, Sydney; ARoS Aarhus Kunstmuseum; Moderna Museet, Stockholm; Stedelijk Museum, Amsterdam; Art Institute of Chicago; Baltimore Museum of Art; The Block Museum of Art, Northwestern University, Evanston; Inhotim Museum, Brumadinho, Brasilien; Iziko South African National Gallery, Kapstadt; Minneapolis Institute of Art; Standard Bank Collection, Johannesburg; sowie der University of Cape Town. Im Jahr 2018 erhielt er den Standard Bank Young Artist Award für Bildende Kunst. Igshaan Adams lebt und arbeitet in Kapstadt. Kuratorinnen: Florence Ostende, assistiert von Anaël Daoud
Ausstellungen | Ausstellung

Andrea Mancini & Every Island

Mudam Luxembourg

Ursprünglich für den luxemburgischen Pavillon auf der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia (2024) konzipiert, ist die Installation "A Comparative Dialogue Act" das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen dem luxemburgischen Künstler und Musiker Andrea Mancini (1989) und dem multidisziplinären Kollektiv Every Island, das 2021 in Brüssel gegründet wurde. An der Schnittstelle von bildender Kunst, Performance und Musik konzipiert das Werk den Ausstellungsort als Ort der Produktion und des gemeinsamen Experimentierens mit anderen Künstler:innen und erweitert so den Begriff des kollektiven Kunstwerks. Hier verschmelzen Klang und Raum: Die räumlichen Elemente – Boden und Wände – werden zu Klanginstrumenten, die nach und nach ein eindringliches und kollektives Erlebnis schaffen. Der Titel der Ausstellung fasst den experimentellen Charakter des Projektszusammen: eine Erkundung verschiedener Klang- und Musiksprachen, die das Potenzial von Klang als Werkzeug der Verhandlung, Intervention und Kontamination aufzeigt. Während der Ausstellung wird die Installation durch eine Reihe von kurzen Performances ergänzt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Artistes en résidence au Mudam : Cucina Povera - Performance d’ouverture : 25 septembre 2025, 20:30 - Répétition : 26 septembre 2025 - Performance : 27 septembre 2025, 16:30 bela - Répétition : 6-7 novembre 2025 - Performances : 8-9 novembre 2025, 16:30 Thomas Lea Clarke - Répétition : 15-16 janvier 2026 - Performances : 17-18 janvier 2026, 16:30 Artistes en résidence à la Biennale di Venezia 2024: Bella Báguena, Célin Jiang, Selin Davasse and Stina Fors Biografien Andrea Mancini (1989, Luxemburg) ist in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig und erkundet als Künstler und Musiker in seinen Performances, Installationen und Videoinstallationen die Beziehung zwischen Raum, Individuum und Ton. Seine Werke wurden in der Kulturfabrik in Esch/Alzette (2024 und 2023), in den Rotondes in Luxemburg (2023), im Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain (2022 und 2021) sowie in der Cité internationale des arts in Paris (2021) gezeigt. Unter dem Künstlernamen Cleveland ist er DJ, produziert elektronische Musik und hat mehrere EPs beim Amsterdamer Label Kalahari Oyster Cult herausgebracht. Zudem hat er ein eigenes Label, Suzi. Andrea Mancini lebt und arbeitet in Brüssel. Das Kollektiv Every Island wurde 2021 gegründet und setzt sich heute aus Alessandro Cugola, Caterina Malavolti, Damir Draganić, Juliane Seehawer, Martina Genovesi und Astrid Lykke Nielsen zusammen. Every Island untersucht die Bedeutung von Performativität in der Architektur und erschafft vergängliche Installationen. Die Werke des Kollektivs wurden in verschiedenen Institutionen und bei Festivals gezeigt, unter anderem beim Horst Arts and Music in Vilvoorde (2024), im Bozar in Brüssel (2023), im MAD in Brüssel (2023), im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (2022), im Kunstencentrum Viernulvier in Gand (2022), beim Santarcangelo Festival in Rimini (2022) sowie auf dem Mont des Arts in Brüssel (2021). Every Island ist in Brüssel ansässig. Aktuell ist die Ausstellung A Comparative Dialogue Act von Andrea Mancini und Every Island im luxemburgischen Pavillon der 60. Biennale in Venedig zu sehen bis zum 24. November 2024.
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Rémy Markowitsch. WE ALL (Except the Others)

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Kontamination von Natur und Kultur, Zwangsarbeit damals und heute, Hermann Röchling und sein Erbe: Der Schweizer Künstler Rémy Markowitsch beleuchtet und verdichtet mit seiner multimedialen Installation WE ALL (Except the Others) in der historischen Hängebahnwerkstatt zentrale Themen und signifikante Orte der Geschichte der Völklinger Hütte. Eine Conférencière und zahlreiche weitere Protagonist:innen führen uns von den Schlackenhalden Hermann und Dorothea mit dem Abraum der Hütte über den heutigen Parkplatz und die Benzolhäuser, einst Standort der stark umweltbelastenden Kohlenwertstoffbetriebe, zur Apotheose der Familie Röchling im raumgreifenden Deckengemälde der Völklinger Versöhnungskirche. Am Ort der Reparatur, der Hängebahnwerkstatt, schließen sich die Kreise im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. „Nach BEWEGUNG MACHT GESCHICHTE folgt nun der zweite Meilenstein der Auseinandersetzung mit der Geschichte unseres Ortes im Jubiläumsjahr 150 JAHRE VÖLKLINGER HÜTTE. Rémy Markowitsch richtet mit WE ALL (Except the Others) seinen genuin künstlerischen Blick auf die Geschichte und Themen unseres exemplarischen Schauplatzes und trägt mit kreativer Zuspitzung zu einem tieferen Verständnis der Höhen und Tiefen des ehemaligen Eisenwerkes bei“, so Dr. Ralf Beil, Kurator der Ausstellung und Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.
Ausstellungen | Museum

Weltkulturerbe
Völklinger Hütte

Völklinger Hütte

Industrie, Kultur, Geschichte, Kunst und Natur im UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Ausstellungen | Museum

Römische Villa Nennig

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Wegen des prachtvollen Mosaikbodens, der zu den spektakulärsten seiner Art nördlich der Alpen zählt, ist die Römische Villa in Nennig das bedeutendste Architekturdenkmal aus römischer Zeit im Saarland. Die Motive des Mosaiks sind in einer einzigartigen Qualität erhalten und weltweit bekannt. Sie zeigen in acht symmetrisch angeordneten Bildfeldern den Ablauf eines Spektakels im Amphitheater. An die zweigeschossige Villa aus dem 1. Jh. n. Chr. schloss sich eine ca. 250 m lange Halle an, deren Außenwände bemalt waren. Diese schloss an den Enden jeweils mit einem Rundbau ab. Die Funktion dieser Halle ist ungeklärt. Ein großzügiges Badgebäude wurde in ca. 200 m Entfernung zur Villa entdeckt. Zu dieser luxuriösen und repräsentativen Villa gehörte weiterhin ein vorgelagerter Wirtschaftsbereich. An einer Straße reihten sich hier Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Sammlung Im Jahr 1852 entdeckte ein Landwirt zufällig das 10,30 m x 15,65 m großen Fußbodenmosaik, das zu einer repräsentativen Eingangshalle einer Villa gehörte. Aus etwa drei Millionen Mosaiksteinchen zusammengesetzt wirkt es beeindruckend realistisch. Es zeigt ein lebendiges Bild vom Ablauf des von den Römern „munus“ genannten Spektakels im Amphitheater. Die zur Darstellung gebrachten Szenen aus einer Kampfarena gruppieren sich um ein Marmorbecken und um das große viereckige Gladiatorenbild. Sie sind in geometrische und florale Motive eingebettet. Der Nenniger Bildteppich gehört zu den wenigen und den eindrucksvollsten Beispielen gallorömischer Mosaikkunst, die noch am Fundort in seiner ursprünglichen Position gezeigt werden. Dazu trägt auch das Schutzgebäude bei, das bereits 1853 errichtet wurde.
Ausstellungen | Museum

Saarlandmuseum - Museum in der Schlosskirche

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Als Bestandteil der Alten Sammlung zählt die Schlosskirche, die erstmals 1476 erwähnt wurde, zu den wenigen mittelalterlichen Zeugnissen in Saarbrücken. Seit 1575 ist sie evangelisches Gotteshaus. Im Zweiten Weltkrieg erfuhr sie schwerste Schäden. So wurde nach dem Kriege das eingestürzte Kreuzrippengewölbe durch eine schlichte, einfache Flachdecke ersetzt. Von ganz besonderer Tragik ist, dass der Apostelzyklus von Jacques Pierrard de Coraille (1670-1725/26) den Weltkrieg zwar überstanden hatte, aber nach dem Krieg bewusst zertrümmert wurde. Erhalten blieben nur fünf Fragmente, die seit 2004 im Langhaus präsentiert werden. Dieses Jahr markiert denn auch die Eröffnung der neu eingerichteten Schlosskirche als Museum, in der seitdem zahlreiche mittelalterliche Kleinfunde gezeigt werden. Abgesehen davon liegt ein großer Schwerpunkt der Sammlung in den mittelalterlichen Skulpturen, insbesondere in denen lothringischer Madonnen (14. Jahrhundert). Unübersehbar stellen die beiden erhaltenen Monumentalgrabdenkmäler von Jacques Pierrard de Coraille (1699-1700) sowie das spätbarocke Grabmal des Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken - Auftraggeber des Schlossneubaus (seit 1748) - einen Höhepunkt dar. Die Schlosskirche ist zudem Grablege verschiedener Grafen und die der beiden Fürsten von Nassau-Saarbrücken.

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