Ausstellungen / Museum
Lëtzebuerg City Museum Museum für Stadtgeschichte
Luxemburg, 14, rue du Saint-Esprit
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Weltkulturerbe Völklinger Hütte
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Video Killed the Radio Star: The 1980s and their Cultural Echoes
Mudam Luxembourg
Die 1980er-Jahre waren ein Jahrzehnt voller Paradoxien: die glänzende Oberfläche der Popkultur und die tiefen Brüche der Weltpolitik; der Aufstieg neuer Technologien und das langsame Zerfallen alter Ideologien; die Geburt von MTV und der Schatten Tschernobyls. Die Ausstellung Video Killed the Radio Star widmet sich der Frage, wie die kulturellen und politischen Umbrüche der 1980er-Jahre bis heute unsere Gegenwart prägen. Ausgehend von Werken der Mudam Sammlung und von zeitgenössischem Dokumentationsmaterial, kehrt die Ausstellung zu einem entscheidenden Moment der globalen Kulturgeschichte zurück – in eine Zeit, in der das Bild die Stimme ablöste, Zugang wichtiger wurde als Besitz und Ästhetik auf neue Weise zur Machtfrage wurde. Gleichzeitig fragt sie nach den sich verändernden Wahrnehmungen und Sensibilitäten in einer Welt, die sich in ein Zeitalter der Übermediatisierung begab. Vom Endspiel des Kalten Krieges bis zum Aufstieg des Neoliberalismus markieren die 1980er-Jahre eine tiefgreifende Umorientierung der westlichen Welt – eine, die bald von anderen kulturellen Kräften neu geprägt wurde, sodass sich Narrative und Spielregeln grundlegend verschoben. Kurator:innen: Bettina Steinbrügge, assistiert von Caroline Honorien und Alexine Taddeï
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Dodeka, 12 Werke für 12 Kantone
Mudam Luxembourg
Von Mai bis Oktober 2026 präsentiert das Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums Dodeka: 12 Werke für 12 Kantone. Der Titel leitet sich vom griechischen dōdeka ab, was „zwölf“ bedeutet – eine Anspielung auf die zwölf Kantone Luxemburgs. Begleiten Sie uns: Zwölf Kunstwerke aus der Mudam Collection verlassen die Museumswände und reisen in jeden der zwölf Kantone Luxemburgs. In lokalen Museen, Rathäusern, Bibliotheken und Kulturzentren beheimatet, bringt dieses Projekt zeitgenössische Kunst direkt ins Herz der Gemeinden im ganzen Land – und macht es möglich, die Mudam Collection gleich um die Ecke zu entdecken. Dodeka feiert die Sammlung des Museums als gemeinsames Erbe, das allen gehört. Zugleich hebt es den Reichtum der luxemburgischen Kulturlandschaft und die Institutionen hervor, die sie prägen. International in ihrem Umfang und ihrer Ambition umfasst die Mudam Collection über 800 Werke in allen Medien von zeitgenössischen Künstlern aus Luxemburg und der ganzen Welt. Die zwölf reisenden Werke setzen sich mit dem lokalen Erbe auseinander und resonieren mit den einzigartigen Geschichten jedes Kantons. Sie sind eingeladen, diese Landschaft zu entdecken, während sich unerwartete Dialoge zwischen den Werken und ihrem temporären Kontext eröffnen. Ein lebendiges öffentliches Programm aus Führungen, Performances, Workshops und Konzerten belebt das Projekt und macht es zu einem Erlebnis für ganz Luxemburg. Dodeka ist auch ein Abenteuer: Bei jedem Besuch einer der zwölf Stationen erhalten Sie einen Stempel. Sammeln Sie alle zwölf Stempel und Sie werden mit einem Jahr freiem Eintritt ins Mudam belohnt – Ihre ganz persönliche Kunstreise durch das Land, vollendet! Ort: Die zwölf Kantone Luxemburgs Werke und Ausstellungssorte: Wolfgang Tillmans, Mami, Schloss Clervaux Wim Delvoye, Dutch Gas-Cans, Schloss Vianden Su-Mei Tse, Vertigen de la Vida, Vieille Église Saint-Laurent, Diekirch Vyacheslav Akhunov, Lenin-Art, Kulturhuef, Grevenmacher Michel Majerus, Halbzeit, Luxembourg Learning Centre, Esch-Belval Annette Kelm, Die Bücher, Rathaus, Wiltz Serge Ecker, Catherine Lorent, Claudia Passeri, sHe is the future, Biodiversum, Remerschen Edith Dekyndt, Provisory Object 03, Trifolion, Echternach Sin Wai Kin, The Universe, Kinneksbond, Mamer On Kawara, One Million Years (Past and Future), Musée de l’Ardoise, Haut-Martelange Etel Adnan, Untitled, Centre national de littérature, Mersch Jessica Diamond, I Hate Business, hqLX, Luxembourg-Stadt Kurator:innen: Bettina Steinbrügge und Adèle Wester Mit Unterstützung von: Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte Visit Luxembourg
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Rémy Markowitsch. WE ALL (Except the Others)
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Kontamination von Natur und Kultur, Zwangsarbeit damals und heute, Hermann Röchling und sein Erbe: Der Schweizer Künstler Rémy Markowitsch beleuchtet und verdichtet mit seiner multimedialen Installation WE ALL (Except the Others) in der historischen Hängebahnwerkstatt zentrale Themen und signifikante Orte der Geschichte der Völklinger Hütte. Eine Conférencière und zahlreiche weitere Protagonist:innen führen uns von den Schlackenhalden Hermann und Dorothea mit dem Abraum der Hütte über den heutigen Parkplatz und die Benzolhäuser, einst Standort der stark umweltbelastenden Kohlenwertstoffbetriebe, zur Apotheose der Familie Röchling im raumgreifenden Deckengemälde der Völklinger Versöhnungskirche. Am Ort der Reparatur, der Hängebahnwerkstatt, schließen sich die Kreise im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. „Nach BEWEGUNG MACHT GESCHICHTE folgt nun der zweite Meilenstein der Auseinandersetzung mit der Geschichte unseres Ortes im Jubiläumsjahr 150 JAHRE VÖLKLINGER HÜTTE. Rémy Markowitsch richtet mit WE ALL (Except the Others) seinen genuin künstlerischen Blick auf die Geschichte und Themen unseres exemplarischen Schauplatzes und trägt mit kreativer Zuspitzung zu einem tieferen Verständnis der Höhen und Tiefen des ehemaligen Eisenwerkes bei“, so Dr. Ralf Beil, Kurator der Ausstellung und Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.
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X-RAY - Die Macht des Röntgenblicks
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
X-RAY ist die erste Ausstellung überhaupt, die sich umfassend dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den zahlreichen kulturellen und künstlerischen Aspekten des Röntgenblicks widmet. Auf der Basis des weiten Spektrums der Röntgentechnik – vom ersten Röntgenbild über historische Röntgengeräte der Medizin und Naturwissenschaften bis hin zum aktuellsten Röntgen-Satelliten der Weltraumforschung – beleuchtet die Schau insbesondere die kreativen Wechselwirkungen des Röntgenblicks in Kunst und Kulturgeschichte, Politik, Natur, Literatur und Architektur, Musik, Mode und Kino. Am 8. November 2025 ist es auf den Tag genau 130 Jahre her, dass Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Würzburger Labor die X-Strahlen erstmals bewusst als bislang unbekanntes Phänomen wahrnimmt. Nur wenige Wochen danach verbreitet sich diese bahnbrechende Entdeckung wie ein Lauffeuer um den Erdball und inspiriert nicht nur Wissenschaftler:innen, sondern sofort auch bildende Künstler, Musiker, Filmemacher und Karikaturisten. Diese Faszination ist bis heute ungebrochen, wie der als Erlebnislandschaft gestaltete X-RAY-Parcours zu zeigen vermag: Er vereint in der Industriekathedrale der Gebläsehalle eine Röntgen-Kapelle von Wim Delvoye ebenso wie ein transparentes Backstein-Labyrinth von Cris Bierrenbach, einen Catwalk mit Röntgen-Mode und ein Kino für X-RAY-Filme. In 18 Kapiteln entfaltet sich ein höchst welthaltiges Panorama der Moderne und Gegenwart: Marie Curie trifft hier auf Claude Cahun, Frida Kahlo, Isa Genzken und Iris van Herpen; John Heartfield auf Edvard Munch, Mies van der Rohe, Thomas Mann und William Wegman. X-RAY macht das Unsichtbare sichtbar und Kunst und Wissenschaft zum Erlebnis. „Röntgenstrahlen durchdringen unsere Moderne und Gegenwart auf ganz besondere Art und Weise: Dank ihrer erfahren wir Medizin, Politik, Geschichte, Kunst und Natur, ja selbst Geschlechterrollen neu. Wir blicken buchstäblich auf sonst verborgene Tiefenschichten unser selbst und unserer Umwelt – von den Molekülen und Kodierungen unserer Körper bis hin zu den entferntesten Galaxien des Weltraums“, so Kurator Dr. Ralf Beil. DAS RAHMENPROGRAMM Zur Ausstellung realisiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zahlreiche Führungen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche zu politisch, wissenschaftlich, künstlerisch oder biografisch orientierten Themen: „Macht und Gewalt des Röntgenblicks“, „Wie Röntgenstrahlen Wissenschaft und Welt verbinden“, „Durchleuchtet – Meinem Inneren auf der Spur“ sowie „Auf der Suche nach Mister X“. Ferner ist in Kooperation mit dem Kino 8 ½ und dem Filmhaus Saarbrücken ein X-RAY Filmprogramm zu sehen.
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Ivan Cheng:
Ivan Cheng:
Casemates
Mudam Luxembourg
Performance-Serie und interaktive Installation Mit Casemates verbindet Ivan Cheng (1991, Sydney; lebt und arbeitet in Amsterdam) eine Performance-Serie mit einer interaktiven Installation. Die Arbeit wurde gemeinsam vom Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean und TEA Tenerife Espacio de las Artes in Auftrag gegeben. Kasematten sind bombensichere Räume in Festungen, die dazu entworfen wurden, wertvolle Güter abzuschirmen und zu sichern. Die räumliche Nähe beider Museen zu historischen Festungsanlagen und ihren Kasematten dient Ivan Cheng als Ausgangspunkt, um Fragen des Speicherns, der Bewahrung und der Transformation zu untersuchen. In Luxemburg und Santa Cruz de Tenerife sind diese Verteidigungsinfrastrukturen heute zu bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten geworden. Das Projekt erweitert Chengs Auseinandersetzung mit sich verschiebenden Spannungen zwischen Informationssystemen und Geschichte. Im Fokus stehen dabei auch maschinelle und menschliche Gedächtnisformen sowie ein mit Technologien wie Smartphones, Computern und Kameras verschmolzenes Selbst. Mit der neuen Auftragsarbeit lenkt Cheng die Aufmerksamkeit der Besuchenden auf die Pflege der eigenen „Kasematte“. Das Publikum wird dazu eingeladen, die eigenen digitalen Archive aus wertvollen wie auch trivialen Dateien zu hinterfragen, die auf persönlichen Geräten oder in Online-Clouds gespeichert sind – etwa Fotos, Videos, Notizen, Musik, Sprachnachrichten, Chats, E-Mails und mehr. Vor Ort wie auch aus der Ferne regt Casemates dazu an, den „Abfall“ dieser Archive freizulegen und auszusortieren; gesammelt wird er in The Reservoir, dem digitalen Müllcontainer des Künstlers. Um die Auseinandersetzung mit The Reservoir anzuregen, wird im Raum wiederholt die Performance The Fountain präsentiert – ein unterhaltsamer Schlagabtausch zwischen einem öffentlichen und einem privaten Computer. Während sich das Projekt auf seinen Stationen weiterentwickelt, fließen die in The Reservoir gesammelten Daten in den fünften Teil von Confidences ein, Chengs fortlaufender Romanreihe über Vampire und zeitbasierte Praxis. Chengs Casemates lädt das Publikum dazu ein, zu reflektieren, was wir als bedeutungsvoll erachten und was wir bewahren, obwohl es längst entbehrlich geworden ist. Zugleich macht er den Einfluss von Technologie auf das Gedächtnis sichtbar. Dabei eröffnet der Künstler den Besucher:innen auf spielerische Weise die Möglichkeit, ihre verworfenen Dateien wiederzubeleben und ihnen eine neue Präsenz zu verleihen. In Zusammenarbeit mit dem Programmierer und Designer André Fincato hat Cheng The Reservoir entwickelt – einen digitalen Container. Online-Besucher:innen sind eingeladen, über diese Website mit dem Kunstwerk in Interaktion zu treten. Kuratiert von: Léon Kruijswijk, assistiert von Nicole Wittmann Mitwirkende des Künstlers: Lev Babych (Performance) André Fincato (Softwareprogrammierung und -design) Good & Bad (Kostüme) Pablo Rezzonico Bongcam, mit Gerardo Contreras (Metallproduktion) Jeanna Serikbayeva (Performance) Alice Walter (Psychopompos) Mit freundlicher Unterstützung des: Mondriaan Fund Mit materieller Unterstützung von: Les Théâtres de la Ville de Luxembourg Eine Koproduktion von Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean und TEA Tenerife Espacio de las Artes im Rahmen des Projekts Perform Inform Transform: Participatory Performance in Art Museums (PIT), unterstützt durch Fördermittel der Europäischen Union.
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Simon Fujiwara:
Simon Fujiwara:
A Whole New World
Mudam Luxembourg
Das Werk des britisch-japanischen Künstlers Simon Fujiwara (1982, London) lädt dazu ein, sich der zeitgenössischen Welt in all ihrer Komplexität, ihren Absurditäten und Widersprüchen zu stellen. Oft wird sein Werk als Spiegel der Gesellschaft beschrieben; darin reflektiert der Künstler das Leben in einer schnelllebigen, von Bildern überfluteten Gegenwart, indem er spielerische, surreale und mitunter verstörende Erfahrungen schafft. Fujiwaras Werk umfasst ein breites Themenspektrum, das von Geschichte, Mythologie, Sexualität und Psychoanalyse bis hin zu Architektur, Kunstgeschichte und Anthropologie reicht. Trotz dieser ambitionierten inhaltlichen Spannweite bleibt seine Arbeit stets eng an die eigene Lebenserfahrung gebunden und eröffnet so eine persönliche Perspektive auf übergeordnete gesellschaftliche Fragestellungen. Wiederkehrende Motive wie ikonische Figuren, Cartoons, Freizeitparks, touristische Massenattraktionen und Museen verweisen auf sein Interesse daran, wie die Gesellschaft Bilder ihrer selbst hervorbringt, übersteigert oder erfindet. Hinter diesen scheinbar verführerischen Oberflächen legt er eine ergreifende Frage frei: Warum sehnen wir uns nach Authentizität, während wir zugleich immer künstlichere Wirklichkeiten erschaffen? Diese Ausstellung vereint nahezu zwanzig Jahre künstlerischer Arbeit und macht die Bandbreite von Fujiwaras Praxis sichtbar. Sie umfasst Malerei, Film, Performance, Animation und erzählerische Formate und nutzt diese unterschiedlichen Medien, um Porträts des sich entfaltenden 21. Jahrhunderts zu entwerfen. Kurator:innen: Léon Kruijswijk, assistiert von Nicole Wittmann
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