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Mudam Luxembourg

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).

Kontakt

Mudam Luxembourg
Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg

Telefon: +352 45 37 85-960
E-Mail: info@mudam.lu

 

Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei
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Ausstellung

Nora Turato. i am happy to own my implicit biases

Aus Anlass ihrer Aufnahme in die Mudam Sammlung wird die Arbeit i am happy to own my implicit biases (malo mrkva, malo batina) (2018-2020) von Nora Turato vom 19. November 2022 bis zum 4. Mai 2023 im Foyer im Untergeschoss des Museums präsentiert, im weiteren Zusammenhang auch mit der Ausstellung 25 Jahre Mudam Sammlung.

Nora Turato (1991, Zagreb) ist bekannt für ihre Spoken Word Performances, ihre Künstlerbücher und ihre Videos, in denen sie Text und Malerei reichlich Platz einräumt. Auf der Basis ihrer musikalischen Erfahrung und ihrer grafischen Ausbildung fügt sie Worte und Phrasen aus den Medien und aus ihren eigenen Unterhaltungen zu epischen „Skripts“ für ihre Performances oder zu ihren typografischen Arbeiten zusammen, für die sie die unterschiedlichsten Mittel und Träger wählt. Ihre Arbeit interessiert sich für die Sprunghaftigkeit der Sprache, die sie hörbar macht durch ihre stimmliche Modulation und sichtbar durch ihre grafische Form.

i am happy to own my implicit biases (malo mrkva, malo batina) (2018-2020) ist eine Soundinstallation in einer großen Metallstruktur, die ursprünglich für die Manifesta 12 in Palermo angefertigt worden war, wo sie im Oratorio di San Lorenzo gezeigt wurde. Mit Elementen eines Käfigs, einer Umkleidekabine und einen Beichtstuhls funktioniert dieses Gefängnisenvironment gleichermaßen als Bühne für Turatos Performances wie als Sitzgelegenheit für die Zuschauer und wo man sich unterhalten kann. Die Installation wird von einer Aufnahme der Stimme der Künstlerin begleitet, die aus den oben angebrachten Lautsprechern zu hören ist. Die gleichnamige Performance, die den Soundtrack zur Installation bildet, besteht aus Fragmenten einer Unterhaltung. Das Skript erwähnt die doñas de fuera (Frauen von außerhalb), weibliche Geister aus der sizilianischen Folklore (deren Bezeichnung noch auf die Zeit der spanischen Herrschaft über die Insel zurückgeht), die, so sagte man, die von der Inquisition der Hexerei verdächtigten Frauen quälten. Diese historische Referenz ist Teil der kontinuierlichen Reflexion der Künstlerin über das Schweigen der Frauen in patriarchalischen Gesellschaften, die dann in der wütenden, wortmächtigen und kraftvollen weiblichen Figur in ihren Performances Gestalt annimmt.

Biographie
Nora Turato (1991, Zagreb) hatte Einzelausstellungen im MoMA, New York (2022), in der Wiener Secession, (2021), im MASI, Lugano, im Centre Pompidou, Paris, im Museum für Gegenwartskunst Siegen (2020), im Museum Serralves, Porto und in der Beursschouwburg, Bruxelles (2019). Ihre Arbeit wurde in internationalen Gruppenausstellungen gezeigt, wie auf der Biennale von Belgrad oder der Manifesta 12 in Palermo (2018).

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Ausstellung

Face-à-Face

Gruppenausstellung

Moderne Galerie/Mudam Luxembourg: Zwei Sammlungen im Dialog

In der Ausstellung Face-à-Face geht es um einen neuartigen Dialog zwischen den Sammlungen zweier Museen. Sie stellt Beziehungen her zwischen Kunstwerken bedeutender deutscher und französischer Vertreter·innen der Avantgarden der Modernen Kunst und den Arbeiten zeitgenössischer Künstler·innen aus allen Teilen der Welt. Themen wie die Metamorphose, die Verwandlung der Materie, optische Phänomene oder die Wahrnehmung des Raumes bestimmen die Präsentation in der Ostgalerie. In ihnen zeigt sich nicht nur eine Vielfalt formaler Experimente, sondern auch der Drang vieler Künstler·innen, die Gesellschaft auf ihre sozialen und politischen Strukturen hin zu untersuchen.

In Europa artikulierte sich die künstlerische Blüte der 1920er-Jahre oft in gemeinschaftlichen Unternehmungen. Künstler wie Lyonel Feininger und László Moholy-Nagy waren Teil der innovativen Bauhaus-Bewegung, die 1919 in Weimar gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hatte, Kunst, Architektur und Kunsthandwerk zu vereinen. Ihre Arbeiten, in denen sie die Vereinfachung beziehungsweise die Vereinzelung geometrisch-figürlicher und abstrakter Motive untersuchen, ähneln den fotografischen Experimenten von Albert Renger-Patzsch, der der zwischen 1918 und 1933 aufblühenden Bewegung der Neuen Sachlichkeit nahestand. Ihr Verständnis von der Wahrnehmung des Raumes und seines Aufbrechens findet ein Echo in den Arbeiten aus heutiger Zeit von Lee Bul oder Alicja Kwade.

Die Beschäftigung mit der spirituellen Dimension des Waldes bei Emily Bates oder aber die traumhaften Landschaften von Germaine Hoffmann bilden ein fernes Echo des Surrealismus, der hier mit Werken seiner bedeutenden Vertreter Hans Bellmer und Max Ernst präsent ist. Wenngleich diese Bewegung weit über Europa hinausreichte, fand sie ihren Ursprung in Frankreich, wo André Breton 1924 das Manifest des Surrealismus veröffentlichte. Befreit von den Zwängen der Vernunft, nehmen in diesem das Unterbewusste, der Traum und das Fremdartige einen besonderen Platz ein. Die Welt des Surrealismus ist voll von hybriden organischen Formen, die es so auch in der zeitgenössischen Kunst gibt, etwa bei Michel Paysant, Tobias Putrih oder François Roche.

Auch die Nachkriegszeit in Deutschland war in künstlerischer Hinsicht besonders fruchtbar. In den 1950er-Jahren knüpfte die Subjektive Fotografie mit Otto Steinert als führendem Kopf an den Modernismus der Zwanzigerjahre an, den die Nationalsozialisten zum Schweigen gebracht hatten. Ohne den Anspruch, die Wirklichkeit wiedergeben zu wollen, fanden die Fotograf·innen eigene Blickwinkel und zahllose Motive, denen sie die Kraft der Abstraktion verliehen. Diese ist auch in den Fotolithografien von Lutz & Guggisberg oder im Video von Yazid Oulab spürbar.

Als dann in den 1960er-Jahren im Zeitalter der Eroberung des Weltraumes Künstler wie Heinz Mack und Otto Piene die Gruppe ZERO gründeten, ein freiheitliches, bilderstürmerisches und utopisches Projekt, wurde deutlich, dass sie einen vollständigen Neubeginn anstrebten und die Materialität der Leinwand hinter sich lassen wollten. Sie griffen auf neue industrielle Materialien zurück, die sie durch ihre optische oder bewegliche Qualität beeindruckten. Diese Hervorhebung der Bewegung, des Raumes und des Lichtes findet sich heute in der Malerei von Janaina Tschäpe.

Im Zentrum des Parcours in der Westgalerie steht der menschliche Körper in all seinen Erscheinungsformen. Er dominiert in kunstvoller Präsenz den Raum und wird zum Träger alter und neuer Mythen. Er steht auch metaphorisch für eine Art inneren Rückzug oder, im Gegenteil, sieht sich dem Tumult der Welt ausgesetzt.

Die Darstellung der menschlichen Figur wurde im vergangenen Jahrhundert immer wieder neu formuliert. Auch heute wird sie von Künstler·innen neu erfunden. Von Henri Matisses Porträts bis zu jenen von Nan Goldin erstreckt sich ein weites Spektrum künstlerischer Sensibilitäten, von der Suche nach der Harmonie bei ersterem bis hin zum Blick auf die Brüche im Privaten bei letzterer. Bei Fernand Léger und Kathia St. Hilaire wird die Figur zum Archetypen, stellvertretend für die Moderne beziehungsweise für die Kultur Haitis.

Im frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich auch eine intensive Beziehung zwischen Tanz und bildender Kunst. Auf das Ausloten der Möglichkeiten freier Bewegung im Raum in den neuen Formen des modernen Tanzes antworteten Bildhauer·innen mit Experimenten in der Darstellung des Körpers. Für zahlreiche moderne Künstler·innen wie zum Beispiel Rudolf Belling oder Alexander Archipenko war der bewegte Körper ein zentrales Motiv ihrer Untersuchungen. Archipenko entwickelte in den 1910er-Jahren einen auf einem dynamischen Dialog zwischen Figur und Raum basierenden Stil, der vom Rhythmus bestimmt wurde. Der Tanz steht auch in der zeitgenössischen Arbeit von Silke Otto-Knapp im Mittelpunkt, die diesem Spannungsverhältnis in ihrer Malerei einen besonderen Klang zu verleihen vermag.

Als Giorgio de Chirico 1915 in Ferrara die Bewegung der Pittura Metafisica gründete, versuchte er in seinen Bildern durch Erstarrung und Stille ins Innere der Welt vorzudringen. Dieser Rückzug aus dem lauten Durcheinander der Welt erfährt in der abstrakten Malerei von Helmut Federle eine spirituelle Dimension, geometrisch und flimmernd zugleich. Bei Rui Moreira hingegen zeigt sich das innere Leben als Gleichklang der Bewegung des Körpers und der geistigen Landschaft.

Demgegenüber steht das Getöse der Geschichte, das Ludwig Meidner und Otto Dix beschreiben. Beide den Avantgarden ihrer Zeit nahestehende Künstler sahen den Nationalismus in Europa heraufziehen, der eine vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der andere mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 in Deutschland. Ihre hier gezeigten Arbeiten sind hellsichtige Blicke auf die kommenden Katastrophen. Die Trauerszene im Kosovo von Pascal Convert zeugt von der Wiederkehr des Krieges nach Europa am Ende der 1990er-Jahre. Sein universell gültiges Thema verleiht diesem Werk eine finstere Aktualität im Angesicht des jüngsten Krieges in der Ukraine.

Das grenzübergreifende Projekt Face-à-Face wird mit identischer Laufzeit im Mudam Luxemburg und im Saarlandmuseum gezeigt. Als Kontrapunkt des Dialogs zwischen den Werken moderner und zeitgenössischer Kunst aus beiden Sammlungen, der in Luxemburg stattfinden wird, werden ausgewählte Stücke aus der Mudam Sammlung in Deutschland gezeigt. Werke von Tania Bruguera, Günther Förg, Su-Mei Tse oder Blinky Palermo und anderen treten in spannungsreichen Dialog mit den Saarbrücker Beständen. Zudem werden raumgreifende mediale und installative Arbeiten der Luxemburger Sammlung von u.a. Eija-Liisa Ahtila, David Altmejd, Martha Atienza, Mel Chin bis hin zu Kara Walker in den weitläufigen Ausstellungssälen der Modernen Galerie präsentiert werden und das Spektrum der Gegenwartskunst in neuer Breite erfahrbar machen.

Künstler, deren Werke im Mudam gezeigt werden (Änderungen vorbehalten):

Aus der Sammlung des Saarlandmuseums
Alexander Archipenko (1887, Kiev – 1964, New York), Rudolf Belling (1886, Berlin – 1972, Krailling, Allemagne), Hans Bellmer (1902, Katowice, Pologne – 1975, Paris), Monika von Boch (1915, Mettlach, Allemagne – 1993, Mettlach, Allemagne), Giorgio de Chirico (1888, Vólos, Grèce – 1978, Rome), Otto Dix (1891, Gera, Allemagne – 1969, Singen, Allemagne), Max Ernst (1891, Brühl, Allemagne – 1976, Paris), Lyonel Feininger (1871, New York – 1956, New York), Norbert Kricke (1922, Dusseldorf – 1984, Dusseldorf), Henri Laurens (1885, Paris – 1954, Paris), Georg Grosz (1893, Berlin – 1959, Berlin), Fernand Léger (1881, Argentan, France – 1955, Gif-sur-Yvette, France), Heinz Mack (1931, Lollar, Allemagne), Henri Matisse (1869, Le Cateau-Cambrésis, France – 1954, Nice), Ludwig Meidner (1884, Bierutów, Pologne – 1966, Darmstadt), László Moholy-Nagy (1895, Bácsborsód, Hongrie – 1946, Chicago), Otto Piene (1928, Laasphe, Allemagne – 2014, Berlin), Albert Renger-Patzsch (1897, Würzbourg, Allemagne – 1966, Wamel, Pays-Bas), Auguste Renoir (1841, Limoges, France – 1919, Cagnes-sur-Mer, France), Auguste Rodin (1840, Paris – 1917, Meudon), Josef Scharl (1896, Munich – 1954, New York), Jan J. Schoonhoven (1914, Delft – 1994, Delft), Otto Steinert (1915, Sarrebruck – 1978, Essen)

Aus der Sammlung des Mudam
Emily Bates (1970, Basingstoke, Royaume-Uni), Miguel Branco (1963, Castelo Branco, Portugal), Beaurin Domercq (1960, France / 1965, France), Katinka Bock (1976, Francfort-sur-le-Main), Giulia Cenci (1988, Cortone), Pascal Convert (1957, Mont-de-Marsan, France), Helmut Federle (1944, Soleure, Suisse), Roland Fischer (1958, Sarrebruck, Allemagne), Nan Goldin (1953, Washington), Germaine Hoffmann (1930, Luxembourg), Dom Sylvester Houédard (1924, Guernesey – 1992, Guernesey), Alicja Kwade (1979, Katowice, Pologne), Lee Bul (1964, Séoul), Mark Lewis (1958, Hamilton, Canada), Edward Lipski (1966, Londres), Little Warsaw (fondé en 1996), Lutz & Guggisberg (1968, Suisse/1966, Suisse), Andrea Mastrovito (1978, Bergame), Isabelle Marmann (1975, Luxembourg), Rui Moreira (1971, Porto), Silke Otto-Knapp (1970, Osnabrück, Allemagne), Yazid Oulab (1958, Sedrata, Algérie), Michel Paysant (1955, Bouzonville, France), Tobias Putrih (1972, Kranj, Slovénie), François Roche/R&Sie(n) (1961, Paris), Nedko Solakov (1957, Cherven Bryag, Bulgarie), Kathia St. Hilaire (1995, Palm Beach, États-Unis), Janaina Tschäpe (1973, Munich)

Kuratorin der Ausstellung im Mudam: Marie-Noëlle Farcy, Assistiert von Vanessa Lecomte
Szenografie: Fabeck Architectes
Kuratoren der Ausstellung im Saarlandmuseum: Andrea Jahn (Direktorin),
Kathrin Elvers-Švamberk (stellvertretende Direktorin)

Eine Zusammenarbeit zwischen: Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean und Moderne Galerie – Saarlandmuseum Saarbrücken

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Ausstellung

Tarek Atoui. Waters’ Witness

Exhibition + performances

Tarek Atoui (1980, Beirut) arbeitet an der Schnittstelle von bildender Kunst und Sound Art. Er ist bekannt für Installationen und Performances, die mithilfe von Klang und Objekten einen sinnlichen Zugang zum Raum ermöglichen. Der investigative Entstehungsprozess seiner Arbeiten umfasst Ansätze aus der Geschichte, der Anthropologie, der Ethnologie und der Musikwissenschaft. Für Atoui sind Klang und Töne Katalysatoren für menschliche Interaktion, daher arbeitet er oft mit anderen Musiker:innen sowie mit Forscher:innen und Musikinstrumentenbauern zusammen.

Die Ausstellung Waters’ Witness, die in der Grand Hall des Mudam sowie im Park Dräi Eechelen präsentiert wird, beruht auf dem von Atoui 2015 begonnenen und bis heute andauernden Projekt I/E (Infinite Ears). Es basiert auf einer gemeinsam mit den Musikern und Komponisten Chris Watson und Eric La Casa unternommenen Recherchearbeit, für die sie Tonaufnahmen machten zur Dokumentation menschlicher, ökologischer, historischer und industrieller Manifestationen in ehemals bedeutenden Hafenstädten wie Elefsina (bei Athen), Abu Dhabi, Singapur, Beirut oder Porto. Dabei hielt sich Atoui stets in unmittelbarer Nähe zum oder gar unter Wasser auf, um mit vielfältigen Aufnahmetechniken den Klang des Meeres, der Hafenanlagen und von Materialien wie Metall, Stein oder Holz aufzunehmen.

Die Ausstellung Waters’ Witness wurde zuerst im Jahr 2020 im Fridericianum in Kassel gezeigt. Dabei wurden die Aufnahmen der ersten beiden Häfen des Projekts I/E (Elefsina, 2015 und Abu Dhabi, 2017) zusammengeführt. Die in dem Athener Vorort aufgenommenen Klänge erschienen „dumpf, wie in Watte gepackt“, während der Hafen von Abu Dhabi, wo große Mengen Baumaterialien wie Stahl und Rohre lagerten, „helle, scharfe und klare Töne“ lieferte. Beide Atmosphären waren in der Installation durch aus den jeweiligen Häfen stammende Materialien wahrnehmbar – die nun auch im Mudam gezeigt werden. Die Marmorblöcke aus Athen und die Stahlträger aus Abu Dhabi werden dabei wie Elemente einer Landschaft behandelt. Sie dienen zudem dazu, Klänge von sich zu geben, weshalb es den Besucher:innen erlaubt ist, sie zu berühren.

Ein weiterer zentraler Bestandteil der Arbeit des Künstlers besteht im Bauen von Musikinstrumenten, die er in enger Zusammenarbeit mit Komponist:innen und Handwerker:innen fabriziert. Einige von ihnen sind Teil einer eigens für diese Ausstellung entstandenen Komposition. Der Rotator (2019) zum Beispiel beruht auf dem Prinzip eines Magneten und ist in der Lage, andere Instrumente durch elektro-akustische Kettenreaktionen zum Klingen zu bringen. Das unter einer Glaskuppel präsentierte Lithophone (2014) wurde aus Vulkangestein hergestellt und wird durch das Reiben eines kleineren Steines auf seiner Oberfläche gespielt.

Für die zweite Station der Ausstellung in der Fundação de Serralves in Porto 2022 entwarf Atoui eine Reihe von Holzbehältern für pflanzlichen Kompost, die auch im Mudam zu sehen sind. Sie sind von der Umgebung des Hafens von Leixões bei Porto inspiriert, wo der Künstler angehäuftes Material und industrielle Abfälle sah, die auf ihren Export warteten. Zu dieser Komposition gehören die zufälligen Klänge, die das übrig gebliebene organische Material in Echtzeit generiert und die sich über die Dauer der Ausstellung beständig verändern werden.

Zusätzliche, vom Mudam produzierte Elemente erweiterten und ergänzen das sich kontinuierlich entwickelnde Projekt, hauptsächlich in Form neuer Marmorskulpturen. Diese wurden von libanesischen Handwerkern angefertigt, deren Werkstätten sich in der Nähe des Hafens von Beirut befanden, wo sich am 4. August 2020 eine große Explosion ereignete. Ihre Präsenz ist insofern eine physische Spur von etwas, das nicht mehr existiert. Erst vor kurzem wurden die Skulpturen in Beirut für eine Reihe von Performances verwendet, die von der dortigen Non-Profit Organisation Ashkal Alwan gemeinsam mit Atoui und einer Gruppe Studierender der Orphan Welfare Society aus der libanesischen Stadt Sidon sowie von Eric La Casa und dem Schlagzeuger Akram Hajj organisiert wurden.

Sensibel gegenüber der für seine eigene, die arabische Kultur so zentralen Tradition der mündlichen Überlieferung, lehnt es Atoui ab, „Werke aufzuzeichnen: zunächst um zu verhindern, dass Ideen, die eigentlich der Allgemeinheit gehören, zum Eigentum einer einzelnen Person werden, und dann, um den Dingen die Möglichkeit zu geben, sich zu verändern und sich an ihre Zeit und ihren Ort anzupassen, ja sogar von einer Zivilisation in eine andere zu wandern.“ Mit Waters’ Witness kreiert Atoui eine Klanglandschaft, die unterschiedliche geografische und symbolische Wirklichkeiten miteinander verbindet. Es gelingt ihm, Raum und Zeit für neue Begegnungen, für einen neuen Austausch und vor allem für neue immaterielle Verbindungen zu schaffen, wie bei einer Hafenstadt, die erklärtermaßen unterschiedlichen Einflusssphären unterliegt und ein Maß ist für Wachstum und Wandel.

Biographie
Tarek Atoui (1980, Beirut) kam 1998 nach Frankreich, um elektro-akustische Musik zu studieren. Er hatte Ausstellungen in der Fundação de Serralves, Porto (2022 und 2018); The Contemporary Austin (2022); Fridericianum, Kassel (2020); NTU Centre for Contemporary Art, Singapur (2018); Mirrored Gardens, Guangzhou (2017); Tate Modern, London (2016); Fondation Louis Vuitton, Paris (2015) und in der Serpentine Gallery, London (2012). Seine Arbeit wurde im Rahmen von bedeutenden Gruppenausstellungen präsentiert, darunter die 13. Gwangju Biennale (2021); der Printemps de septembre, Toulouse (2018); die 58. Biennale in Venedig (2017); die 11. und 9. Sharjah Biennale (2013, 2009) sowie die dOCUMENTA 13 (2012). Atoui ist Preisträger des 2022 Suzanne Deal Booth / FLAG Art Foundation Prize. Er lebt und arbeitet in Paris.

Kuratorin: Joel Valabrega, Sarah Beaumont
Recherche und Produktion: Alan Affichard, Javier Caro, Igor Porte
Sound Komposition: Jad Atoui, Tarek Atoui
Studioassistent: Thomas Besset
Instrumente für diese Komposition:
The Rotator und The Duofluctus von Sergey Filatov
The Lithophone von Serge Durin
The Trichord von Tarek Atoui und Glenn Marzin
Fotos: Alexandre Guirkinger

Tarek Atouis Ausstellung Waters’ Witness entstand in Zusammenarbeit mit dem Fridericianum, Kassel, und der Fundação de Serralves, Porto.

Die Ausstellung wird von Performances von Tarek Atoui und geladenen Musiker·innen begleitet.

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Ausstellung

Mudam Sammlung

Die bedeutendste Sammlung für Gegenwartskunst in Luxemburg

Inhaltlich wie konzeptuell konsequent international, umfasst sie beinahe 700 Werke aller Medien von Künstlern aus Luxemburg und der ganzen Welt.

Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine Ausnahme bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1931 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2002 durch das Mudam erworben wurde.

Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine Ausnahme bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1931 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2002 durch das Mudam erworben wurde.

Nancy Spector (Artistic director – Chief Curator des Solomon R. Guggenheim Foundation in New York), Daniel Birnbaum (Direktor des Acute Art in London) und Adam Szymczyk (künstlerischer Leiter der Documenta 14) sind Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Mudam Sammlung bis 2020, zusätzlich zu Paul die Felice, der dort den Verwaltungsrat vertritt. Das Komitee wird geleitet von Suzanne Cotter, der Direktorin des Mudam.

Werke der Sammlung die aktuell im Mudam ausgestellt sind

Stephan Balkenhol, Portaits de SS.AA.RR. Le Grand-Duc Jean et La Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte
Ronan & Erwan Bouroullec, Mudam Café
Thomas Hirschhorn. Flugplatz Welt/World Airport
Suki Seokyeong Kang
Michel Paysant, Nano-portraits de SS.AA.RR. le Grand-Duc Henri et la Grande-Duchesse Maria Teresa
Recent Donations and Long-Term Loans
Martin Szekely, Lobby
Bert Theis, Drifters
Su-Mei Tse, Many Spoken Words
Worlds in Motion
Werke der Sammlung die aktuell im Park Dräi Eechelen ausgestellt sind

Maria Anwander, The Present
Nairy Baghramian, Beliebte Stellen/Privileged Points
Andrea Blum, gardens + fountains + summer café
Fernando Sánchez Castillo, Bird Feeder
David Dubois, Chênavélos & Bancs-terre
Ian Hamilton Finlay, HUIUS SECULI CONSTANTIA ATQUE ORDO INCONSTANTIA POST ERITATIS A ST.J

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3 Ausstellung

Enfin seules

Fotografien aus dem Archive of Modern Conflict

Enfin seules (Endlich allein) präsentiert eine Auswahl von über zweihundert Bildern aus dem Archive of Modern Conflict. Dieses 1992 in London gegründete Archiv beschreibt sich selbst als „Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.“ Von seinem ursprünglichen Fokus auf die Geschichte von Konflikten erweiterte es sich in etwas, das mehr einem Laboratorium ähnelt als einem herkömmlichen Archiv. Heute gehört es zu den größten Fotosammlungen der Welt mit über acht Millionen Bildern, mit Veröffentlichungen und Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Mit Fotografien aus allen Kontinenten und einem zeitlichen Umfang, der von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre reicht, bietet Enfin seules einen neuen Blick auf die Welt der Pflanzen in all ihrer Vielfalt und individuellen Besonderheit. Die ausgestellten Fotos spiegeln die Vielseitigkeit der Sammlung und präsentieren die Vorstellung einer Welt, in der alle Tiere von der Erde verschwunden sind.

Enfin seules ist eine immersive Ausstellung, die sich um einen zentralen, höhlenartigen Raum herum entwickelt. Die Wände der Ausstellung sind mit stark vergrößerten Fotos aus dem Archiv tapeziert. Aus Bildern von Blumen, Pilzen, Baumstämmen, Farnen, Tropfsteinen und Nordlichtern entsteht ein Panorama von Pflanzen, Felsen und Lichtern, welches den Hintergrund bildet für die Auswahl historischer und neuerer Abzüge. So stehen Werke bekannter Künstler und Fotografen neben Fotos von Botanikern, Astronomen, Mathematikern und anderen Wissenschaftlern wie auch neben solchen von begeisterten Laien und Unbekannten, die eine Zeitspanne von mehreren Generationen umfassen und zahlreiche fotografische Techniken und Prozesse repräsentieren.

The Archive of Modern Conflict hatte Ausstellungen bei: PHotoESPAÑA, Madrid (2018); Les Rencontres d’Arles (2018 und 2017); in der Tate Modern, der Hayward Gallery, London (2014), dem Museum of Contemporary Art Toronto (2013) und bei Paris Photo (2012). Ihr preisgekrönter Verlag AMC Books veröffentlichte bereits über 70 Bücher und unterhält auch eine Zeitschrift: AMC2.

Der Europäische Monat der Fotografie (EMOP) ist ein Netzwerk einzelner Fotofestivals, die alle zwei Jahre in Berlin, Lissabon, Luxemburg, Paris und Wien stattfinden. In diesem Zusammenschluss werden Partnerschaften der internationalen Fotoszene gestärkt, der Austausch gefördert und junge Künstler unterstützt. Der Europäische Monat der Fotografie in Luxemburg wird organisiert von Café-Crème asbl.

Mit Fotografien von:
Anna Atkins (1799, Tonbridge – 1871, Halstead), Paul Marcellin Berthier (1822, Paris – 1912, Paris), Brassaï (1899, Brașov – 1984, Beaulieu-sur-Mer), Adolphe Braun (1812, Besançon – 1877, Dornach), Fred Payne Clatworthy (1875, Dayton – 1953, Estes Park), Thomas Joshua Cooper (1946, San Francisco), William Craven (1809, London – 1866, Scarborough), Maxim Petrowitch Dmitriew (1858, Powalischino – 1948; Nischni Novgorod), Henry John Elwes (1846, Cheltenham – 1922, Cheltenham), Dmitri Ermakov (1845, Tiflis –1916, Tiflis), Amelia Elizabeth Gimingham (1833, London – 1918, Axbridge), Fay Godwin (1931, Berlin – 2005, Hastings), Conrad Theodore Green (1863, Kirkburton – 1940, Birkenhead), Petr Helbich (1929, Prag), John Karl Hillers (1843, Hannover – 1925, Washington D.C.), Frederick Hollyer (1838, London – 1933, Blewbury), Bertha Jaques (1863, Covington – 1941, Chicago), Edward Dukinfield Jones (1848, Derby – 1938, Los Angeles), August Kotzsch (1836, Dresden – 1910, Dresden), Axel Lindahl (1841, Mariestad – 1907, Södertälje), Lee Miller (1907, Poughkeepsie – 1977, Chiddingly), Paul-Émile Miot (1827, Trinidad – 1900, Paris), Charles Nègre (1820, Grasse – 1880, Grasse), Ferdinand Quénisset (1872, Paris – 1951, Juvisy-sur-Orge), Willy Ronis (1910, Paris – 2009, Paris), Jaroslav Rössler (1902, Smilov – 1990, Prag), José María Sert (1874, Barcelona – 1945, Barcelona), Carlo Baldassare Simelli (1811, Stroncone – nach 1877), Fredrick Carl Størmer (1874, Skien – 1957, Oslo), Josef Sudek (1896, Kolín – 1976, Prag), Graham Sutherland (1903, London – 1980, London), Eugen Wiškovský (1888, Dvůr Králové nad Labem – 1964, Prag) und Shikanosuke Yagaki (1897, Kyoto – 1966).

Ausstellungskonzept: Timothy Prus (Archive of Modern Conflict)

Kuratoren:
Timothy Prus
Assistiert von Ed Jones, Luce Lebart, Giulia Shah und Michelle Wilson
Michelle Cotton
Assistiert von Sarah Beaumont und Christophe Gallois

Ausstellungsdesign: Polaris Architects

Die Ausstellung wurde vom Archive of Modern Conflict für das Mudam konzipiert, im Rahmen des Europäischen Monats für Fotografie (EMOP).

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Bewertungen & Berichte Enfin seules

19.05.21, 23:32, KP Enfin seules heiß endlich allein

Die älteste Künstlerin dieser Ausstellung wurde 1799 geboren. Das ist insofern etwas Besonderes, weil es um Fotografie geht und die Fotografie erst um 1820 erfunden wurde. Enfin seules heiß endlich allein und ist der Name der Ausstellung mit Werken des Archive of Modern Conflict. Diese Archiev, dass sich zunehmend selbst zu einem Laboratorium rund um die Fotografie entwickelt, versteht sich selbst als “Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.” Und da liegt einiges wie diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) im Mudam Luxembourg Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg stattfindet.

19.05.21, 23:32, KP Enfin seules heiß endlich allein

Die älteste Künstlerin dieser Ausstellung wurde 1799 geboren. Das ist insofern etwas Besonderes, weil es um Fotografie geht und die Fotografie erst um 1820 erfunden wurde. Enfin seules heiß endlich allein und ist der Name der Ausstellung mit Werken des Archive of Modern Conflict. Diese Archiev, dass sich zunehmend selbst zu einem Laboratorium rund um die Fotografie entwickelt, versteht sich selbst als “Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.” Und da liegt einiges wie diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) im Mudam Luxembourg Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg stattfindet.

19.05.21, 23:32, KP Enfin seules heiß endlich allein

Die älteste Künstlerin dieser Ausstellung wurde 1799 geboren. Das ist insofern etwas Besonderes, weil es um Fotografie geht und die Fotografie erst um 1820 erfunden wurde. Enfin seules heiß endlich allein und ist der Name der Ausstellung mit Werken des Archive of Modern Conflict. Diese Archiev, dass sich zunehmend selbst zu einem Laboratorium rund um die Fotografie entwickelt, versteht sich selbst als “Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.” Und da liegt einiges wie diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) im Mudam Luxembourg Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg stattfindet.

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Mudam Luxembourg

Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).
Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei

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Bewertungen & Berichte Mudam Luxembourg

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