Ausstellungen / Museum
Lëtzebuerg City Museum Museum für Stadtgeschichte
Luxemburg, 14, rue du Saint-Esprit
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Weltkulturerbe
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Völklinger Hütte
Völklinger Hütte
Industrie, Kultur, Geschichte, Kunst und Natur im UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte
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Römische Villa Nennig
Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Wegen des prachtvollen Mosaikbodens, der zu den spektakulärsten seiner Art nördlich der Alpen zählt, ist die Römische Villa in Nennig das bedeutendste Architekturdenkmal aus römischer Zeit im Saarland. Die Motive des Mosaiks sind in einer einzigartigen Qualität erhalten und weltweit bekannt. Sie zeigen in acht symmetrisch angeordneten Bildfeldern den Ablauf eines Spektakels im Amphitheater. An die zweigeschossige Villa aus dem 1. Jh. n. Chr. schloss sich eine ca. 250 m lange Halle an, deren Außenwände bemalt waren. Diese schloss an den Enden jeweils mit einem Rundbau ab. Die Funktion dieser Halle ist ungeklärt. Ein großzügiges Badgebäude wurde in ca. 200 m Entfernung zur Villa entdeckt. Zu dieser luxuriösen und repräsentativen Villa gehörte weiterhin ein vorgelagerter Wirtschaftsbereich. An einer Straße reihten sich hier Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Sammlung Im Jahr 1852 entdeckte ein Landwirt zufällig das 10,30 m x 15,65 m großen Fußbodenmosaik, das zu einer repräsentativen Eingangshalle einer Villa gehörte. Aus etwa drei Millionen Mosaiksteinchen zusammengesetzt wirkt es beeindruckend realistisch. Es zeigt ein lebendiges Bild vom Ablauf des von den Römern „munus“ genannten Spektakels im Amphitheater. Die zur Darstellung gebrachten Szenen aus einer Kampfarena gruppieren sich um ein Marmorbecken und um das große viereckige Gladiatorenbild. Sie sind in geometrische und florale Motive eingebettet. Der Nenniger Bildteppich gehört zu den wenigen und den eindrucksvollsten Beispielen gallorömischer Mosaikkunst, die noch am Fundort in seiner ursprünglichen Position gezeigt werden. Dazu trägt auch das Schutzgebäude bei, das bereits 1853 errichtet wurde.
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Saarlandmuseum - Museum in der Schlosskirche
Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Als Bestandteil der Alten Sammlung zählt die Schlosskirche, die erstmals 1476 erwähnt wurde, zu den wenigen mittelalterlichen Zeugnissen in Saarbrücken. Seit 1575 ist sie evangelisches Gotteshaus. Im Zweiten Weltkrieg erfuhr sie schwerste Schäden. So wurde nach dem Kriege das eingestürzte Kreuzrippengewölbe durch eine schlichte, einfache Flachdecke ersetzt. Von ganz besonderer Tragik ist, dass der Apostelzyklus von Jacques Pierrard de Coraille (1670-1725/26) den Weltkrieg zwar überstanden hatte, aber nach dem Krieg bewusst zertrümmert wurde. Erhalten blieben nur fünf Fragmente, die seit 2004 im Langhaus präsentiert werden. Dieses Jahr markiert denn auch die Eröffnung der neu eingerichteten Schlosskirche als Museum, in der seitdem zahlreiche mittelalterliche Kleinfunde gezeigt werden. Abgesehen davon liegt ein großer Schwerpunkt der Sammlung in den mittelalterlichen Skulpturen, insbesondere in denen lothringischer Madonnen (14. Jahrhundert). Unübersehbar stellen die beiden erhaltenen Monumentalgrabdenkmäler von Jacques Pierrard de Coraille (1699-1700) sowie das spätbarocke Grabmal des Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken - Auftraggeber des Schlossneubaus (seit 1748) - einen Höhepunkt dar. Die Schlosskirche ist zudem Grablege verschiedener Grafen und die der beiden Fürsten von Nassau-Saarbrücken.
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Saarlandmuseum - Alte Sammlung
Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Die heute zum Saarlandmuseum gehörige Alte Sammlung ist in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts aus dem Saarbrücker Heimatmuseum hervorgegangen. Seine Gründung sollte mit den entsprechenden Sammlungsgegenständen den „Beweis“ antreten, dass die Saargegend kulturell zu Deutschland und nicht zu Frankreich gehörte, unter dessen Mandat die Saargegend nach dem Ersten Weltkrieg gestellt wurde. Die Sammlung zeigt zahlreiche Kunstwerke, die für die Saarbrücker Stadtgeschichte von allergrößter Bedeutung sind. Der Schwerpunkt dabei liegt auf der Fürstenzeit und den Jahren der Revolutions- und napoleonischen Kriege. Dies ist in erster Linie dem ehemaligen Saarbrücker Hofmaler Johann Friedrich Dryander (1756-1812) zu danken. Dryander hatte ein Talent, mit seinen Bildnissen eine Chronik der jüngeren Stadtgeschichte zu erzählen, beginnend mit den Porträts der Fürsten und nach der Französischen Revolution der Mitbürger*innen, die nach den Wirren der Kriege ins Großbürgertum aufgestiegen waren. Die Sammlung beherbergt zahlreiche Abbildungen dieser Saarbrücker „Stahlbarone“, so etwa die Familien Stumm und Krämer, die maßgeblich von dem Maler Louis Krevel (1801-1876) angefertigt wurden. Ein weiterer Schatz ist die Sammlung überragender Porzellanarbeiten aus Frankenthaler, Hoechster oder Ottweiler Manufakturen sowie einige ganz besondere Werke von Carl Blechen, Spitzweg und Lenbach. Zu den digitalisierten Beständen der Modernen Galerie gelangen Sie hier. Verfeinern Sie Ihre Suche, indem Sie Ihre Suchbegriffe ergänzen. Wir wünschen viel Freude bei Ihren Erkundungen! Ein besonderes highlight aus der Sammlung ist Der Brand des Saarbrücker Schlosses am 7. Oktober 1793 von Johann Friedrich Dryander (1756-1812). Nachdem der Adel in Wegfall geriet, konnte sich der ehemalige Hofmaler Dryander auch eine Vielzahl französischer Soldaten als Auftraggeber sichern, deren Namen er minutiös in seinem Auftragsbüchlein festhielt. Eine bildkünstlerische Cimelie für die Saarbrücker Stadtgeschichte liefert seine Darstellung des Saarbrücker Schlossbrandes. Das gerade einmal rund 50 Jahre alte Saarbrücker Barockschloss wurde an jenem Tag ein Raub der Flammen. Auch wenn die Bürger von Alt-Saarbrücken und St. Johann versuchten, das Feuer zu löschen, brannte der Nordtrakt sowie das Corps de Logis bis auf die Umfassungsmauern nieder. Überliefert ist, dass sich im Schlosshof ein Munitionswagen befand, der wohl aus Unachtsamkeit seitens der französischen Soldaten, die sich dort aufgehalten haben, in Brand geriet. Zu erwähnen ist, dass Dryander das Gemälde erst Jahre später, zwischen 1795 und 1798, gemalt hat. Aus diesem Grund ist anzunehmen, dass es sich hier nicht um ein Auftragswerk gehandelt haben mag, vielmehr hat der Künstler dieses denkwürdige Ereignis eher zum eigenen Gedächtnis gemalt, so wie er das häufiger praktiziert hat. Interessant ist die Darstellung des halbrunden, durch Pfeiler akzentuierten Platzes, von wo aus die Alte Brück von St. Johann nach Alt-Saarbrücken führt. Wie die meisten Baudenkmäler aus der Vergangenheit existiert auch diese Architektur in Saarbrücken nicht mehr, was das Gemälde umso bedeutender für die Nachwelt werden lässt.
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Museum für Vor- und Frühgeschichte
Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Im Museum für Vor- und Frühgeschichte werden die bedeutenden archäologischen Funde des Saarlandes präsentiert. Waffen, Geräte, Schmuck, Keramikgefäße, Gemälde sowie Plastiken aus Stein und Bronze erzählen die jahrtausendealte Geschichte der Region und belegen deren zentrale Lage im europäischen Geflecht von Kultur, Handel und Wirtschaft. Steinzeitliche Funde bilden den Beginn des Rundganges im Erdgeschoss. Erst mit der Bronzezeit setzt eine dichtere Besiedlung der Region ein. Hort- und Grabfunde sind typisch für diese Epoche. Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf der Zeit der Kelten und Römer. Aus diesen Epochen sind herausragende Funde der Landes-Archäologie ausgestellt: etwa das „Fürstinnengrab“ aus Reinheim, die Wandmalereien aus einer römischen Villa von Mechern oder Bronzestatuetten aus Schwarzenacker. In der Schlosskirche sind Funde aus dem Mittelalter ausgestellt. Sammlung Im Jahr 1954 wurde bei Reinheim im Saar-Pfalz-Kreis ein Grab mit außergewöhnlich reichen Beigaben freigelegt: Gold-, Glas-, Ölschiefer-, Bernstein- und Bronzeschmuck, ein Trinkservice aus Bronze und Gold sowie ein Spiegel. Offenbar war hier vor ca. 2.400 Jahren eine hochrangige Dame (eine „Fürstin“) bestattet worden. Die Weinkanne und der Schmuck gehören zu den berühmtesten Objekten der europäischen „Latène-Zeit“. Die Grabausstattung bezeugt die intensiven Kontakte einer elitären Oberschicht zum Mittelmeerraum. Sie importierte Luxusgüter und beschäftigte hoch qualifizierte Kunsthandwerker. Beeinflusst von griechisch-etruskischen Vorbildern schufen diese einen neuen Kunststil. Die goldenen Arm- und Halsreifen zeigen an den Enden menschliche Gesichter und maskenartige Löwenköpfe, die für diese keltische Kunst typisch sind. Deren Bedeutung lässt sich nur erahnen, vermutlich handelt es sich um mythische Wesen oder Gottheiten.
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Moderne Galerie
Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Klassische Moderne Die Sammlung der Klassischen Moderne spiegelt vor allem den produktiven Austausch der in Deutschland und Frankreich wirkenden Avantgarde-Strömungen vom Impressionismus bis in die Kunstproduktion der 1960er Jahre wieder. Zu den herausragenden Werkkomplexen zählen die Gemälde der Berliner Sezession mit Max Liebermann, Lovis Corinth und insbesondere Max Slevogt. Daneben prägen hochrangige Gemälde und Skulpturen des deutschen Expressionismus das Profil der Saarbrücker Bestände. Hauptwerke von Max Beckmann finden sich ebenso wie solche der Bauhaus-Meister Oskar Schlemmer, Lyonel Feininger oder László Moholy-Nagy. Umfangreiche Werkkonvolute von Albert Weisgerber und Hans Purrmann verdankt das Haus der 1982 eingegliederten Sammlung Kohl-Weigand. Mit der prominent vertretenen Malerei des Informel ebenso wie mit dem Nachlass des Bildhauers Alexander Archipenko beherbergt das Saarlandmuseum einzigartige Werkgruppen. Im Skulpturenpark der Modernen Galerie am Saarufer findet sich zudem ein Ensemble von Monumentalplastiken, dessen Spektrum von Aristide Maillols Vénus sans bras (1920) über Anthony Caros Panama (1976/80) bis hin zu Pae Whites Torrance (2017) reicht. Zu den digitalisierten Beständen der Modernen Galerie gelangen Sie hier. Verfeinern Sie Ihre Suche, indem Sie Ihre Suchbegriffe ergänzen. Wir wünschen viel Freude bei Ihren Erkundungen! Grafische Sammlung Die Grafische Sammlung ist der Ursprung der heutigen Sammlung des Saarlandmuseums. 1925 von Fritz Grewenig als Lehr- und Studiensammlung für die Staatliche Schule für Kunst und Kunstgewerbe in Saarbrücken gegründet, umfasst die Sammlung der Kunst auf Papier mittlerweile etwa 12.500 Zeichnungen und Druckgrafiken. Davon gehen rund 8.500 Blatt auf die 1980 eingegliederte Privatsammlung Kohl-Weigand zurück, eine der bedeutendsten privaten Kollektionen im südwestdeutschen Raum. Schwerpunkte der Sammlung liegen auf dem deutschen und französischen Impressionismus (Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth, Edouard Manet, Auguste Renoir) und dem deutschen Expressionismus der Brücke (Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde), ergänzt von größeren Werkkomplexen renommierter Künstler*innen der Zwischen- und Vorkriegszeit (Marc Chagall, Max Beckmann, James Ensor, Albert Weisgerber, George Grosz, Hans Purrmann, Max Ernst, Käthe Kollwitz, u.a.). Nach 1945 prägt das Informel die Neuzugänge (Gerhard Hoehme, Emil Schumacher, KRH Sonderborg, Karl Otto Götz). Der Nachlass von Fritz Zolnhofer wird ebenso in der Grafischen Sammlung verwahrt wie große Konvolute der saarländischen Künstler Leo Grewenig und Edgar Jené. Die Grafische Sammlung verfügt über einen Vorlegeraum. Die digitalisierten Bestände der Grafischen Sammlung finden Sie hier. Sie können Ihre Recherche verfeinern, indem Sie Ihre Suchbegriffe in der Suchzeile ergänzen. Wir wünschen viel Freude bei Ihren Erkundungen! Fotografische Sammlung Die Fotografische Sammlung umfasst derzeit einen hochkarätigen Bestand von 24.667 Abzügen und etwa ebenso vielen Bildern auf Diapositiv- und Negativmaterial. Sie gehört zu den ältesten in einem Museum für moderne Kunst in dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik. Ihre Entstehung hängt auf das Engste zusammen mit dem Wirken Otto Steinerts, der als Hochschullehrer für Fotografie aber auch als Initiator der 1951 ins Leben gerufenen subjektiven fotografie internationale Bekanntheit und Einfluss erlangte. Seit 1994 wird der Nachlass der Fotografin Monika von Boch in der Fotografischen Sammlung betreut und erforscht. Sie studierte bei Otto Steinert in der Fotoklasse der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Große Teile des Nachlasses von Edith Buch-Duttlinger befinden sich in der Sammlung. Als Steinerts Assistentin nahm sie aktiv Anteil an der Vorbereitung Ausstellung subjektive fotografie 1951. Weitere Schwerpunkte der Sammlung sind Surrealismus, Bauhaus, Neue Sachlichkeit und zeitgenössische Fotografie. Die zeitgenössische Fotografie ist vertreten mit Arbeiten von Boris Becker, Sinje Dillenkofer, Sven Erik Klein, Hans-Christian Schink u. v. a.. Zu den Sammlungsschätzen zählt auch der beachtliche Bestand zur Fotografie des 19. Jahrhunderts: Portraitfotografien von sehr frühen Daguerreotypien über Salzpapierabzüge zu Ambro- und Ferrotypien, frühe Fotografien aus dem Heiligen Land von Auguste Salzmann, aus Konstantinopel und Griechenland von James Robertson und Philippos Margaritis, sehr frühe dokumentarische Fotografie wie ein erst jüngst wiederentdecktes Album mit Motiven aus Paris von Édouard Baldus sowie Industriemotive des Saargebietes von Carl Heinrich Jacobi aus den 1860er Jahren. Die digitalisierten Bestände der Fotografischen Sammlung finden Sie hier. Sie können Ihre Recherche verfeinern, indem Sie Ihre Suchbegriffe in der Suchzeile ergänzen. Wir wünschen viel Freude bei Ihren Erkundungen! Zeitgenössische Kunst Im zeitgenössischen Bereich stehen neben Positionen in allen klassischen Medien auch Videokunst und Performance sowie Installations-, Licht- und Klangkunst im Fokus, die seit den 1980er und 90er Jahren auch in Saarbrücken durch international renommierte Künstler*innen, wie Daniel Hausig, Katharina Hinsberg, Christina Kubisch, Marie-Jo Lafontaine, Marcel Odenbach, Ulrike Rosenbach u.v.a. etabliert und weiterentwickelt wurden. Besondere Akzente setzen außerdem aktuelle Werke, die für die großzügige Architektur des Erweiterungsbaus entstanden sind, wie Gregor Hildebrandts Ein Lied von Wiederkehr (2011), Michel Majerus Liebt Euch (1999), Jonathan Meeses Love Like Blood (2004) und Pae Whites An Allegory of Air – The Hungry Ghost (2017) oder die Klanginstallation Das Glashaus (2003) von Christina Kubisch. Der Ausbau dieser aktuellen Positionen ist eng verknüpft mit dem Ausstellungsprogramm der Stiftung, aus dem immer wieder zentrale Werke in die Sammlung aufgenommen werden, wie zuletzt Claire Morgans große Rauminstallation All of the Things I Have Ever Lost (2020/21). Skulpturengarten Die Moderne Galerie verfügt über einen großzügigen Skulpturengarten, der 1992 in seiner jetzigen Form angelegt wurde. Die dort gezeigten Werke repräsentieren wesentliche Positionen der Plastik des 20. und 21. Jahrhunderts, sowie zeitgenössische Werke. Besucher*innen erwartet u.a. Aristide Maillols Vénus sans bras, die in ihrer Figürlichkeit und klassischen Formensprache eine seit der Antike herrschende Bildhauertradition aufgreift, non-figurative Skulptur- und Raumkonzepte der Künstler*innen Katja Strunz, Matschingsky-Denninghoff und Olav Christopher Jenssen, gegenstandsbezogene Herangehensweisen bei Pae White, sowie Informelle Arbeiten wie die von Karl Otto Götz und Gregor Hildebrandts. Besucher:innen sind nicht nur dazu eingeladen, durch den Garten zu wandeln und die Werke zu betrachten, sondern sich der Macht ihres Blickes bewusst zu werden. Kein Werk steht frei von Kontext. Die hier ausgestellten Freiplastiken laden zur Gedankenspielerei ein, sollen auch und gerade in ihrem Umfeld gelesen werden, im Dialog miteinander.
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Bewegung Macht Geschichte
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Die Dauerausstellung „Bewegung Macht Geschichte“ eröffnet neue Perspektiven auf die Rohstoff-, Menschen- und Produktströme, die elementar mit der Geschichte der Völklinger Hütte verbunden sind. So führt der Weg der zur Eisenproduktion nötigen Erze im Laufe der Jahrzehnte nicht nur aus Lothringen und Luxemburg, sondern ab den 1960er-Jahren aus der ganzen Welt nach Völklingen. Geliefert wird spätestens ab der Nachkriegszeit weltweit. Ein bedeutendes Element der Ausstellung bildet die humane Mobilität in all ihren – auch den drastisch gewaltsamen – Facetten: von den Wanderarbeitern und verarmten Bauern aus der Großregion im 19. Jahrhundert, über das düstere Kapitel der Zwangsarbeiter:innen im Ersten und Zweiten Weltkrieg aus ganz Europa bis hin zur Arbeitsmigration der Wirtschaftswunderjahre aus Italien und der Türkei. Dreh- und Angelpunkt der Schau ist eine Filminstallation, die umfangreiches Archivmaterial und 3-D-Elemente zu einer prägnanten Hütten-Geschichte in zeitgemäßer Bildsprache montiert.
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X-RAY - Die Macht des Röntgenblicks
Weltkulturerbe Völklinger Hütte
X-RAY ist die erste Ausstellung überhaupt, die sich umfassend dem Phänomen der Röntgenstrahlen und den zahlreichen kulturellen und künstlerischen Aspekten des Röntgenblicks widmet. Auf der Basis des weiten Spektrums der Röntgentechnik – vom ersten Röntgenbild über historische Röntgengeräte der Medizin und Naturwissenschaften bis hin zum aktuellsten Röntgen-Satelliten der Weltraumforschung – beleuchtet die Schau insbesondere die kreativen Wechselwirkungen des Röntgenblicks in Kunst und Kulturgeschichte, Politik, Natur, Literatur und Architektur, Musik, Mode und Kino. Am 8. November 2025 ist es auf den Tag genau 130 Jahre her, dass Wilhelm Conrad Röntgen in seinem Würzburger Labor die X-Strahlen erstmals bewusst als bislang unbekanntes Phänomen wahrnimmt. Nur wenige Wochen danach verbreitet sich diese bahnbrechende Entdeckung wie ein Lauffeuer um den Erdball und inspiriert nicht nur Wissenschaftler:innen, sondern sofort auch bildende Künstler, Musiker, Filmemacher und Karikaturisten. Diese Faszination ist bis heute ungebrochen, wie der als Erlebnislandschaft gestaltete X-RAY-Parcours zu zeigen vermag: Er vereint in der Industriekathedrale der Gebläsehalle eine Röntgen-Kapelle von Wim Delvoye ebenso wie ein transparentes Backstein-Labyrinth von Cris Bierrenbach, einen Catwalk mit Röntgen-Mode und ein Kino für X-RAY-Filme. In 18 Kapiteln entfaltet sich ein höchst welthaltiges Panorama der Moderne und Gegenwart: Marie Curie trifft hier auf Claude Cahun, Frida Kahlo, Isa Genzken und Iris van Herpen; John Heartfield auf Edvard Munch, Mies van der Rohe, Thomas Mann und William Wegman. X-RAY macht das Unsichtbare sichtbar und Kunst und Wissenschaft zum Erlebnis. „Röntgenstrahlen durchdringen unsere Moderne und Gegenwart auf ganz besondere Art und Weise: Dank ihrer erfahren wir Medizin, Politik, Geschichte, Kunst und Natur, ja selbst Geschlechterrollen neu. Wir blicken buchstäblich auf sonst verborgene Tiefenschichten unser selbst und unserer Umwelt – von den Molekülen und Kodierungen unserer Körper bis hin zu den entferntesten Galaxien des Weltraums“, so Kurator Dr. Ralf Beil. DAS RAHMENPROGRAMM Zur Ausstellung realisiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zahlreiche Führungen sowie Workshops für Kinder und Jugendliche zu politisch, wissenschaftlich, künstlerisch oder biografisch orientierten Themen: „Macht und Gewalt des Röntgenblicks“, „Wie Röntgenstrahlen Wissenschaft und Welt verbinden“, „Durchleuchtet – Meinem Inneren auf der Spur“ sowie „Auf der Suche nach Mister X“. Ferner ist in Kooperation mit dem Kino 8 ½ und dem Filmhaus Saarbrücken ein X-RAY Filmprogramm zu sehen.
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Andrea Mancini & Every Island
Mudam Luxembourg
Ursprünglich für den luxemburgischen Pavillon auf der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia (2024) konzipiert, ist die Installation "A Comparative Dialogue Act" das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen dem luxemburgischen Künstler und Musiker Andrea Mancini (1989) und dem multidisziplinären Kollektiv Every Island, das 2021 in Brüssel gegründet wurde. An der Schnittstelle von bildender Kunst, Performance und Musik konzipiert das Werk den Ausstellungsort als Ort der Produktion und des gemeinsamen Experimentierens mit anderen Künstler:innen und erweitert so den Begriff des kollektiven Kunstwerks. Hier verschmelzen Klang und Raum: Die räumlichen Elemente – Boden und Wände – werden zu Klanginstrumenten, die nach und nach ein eindringliches und kollektives Erlebnis schaffen. Der Titel der Ausstellung fasst den experimentellen Charakter des Projektszusammen: eine Erkundung verschiedener Klang- und Musiksprachen, die das Potenzial von Klang als Werkzeug der Verhandlung, Intervention und Kontamination aufzeigt. Während der Ausstellung wird die Installation durch eine Reihe von kurzen Performances ergänzt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Artistes en résidence au Mudam : Cucina Povera - Performance d’ouverture : 25 septembre 2025, 20:30 - Répétition : 26 septembre 2025 - Performance : 27 septembre 2025, 16:30 bela - Répétition : 6-7 novembre 2025 - Performances : 8-9 novembre 2025, 16:30 Thomas Lea Clarke - Répétition : 15-16 janvier 2026 - Performances : 17-18 janvier 2026, 16:30 Artistes en résidence à la Biennale di Venezia 2024: Bella Báguena, Célin Jiang, Selin Davasse and Stina Fors Biografien Andrea Mancini (1989, Luxemburg) ist in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig und erkundet als Künstler und Musiker in seinen Performances, Installationen und Videoinstallationen die Beziehung zwischen Raum, Individuum und Ton. Seine Werke wurden in der Kulturfabrik in Esch/Alzette (2024 und 2023), in den Rotondes in Luxemburg (2023), im Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain (2022 und 2021) sowie in der Cité internationale des arts in Paris (2021) gezeigt. Unter dem Künstlernamen Cleveland ist er DJ, produziert elektronische Musik und hat mehrere EPs beim Amsterdamer Label Kalahari Oyster Cult herausgebracht. Zudem hat er ein eigenes Label, Suzi. Andrea Mancini lebt und arbeitet in Brüssel. Das Kollektiv Every Island wurde 2021 gegründet und setzt sich heute aus Alessandro Cugola, Caterina Malavolti, Damir Draganić, Juliane Seehawer, Martina Genovesi und Astrid Lykke Nielsen zusammen. Every Island untersucht die Bedeutung von Performativität in der Architektur und erschafft vergängliche Installationen. Die Werke des Kollektivs wurden in verschiedenen Institutionen und bei Festivals gezeigt, unter anderem beim Horst Arts and Music in Vilvoorde (2024), im Bozar in Brüssel (2023), im MAD in Brüssel (2023), im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (2022), im Kunstencentrum Viernulvier in Gand (2022), beim Santarcangelo Festival in Rimini (2022) sowie auf dem Mont des Arts in Brüssel (2021). Every Island ist in Brüssel ansässig. Aktuell ist die Ausstellung A Comparative Dialogue Act von Andrea Mancini und Every Island im luxemburgischen Pavillon der 60. Biennale in Venedig zu sehen bis zum 24. November 2024.
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Eleanor Antin
Mudam Luxembourg
Eleanor Antin (1935 in New York) zählt zu den Pionierinnen der konzeptuellen und feministischen Kunst. Ihre medienübergreifende Praxis – von Fotografie, Film und Performance über Text, Installation und Zeichnung – verhandelt Identität und Macht in Erzählformen, die Persönliches und Historisches miteinander verweben. Immer wieder treten dabei fiktive Alter Egos auf: der King, die Ballerina oder die Krankenschwester – Figuren, die gesellschaftliche Rollenbilder und dominante historische Narrative subversiv unterlaufen. Die legendäre Fotoserie 100 Boots (1971–73), ein Roadmovie ohne Menschen, steht exemplarisch für Antins scharfen Witz, die Ironie und ihr politisches Gespür, die ihr Schaffen prägen. Carving: A Traditional Sculpture (1972) ist eine frühe feministische Reflexion über den weiblichen Körper – analysiert durch eine taxonomischer Linse, der auf patriarchale und koloniale Systeme verweist. Antins Praxis war und ist wegweisend für nachfolgende Künstlergenerationen, die mit Performance und Selbstinszenierung arbeiten. Die erste große Retrospektive seit 1999 – und die erste überhaupt in Europa – zeigt das Werk von Eleanor Antin in all seiner Vielschichtigkeit. Die Ausstellung macht deutlich, wie aktuell und wirkmächtig ihre Arbeit geblieben ist – seit den späten 1960er-Jahren bis heute, in einer Zeit, in der Fragen von Macht, Sichtbarkeit und Repräsentation mit neuer Dringlichkeit verhandelt werden. Biografie Die New Yorker Künstlerin Eleanor Antin (*1935) ist eine Schlüsselfigur, die aus den Konzeptkunstbewegungen der 1970er-Jahre hervorgegangen ist, und gilt bis heute als eine der bedeutendsten Stimmen der feministischen Kunst. Ihr bahnbrechendes Œuvre umfasst fünf Jahrzehnte und thematisiert Identität, Geschlecht, Autobiografie, Klasse und soziale Strukturen. Antin arbeitet interdisziplinär – von Installation, Malerei, Zeichnung und Schreiben bis hin zu Fotografie und Performance, die einen besonderen Schwerpunkt bilden. In den vergangenen fünfzig Jahren hat Antin ihre Arbeiten weltweit präsentiert und aufgeführt. Zahlreiche Einzelausstellungen widmeten sich ihrem Werk, darunter Multiple Occupancy: Eleanor Antin’s ‘Selves’, ICA, Boston (2014); Eleanor Antin: Historical Takes, San Diego Museum of Art (2008); Eleanor Antin: Real Time Streaming, Arnolfini, Bristol und Mead Gallery, Warwick (2001); Eleanor Antin Retrospective, Los Angeles County Museum of Art (1999) sowie Eleanor Antin: Selections from The Angel of Mercy, Whitney Museum of American Art, New York (1997). Ihre wegweisende Serie 100 Boots wurde 1975 erstmals im Museum of Modern Art, New York, gezeigt. Zuletzt waren Arbeiten Antins in bedeutenden Gruppenausstellungen zu sehen, etwa Chrysalis: The Butterfly Dream, Centre d’Art Contemporain, Genf (2023); Mapping an Art World, MOCA, Los Angeles (2023), und im Museum of Contemporary Art, San Diego (2023). Als Performancekünstlerin trat sie weltweit auf, u. a. bei der 37. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig (2005) und im Sydney Opera House (2002). Werke von Antin befinden sich in öffentlichen Sammlungen wie dem Art Institute of Chicago, dem Whitney Museum, dem Museum of Modern Art, dem Jewish Museum und dem San Francisco Museum of Modern Art. 2019 nahm Antin eines ihrer bedeutendsten Frühwerke, CARVING: A Traditional Sculpture, für die Ausstellung Time’s Arrow am LACMA neu auf; die Schau wanderte anschließend zum Art Institute of Chicago. Kuratorinnen: Bettina Steinbrügge, assistiert von Julie Kohn Exhibition Architecture by: Diogo Passarinho Studio Medienpartner: Le Monde
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Tiffany Sia - Baloise Art Prize 2024
Mudam Luxembourg
Tiffany Sia (1988, Hongkong), Gewinnerin des Baloise Art Prize 2024, untersucht in ihrem Werk die materiellen Eigenschaften von Film und deren Einfluss auf die Wahrnehmung von Raum. In ihrem Film The Sojourn (2023), der kürzlich in die Mudam-Sammlung aufgenommen wurde, reist sie nach Taiwan, um auf den Spuren des Martial-Arts-Filmregisseurs King Hu (1931-1997) zu wandeln. Sia schreibt in ihrem Buch On and Off-Screen Imaginaries (2024), dass Hu in seinen Kultfilmen „seinen Geburtsort Bejing heraufbeschwört, den er als Kind verließ und wohin er nie wieder zurückkehren konnte, und so eine Alte Welt ins Leben ruft, an die er sich erinnert“. In den nebelverhangenen Bergen Taiwans, in denen er viele seiner Filme drehte, fand er eine geeignete Kulisse. Für The Sojourn sammelte Sia die Eindrücke von Shih Chun (1935), dem Hauptdarsteller in Hus Film Dragon Inn (1967), der wie er 1949 aus China emigrierte. Chun erzählt, wie der Nebel die Darstellung des Massivs des Hehuanshan in Dragon Inn beeinflusste. So entstand Sias visuelle Mediation mit subtilen Verfremdungseffekten: Die Bilder werden auf eine unebene Oberfläche projiziert; eine Anspielung auf die sich allmählichen verändernden Erinnerungen der Exilierten. Biografie: Tiffany Sia (1988, Hong Kong) präsentierte ihre Werke in Einzelausstellungen im ajh.pm in Bielefeld (2023) sowie im Artists Space in New York (2021). Ihre Werke waren bei Gruppenausstellungen in der Fondazione Prada in Mailand (2023), im Museum of Modern Art in New York (2023), im Seoul Museum of Art (2022) sowie im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf (2022) zu sehen. Ihre Filme wurden bei Festivals wie dem Open City Documentary Festival in London (2024), dem TIFF Toronto International Film Festival (2024), der MoMA Doc Fortnight (2024 und 2021), dem Flaherty Film Seminar in Hamilton (2022), sowie dem New York Film Festival (2022 und 2021) gezeigt. 2024 erhielt sie den Baloise Art Prize; 2022 wurde sie mit dem George C. Lin Emerging Filmmaker Award ausgezeichnet. 2024 erschien ihre Publikation On and Off-Screen Imaginaries bei Primary Information. Tiffany Sia lebt und arbeitet in New York. Kuratorinnen: Marie-Noëlle Farcy, assistiert von Vanessa Lecomte
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Dauerausstellung
„Uhrmachers Haus”
Im Saarländischen Uhrenmuseum werden über 1.000 Objekte des Uhrmacherhandwerks und der Uhrmacherkunst gezeigt. Das Museum bietet einen Überblick über die Entwicklung der Zeitmessung der vergangenen 4.000 Jahre. Für fachkundige Erläuterungen stehen die Vereinsmitglieder gerne zur Verfügung. Für Gruppen und Schulklassen werden spezielle Führungen angeboten.
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