Im Jahr 1984 gegründet, hat sich das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival zum größten Festival für zeitgenössischen Tanz und Performance entwickelt. Alljährlich präsentiert es im Sommer ein einzigartig vielfältiges Programm mit Performances, Workshops, Research Projects und musikalischen Acts.
Ausgewählte Produktionen gehen am 6. Mai 2026 in den Vorverkauf, Tickets für alle weiteren Performances sind ab 9. Juni 2026 erhältlich.
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ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival Museumstraße 5/21 A-1070 Wien
Anne Teresa De Keersmaeker, Radouan Mriziga, Amandine Beyer / Rosas, A7LA5, Gli Incogniti (BE & BE/MA & FR)
Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione
Wenn sich die weltpolitische Lage eintrübt, gerät der Klimawandel vorerst aus dem Fokus. Aber das verändert keine Note in Antonio Vivaldis Violinkonzerten Die vier Jahreszeiten (1725), und schon gar nicht schwächt es die Dringlichkeit von Problemen wie Erderhitzung und Polareisschmelze. Das gibt der Rückkehr von Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione („Der Wettstreit zwischen Harmonie und Erfindung“) zu ImPulsTanz seine eminente Bedeutung. Diesmal gastiert diese Erfolgsproduktion der belgischen Compagnie Rosas im Burgtheater, und zwar mit Live-Musik des gefeierten siebenköpfigen Ensembles Gli Incogniti inklusive seiner Meisterviolinistin Amandine Beyer. Anne Teresa De Keersmaeker und Co-Choreograf Radouan Mriziga entwickeln so eine brillante und erstaunliche tänzerische Interpretation dieses Klassik-Schlagers vor aktuellem Hintergrund: Durch Vivaldis dekonstruierte Jahreszeiten reisen vier herausragende Tänzer, begleitet unter anderem von einem Gedicht der somalischen Künstlerin Asmaa Jama: „Es ist mitten im Winter und die Sonne geht nicht unter / sie versengt den Boden, / ich sitze auf der Erde / und warte auf die Nacht.“
Konzept, Choreografie, Bühnenbild und Licht: Anne Teresa De Keersmaeker und Radouan Mriziga
Mitarbeit und Performance: Boštjan Antončič, Nassim Baddag, Lav Crnčević und José Paulo dos Santos
Musik: Antonio Vivaldi – Le quattro stagioni und Amandine Beyer / Gli Incogniti
Gedichte: Asmaa Jama – We, the salvage und Antonio Vivaldi – Le quattro stagioni
Live-Musik: Gli Incogniti
Violine solo und musikalische Leitung: Amandine Beyer
Violinen: Alba Roca und Yoko Kawakubo
Viola: Marta Paramo
Violoncello: Patrick Sepec
Theorbe: Nacho Laguna
Violone: Baldomero Barciela Varela
Cembalo: Eloy Orzaiz
Musikalische Beratung: Amandine Beyer
Kostümdesign: Aouatif Boulaich
Kostümkoordination: Alexandra Verschueren
Assistenz Kostümkoordination: Chiara Mazzarolo und Els Van Buggenhout
Technische Leitung: Thomas Verachtert
Probenleitung: Eleni Ellada Damianou
Künstlerische Koordination und Planung: Anne Van Aerschot
Assistenz der künstlerischen Leitung: Martine Lange
Kaufmännische Leitung: Lies Martens
Distribution: Frans Brood Productions
Produktion: Rosas
Koproduktion: Berliner Festspiele (DE), Charleroi danse – centre chorégraphique de Wallonie-Bruxelles (BE), Concertgebouw Brugge (BE), De Munt/La Monnaie (BE), Festival d’Automne à Paris (FR), Festival de Marseille (FR), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT), Sadler’s Wells (UK) und Théâtre de la Ville-Paris (FR)
Uraufführung: 11. Mai 2024, Rosas Performance Space, präsentiert von De Munt/La Monnaie, Kaaitheater und Kunstenfestivaldesarts (BE)
Mit Unterstützung von Dance Reflections by Van Cleef & Arpels.
Diese Produktion wird mit Unterstützung des Tax Shelter der belgischen Bundesregierung in Zusammenarbeit mit Casa Kafka Pictures (BE) realisiert.
Rosas wird von der Flämischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaftskommission (VGC) (BE) unterstützt.
Gli Incogniti wird von DRAC Nouvelle-Aquitaine (FR), der Région Nouvelle-Aquitaine (FR) und dem Département de la Gironde (FR) unterstützt.
Hier arbeiten zwei der ganz Großen aus New Yorks Tanzszene zusammen: Altmeister Bill T. Jones, berühmt geworden spätestens ab 1982 mit der Bill T. Jones / Arnie Zane Dance Company sowie durch sein aufsehenerregendes Engagement gegen Homophobie und die Diskriminierung von Aids-Kranken, und der vielfach ausgezeichnete Tänzer-Choreograf und zum zweiten Mal danceWEB Mentor, Raja Feather Kelly. Beide feierten bereits Erfolge bei ImPulsTanz: Kelly unter anderem mit UGLY (Black Queer Zoo) , und Jones zuletzt in seinem atemberaubenden Abend As I Was Saying ... aus Soli, Duetten und Trios. Nun hat Jones für Kelly als Fortsetzung ihres künstlerischen Austauschs dieses auf- und anregende Solo über Liebe, Erinnerung, Überleben und Zukunft geschaffen. Darin sind Protestsongs aus den Sixties sowie Texte von Kelly und Jones (aus dessen Autobiografie Last Night on Earth ) zu hören.
Choreografie: Bill T. Jones
Performance: Raja Feather Kelly
Genug mit der düsteren Stimmung! Zusammen mit zehn Tänzer:innen probt Christos Papadopoulos einen Aufstand der Hoffnung gegen die deprimierende Realität unserer Tage. Dafür greift der gefeierte griechische Choreograf auf Erinnerungen an den „stürmischen, ungeschliffenen Schritt“ seiner Jugendjahre zurück, an „die Lebenslust, die Geschwindigkeit, den unerschütterlichen Tatendrang und das Gefühl, dass alles möglich war“. Beeinflusst von Mikis Theodorakis’ monumentalem Musikwerk Axion Esti („Gepriesen sei“) aus dem Jahr 1964 zur gleichnamigen Dichtung von Odysseas Elytis, spürt Papadopoulos mit seinem Ensemble die Wahrheit, Dynamik und Courage des Jungseins auf. Dabei verschmelzen die Tanzenden mit ihren präzise komponierten Bewegungen zu einem kollektiven Körper. Das ist als Inspiration für uns alle gedacht. Papadopoulos erinnert an einen Impuls des Aufbruchs. Dafür setzt er den Tanz im Rückgriff auf jenes „furchtlose Selbstvertrauen“ ein, das eine Welt hervorbringt, in der „wir so leben, wie wir es wollen und verdienen“.
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
Die Präsentation der Performance wurde durch das Onassis Stegi Touring Programme unterstützt.
Konzept und Choreografie: Christos Papadopoulos
Choreografische Assistenz: Sevasti Zafeira
Mitarbeit und Performance: Themis Andreoulaki, Maria Bregianni, Amalia Kosma, Georgios Kotsifakis, Sotiria Koutsopetrou, Tasos Nikas, Spyros Ntogas, Ioanna Paraskevopoulou, Danae Pazirgiannidi und Adonis Vais
Koordination und Line Production: Zoe Mouschi – Rena Andreadaki
Leitung Licht (Tour): Giorgos Ierapetritis
Leitung Bühne (Tour): Marilena Kalaitzantonaki und Aggeliki Vasilopoulou-Kampitsi
Ton: Kostis Pavlopoulos
Tourmanagement: Konstantina Papadopoulou
Ein Projekt von Christos Papadopoulos // The Lion and the Wolf.
Besonderer Dank an Euripides Laskaridis, Sotiris Melanos und Filanthi Bougatsou.
In Auftrag gegeben und produziert von Onassis Stegi (GR).
Mit Unterstützung von Dance Reflections by Van Cleef & Arpels.
Koproduktion: Theatre de la Ville – Paris (FR), Julidans (NL), Romaeuropa Festival (IT), Theatre d’Orleans / Scène Nationale (FR), LAC Lugano Arte e Cultura (CH), December Dance Concertgebouw Brugge (BE), One Dance Festival (BU), Festival de Marseille (FR) und I Teatri di Reggio Emilia (IT).
Unterstützt durch das Onassis Stegi Touring Program (GR).
Mit finanzieller Unterstützung des Griechischen Kulturministeriums (GR).
Zehn Figuren warten, aber ihnen scheint entfallen zu sein, worauf. Den Gestalten in diesem choreografischen Meisterinnenwerk von 1981 ist Samuel Beckett Pate gestanden. Mit MAY B hat Marin radikal mit Sehgewohnheiten im Tanz gebrochen. 45 Jahre nach der Uraufführung tritt uns das Stück als Verkörperung des ganz realen absurden Theaters in Gesellschaft und Politik entgegen. Aber was hat die Gruppe in umherirrende Witzfiguren verwandelt, die nicht zu wissen scheinen, wie ihnen geschieht? Sie finden weder Antwort noch Ausweg und bleiben, was sie sind: ängstlich, streitsüchtig und vulgär, patschert und grotesk sympathisch.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Choreografie: Maguy Marin
Performance: zehn Tänzer:innen
Lichtdesign: Alexandre Beneteaud und Albin Chavignon
Kostüme: Louise Marin
Originalmusik: Franz Schubert, Gilles de Binche und Gavin Bryars
Koproduktion: Compagnie Maguy Marin und Maison des Arts et de la Culture de Créteil (FR)
Die Compagnie Maguy Marin wird vom Ministère de la Culture – DRAC Auvergne-Rhône-Alpes (FR) und von der Ville de Lyon (FR) gefördert und erhält für Projekte im Ausland finanzielle Unterstützung vom Institut français (FR). Die Compagnie ist dauerhaft in RAMDAM, UN CENTRE D’ART (FR) ansässig.
Wie viele andere gemeinnützige Organisationen in der Region verlor die Compagnie Maguy Marin 2025 die Unterstützung des Auvergne–Rhône–Alpes Regional Council (FR).
Entwicklunsleitung: Dorothée Alemany
Produktion und Verwaltung: Julia Alquier
Produktion und Vermittlung: Léa Monchal
Lokale und internationale Distribution: A Propic – Line Rousseau und Marion Gauvent
Letzten Sommer hat Amala Dianor mit seiner Crew bei der Open-Air-Eröffnung von ImPulsTanz im MuseumsQuartier begeistert und danach mit DUB im Volkstheater noch einen draufgesetzt. Wir freuen uns, den französischen Choreografen schon dieses Jahr wieder begrüßen zu dürfen – sogar mit einer Uraufführung! In Underflow – seiner Weiterführung von DUB – lässt er tänzerisches Temperament auf packende Musik treffen und bringt den Underground aus Clubs und experimentellen Community-Räumen in den historischen Volkstheater-Saal. Stile wie HipHop, Waacking, Krump, Coupé-décalé oder Pantsula, die außerhalb institutioneller Kontexte gedeihen, werden kombiniert und weiterentwickelt: „nicht als vereinheitlichte Form, sondern als Raum der Koexistenz, des Zuhörens und der gemeinsamen Transformation“ (Dianor). Als DJ und Live-Musiker steht Dianor dabei wieder Awir Leon zur Seite, der heuer auch bei unseren «biggest expressions ever’26» im Arkadenhof des Rathauses für Stimmung sorgen wird.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Choreografie: Amala Dianor
Live-Musik: Awir Leon
Performance: Slate Hemedi Dindangila, Romain Franco, Jordan John Hope, Enock Kalubi Kadima, Mwendwa Marchand, Kgotsofalang Joseph Mavundla, Sangram Mukhopadhyay, Tatiana Gueria Nade, Yanis Ramet, Germain Zambi und Asia Zonta
Licht: Nicolas Tallec
Sound: Emmanuel Catty
Administration: Valérie Pouleau
Tourmanagement: Lucie Jeannenot
Produktion: Compagnie Amala Dianor / Kaplan, gefördert vom französischen Staat – DRAC Pays de la Loire (FR); Stadt Angers (FR). Die Compagnie Amala Dianor erhielt außerdem Unterstützung vom Institut français (FR) und von Onda – Office national de diffusion artistique (FR). Die Compagnie wird seit 2020 zudem von der BNP Paribas Foundation gefördert. Amala Dianor ist seit September 2025 Associated Artist an der MC2: Maison de la Culture de Grenoble (FR).
Partner:innen der Produktion: Fondation BNP Paribas unter dem Dach der Fondation de France; Stadt Angers; Région Pays de la Loire, État DRAC. Einige Tourneen werden von ONDA unterstützt.
„Du liebes Kind, komm, geh mit mir! / Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir“, verspricht Goethes Erlkönig, dessen jenseitige Kräfte nach dem Knaben in seines Vaters Armen greifen. Und schön sind die Spiele wirklich, die Phia Ménard mit uns spielt! In kindliches Erstaunen versetzt einen der wirbelnde Tanz, den ihre hauchdünnen Plastikgestalten im künstlichen Wind vollführen. Wie in der Ballade jedoch, die unter anderem in der Vertonung Schuberts ihren Weg ins Stück findet, ist der Tanz ein Totentanz – und das Spielen verleiht einem unfassbaren Schrecken Form. Hier ist das vor allem der Schrecken bereits tobender wie drohender Kriege. Dabei findet die französische Künstlerin, die schon bei der documenta vertreten war, sich nicht nur in der Rolle der väterlichen Geschichtenerzählerin wieder, sondern auch in der des Kindes: nocturne (Parade) gedenkt zugleich Ménards eigenem Vater, den sein Zwangsdienst im Algerienkrieg zum lebenslangen Pazifisten machte. Noch ein Hinweis: Auch Kinder lieben dieses Stück!
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Konzept, Umsetzung und Bühnenbild: Phia Ménard
Künstlerische Mitarbeit: Cécile Briand
Performance: Phia Ménard in Abwechslung mit Cécile Briand und Fabrice Ilia Leroy
Entwurf und Herstellung der Puppen und Objekte: Phia Ménard, Fabrice Ilia Leroy, Cécile Briand und Clarisse Delile
Dramaturgie: Jonathan Drillet
Soundtrack: Ivan Roussel
Lichtdesign: Eric Soyer, assistiert von Gwendal Malard
Windmanagement: Clarisse Delile
Tontechnik: Ivan Roussel oder Manuel Menes
Lichttechnik: Aurore Baudouin oder Mickaël Cousin
Ko-Direktion, Administration und Booking: Claire Massonnet
Stage Management: Olivier Gicquiaud
Künstlerisches Praktikum: Amélia Dantony
Produktion: Compagnie Non Nova – Phia Ménard
Koproduktion: La Comédie de Clermont-Ferrand scène nationale / La Maison de la Danse, Lyon – Pôle Européen de Création / TnBA – Théâtre national de Bordeaux en Aquitaine / La Comédie, Centre Dramatique National de Saint-Étienne / Scène nationale de l’Essonne / Le Volcan, Scène Nationale du Havre / Théâtre National de Bretagne, Centre Dramatique National (Rennes) / Mixt, terrain d’arts en Loire-Atlantique / Le Théâtre, scène nationale de Saint-Nazaire / Les Quinconces & l’Espal und Scène Nationale du Mans / MC93 – Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis à Bobigny (FR)
Die Compagnie Non Nova – Phia Ménard wird vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation – DRAC des Pays de la Loire, von der Stadt Nantes, vom Conseil Départemental de Loire-Atlantique, vom Institut français sowie von der Fondation de France für 2025, 2026 und 2027 gefördert.
Die Compagnie Non Nova – Phia Ménard ist derzeit Associated Artist am Théâtre National de Bretagne, Centre Dramatique National (Rennes), an der La Maison de la Danse und der Biennale de la Danse de Lyon sowie an der scène nationale de l’Essonne (FR).
Die Compagnie hat ihren Sitz in Nantes (FR).
Dauer: 65 Min
Preise: 36 Euro
Ermäßigt: 30 Euro
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Effekte sowie laute Musik.
Termine
Sa 25.7.2026, 16:00 | Ticket
Sa 25.7.2026, 19:30 | Ticket
Mo 27.7.2026, 16:00 | Ticketund weitere Termine
Diese Künstlerin verschwendet keine Zeit mit Gram und Bitternis. Seit 1948 ist Korea ein geteiltes Land, in dem sich völlig unterschiedliche Gesellschaften entwickelt haben. Als vor knapp einem Jahrzehnt ein Frühling der Annäherung möglich schien, widmete Eun-Me Ahn der ersehnten neuen Entwicklung dieses bezaubernde Stück. Eingeleitet wird es von den delikaten Klängen der koreanischen Zither Gayageum – mit Soon-A Park spielt eine Virtuosin dieses Instruments. Es folgen Szenen, die zeigen, wie feinfühlig und humorvoll Ahn dem nordkoreanischen Tanz, der ganz unter der Kontrolle einer Diktatur praktiziert wird, nachspürt und ihn auf ihre Art neu formuliert: Zuckersüße Fächertänze, die federnden Schritte bei Militärparaden, traditionelle Volkstänze, erstaunliche Akrobatik und Zurschaustellung von Maskulinität durchlaufen eine fröhliche Transformation geradewegs in den Pop. Damals ganz aktuell, zwischen Saitenspiel und Technosound, hoffte die Choreografin mit zehn Tänzer:innen auf eine Wiedervereinigung. Die Erfüllung dieses Traums allerdings steht noch aus.
Choreografie und künstlerische Leitung: Eun-Me Ahn
Musik: Young-Gyu Jang
Künstlerische Beratung: Chun Wooyoung
Bühnenbild und Kostüme: Eun-Me Ahn (Konzept) und Sunny Im / Yunkwan Design (Herstellung)
Lichtdesign: Jin-Young Jang
Videoregie: Jinwon Lee
Technische Leitung (Produktion): Jimyung Kim
Performance: Eun-Me Ahn, Hyekyoung Kim, Yongsik Moon, Uiyoung Jung, Deokyeong Kim, Gaon Han, Sunjae Jo, Jeeyeun Kim, Jaeeun Kim, Hyeonseo Lee und Ei Sul Lee
Musik: Soon-A Park (Gayageum)
Stage Management: Jimyung Kim
Lichttechnik: Sangmin Lee
Video: Taeseok Lee
Produktionsleitung: Jean-Marie Chabot
Produktionsassistenz: Sungbin Kim
Produktion: Eun-Me Ahn Company
Koproduktion: Korean Traditional Performing Arts Foundation (KR) und Théâtre de la Ville – Paris (FR)
„Die Zeit wandelt sich, trotzdem hat sich nicht viel verändert“, stellt Eun-Me Ahn, eine Protagonistin des zeitgenössischen koreanischen Tanzes, fest. Sobald sich simple Klischees über „exotische“ Kulturen in den Deutungskanon eingegraben haben, ist es schwer, diesen wieder davon zu befreien. Genau dieser Aufgabe aber stellt sich Ahn in diesem so stürmischen wie farbenfrohen Tanz. Orientalismus gibt es nicht nur im Westen, erläutert sie, sondern auch zwischen den unterschiedlichen Kulturen Asiens. Daher funktioniert der Post-Orientalist Express sowohl hier wie dort als Brücke zu besserem gegenseitigen Verständnis. „Dialog statt Einheitlichkeit“, lautet Ahns Motto. Die als „Asiens Pina Bausch“ gefeierte Künstlerin arbeitet mit Unterschieden und Spannungen: „Der Yin-Yang-Kreis kreuzt die gerade Linie des Noh, ein Kathakali-Mudra erstreckt sich zwischen beiden.“ Aus solchen Dissonanzen, einem unglaublichen Tempo und einer Feier der Popkultur entsteht als ganz neuer Rhythmus ein „interasiatischer Tanz“. Was dabei jetzt im Burgtheater herauskommt, ist ein glanzvoller Rausch für die Sinne und echter Fortschritt des kulturellen Austauschs.
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
Choreografie und künstlerische Leitung: Eun-Me Ahn
Musik: Young-Gyu Jang
Lichtdesign: Jinyoung Jang
Videoregie: Taeseok Lee
Bühnenbild und Kostüme: Eun-Me Ahn
Technische Leitung (Produktion): Jimyung Kim
Meta-Dramaturgie: Geun-Jun Changwoo-Michael Lim
Kostümherstellung: Yunkwan Design
Requisiten: Dongyoung Kim
Produktionsassistenz: Sungbin Kim
Performance: Eun-Me Ahn, Hyekyoung Kim, Yongsik Moon, Uiyoung Jung, Deokyeong Kim, Gaon Han, Jeonghwan Oh, Hyeonseo Lee und Seyeon Kim
Produktion: Eun-Me Ahn Company
Koproduktion: Sejong Center for the Performing Arts (KR), Berliner Festspiele (DE), Théâtre de la Ville – Paris (FR), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (LU), Théâtre d’Orléans / Scène Nationale (FR) und Sydney Festival (AU)
Wie umgehen mit unterdrückten Erinnerungen an traumatische Erfahrungen, die nach Generationen aus dem Vergessen drängen? Geboren im indonesischen Surabaya, entstammt Grace Tjang einer Familie, die schwer unter dem niederländischen Kolonialismus und der darauf folgenden japanischen Besatzung ihrer Heimat litt: Beide Elternteile wurden von ihren Müttern getrennt. Ihren sehr persönlichen Umgang damit übersetzt Tjang in eine Performance. Hierfür lädt die Needcompany-Mitbegründerin, die bei ImPulsTanz schon wiederholt mit visuell eindrucksvollen Arbeiten bestochen hat, dazu ein, ihren wundervoll gestalteten und zugleich düsteren Garden of Earthly Disquiet zu betreten. In Aya Suzukis Live-Musik, die aus der musikalischen Tradition Indonesiens schöpft, komponiert Tjang fabelhafte Schatten und mythische Motive.
Konzept, Choreografie, Text, Dekor und Video: Grace Tjang
Musik: Aya Suzuki
Performance: Grace Tjang, Sung Im Her, Aya Suzuki, Martha Gardner und Maarten Seghers
Dramaturgie: Elke Janssens
Ton: Bart Aga
Licht: Astrid Vansteenkiste
Künstlerische Assistenz Bild: Emma Van Der Put
Produktionsleitung: Rune Floryn
Kostüme: Sharlotta Seeligmüller und Simon Perotti
Praktikum Assistenz Regie: Liia Kosolovska
Dank an Oscar Van Der Put & Eka Santi Dewi.
Produktion: Needcompany
Mit Unterstützung des Tax Shelter der Belgischen Föderalregierung & der flämischen Regierung.
Needcompany Büro: Pieter D’Hooghe, Elke Janssens, Rune Floryn, Vibe Stalpaert, Joery Scheeper
Künstler:innen: Maarten Seghers, Grace Ellen Barkey, Jan Lauwers, Victor Lauwers
Künstlerische Leitung: Maarten Seghers
Geschäftsführung: Pieter D’Hooghe
Dramaturgie: Elke Janssens
Technische Produktion: Rune Floryn
Tourmanagement und Kommunikation: Vibe Stalpaert
Vertrieb und administrative Assistenz: Joery Scheepers
Kleider machen Leute, heißt es. Aber eigentlich sind es die Menschen, die den Kleidern Bedeutung verleihen. Das wird in diesem international umjubelten Stück deutlich, in dem nicht weniger als vierzig Kleider zum Einsatz kommen – und sie alle tragen Namen, verrät Leïla Ka, die unter anderem auch für Beyoncé choreografiert. Fünf Tänzerinnen legen sich die Kleider an und bringen sie in Schwung. Jedes der Second-Hand-Stücke hat einen Lebensabschnitt ihrer ehemaligen Trägerinnen begleitet und trägt ihre Geschichte in sich. Mit besonderer Intensität und Prägnanz tanzt bei Maldonne die Sehnsucht nach Freiheit „von allem, was uns eingrenzt“, wie die junge französische Choreografin sagt, und nach gleichen Chancen für alle: „Es geht um Solidarität und das Teilen derselben Erfahrung.“ Dieses erste Gruppenstück der gefeierten französischen Newcomerin wurde weltweit bereits über 100 Mal aufgeführt – was zeigt, wie übergreifend aktuell seine Fragestellung ist. Aber noch mehr, was für ein tänzerisches Feuerwerk hier auf uns wartet.
Choreografie: Leïla Ka
Performance: Océane Crouzier, Jade Logmo, Justine Agator, Adèle Bonduelle und Lise Messina oder Flore Ruiz-Moiret
Choreografische Assistenz: Jane Fournier Dumet
Kostümdesign: Leïla Ka
Lichtdesign: Laurent Fallot
Lichttechnik: Laurent Fallot, Clara Coll Bigot oder Zacharie Bouganim
Sound: Rodrig Desa oder Sacha Menez-Allanic
Produktion: CENTQUATRE-PARIS (FR) und Cie Leïla Ka
Partner:innen und Unterstützer:innen: La Garance – Scène nationale de Cavaillon, Théâtre Malakoff – Scène nationale, Théâtre d’Angoulême – Scène nationale, Théâtre de Suresnes Jean Vilar – Festival Suresnes Cités Danse 2024, Centre Chorégraphique National d’Orléans – Direction Maud Le Pladec, Centre Chorégraphique National – Ballet de Lorraine, unter der Leitung von Petter Jacobsson, im Rahmen des Accueil-studio, Les Quinconces et L’Espal – Scène nationale du Mans, Espaces Pluriels – Scène conventionnée d’intérêt national Art et création – Danse de Pau, La Manufacture – CDCN Nouvelle-Aquitaine Bordeaux/La Rochelle, La Passerelle – Scène nationale de Saint-Brieuc, Fondation Royaumont, Espace 1789 – Scène conventionnée d’intérêt national Art et création pour la danse de Saint-Ouen, Le Quatrain – équipement culturel de Clisson Sèvre et Maine Agglo und Ville de Gouesnou – Centre Henri Queffélec (FR)
Leïla Ka ist Associated Artist bei La Garance – Scène nationale de Cavaillon (FR), Associated Artist bei DSN, scène nationale de Dieppe (FR) sowie an der MC2, scène nationale de Grenoble (FR).
Die Compagnie wird seit 2024 von der BNP Paribas Foundation unterstützt.
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Furcht ist für diese Ausnahmetänzerin ein Fremdwort. Vielleicht, weil sie die blinden Flecken um uns herum spürt und sich ihnen stellt, denn: „Tanzen ist ein Duett mit der Leere.“ Nach ihrer stilprägenden Traumkarriere in den 1980er und 1990er Jahren mit der Compagnie La La La Human Steps hat sie in die Finsternis einer existenziellen Krise geschaut und sich aus dem Tief wieder emporgearbeitet. Seit 2006 beeindruckt sie mit ihrer eigenen Compagnie Fou Glorieux und Werken wie So Blue, Battleground oder Stations . In diesem neuen Solo wird sie zur Vagabundin, die ihren unbändigen Freiheitsdrang zur Musik zwischen Dawn of Midi und Nick Cave auslebt. Temperamentvoll experimentiert Lecavalier mit Kostüm-Transformationen und Videoprojektionen und spielt ihren enormen Reichtum an Bewegungsmaterial aus.
Choreografie und Performance: Louise Lecavalier
Probenleitung und choreografische Assistenz: France Bruyère
Licht- und Videodesign: Jean-François Piché
Musik: Dawn of Midi, The Black Dog, Antoine Berthiaume, Kiasmos, Nils Frahm, Trentemoller und Nick Cave
Musikalische Beratung: Patrick Lamothe
Künstlerische Beratung: François Blouin
Kostüm: Yso und Elizabeth Duran
Video: Marlene Millar
Produktions- und technische Leitung: François Marceau
Produktion: Fou Glorieux
Koproduktion: tanzhaus nrw Düsseldorf (DE), Hellerau Dresden (DE), FTA Montréal (CA) und National Arts Center Ottawa (CA)
Die Compagnie Fou Glorieux wird unterstützt vom Conseil des arts et des lettres du Québec (CA), vom Canada Council for the Arts (CA) und vom Montreal Arts Council (CA).
„Er ist nicht nur der beste chinesische Choreograf, sondern auch einer der besten weltweit“, sagt der Gründer des berühmten taiwanesischen Cloud Gate Dance Theatre, Lin Hwai-Min, über Tao Ye. Wer dessen Arbeiten mit dem von ihm mitinitiierten TAO Dance Theater sieht, versteht warum: kompromisslose Hingabe, elaborierte Technik und eine konsequente künstlerische Haltung. „Tanz ist die größte Kunstform, denn die Materialien, die wir zum Tanzen verwenden, sind wir selbst“, meint Tao Ye. „Wir zeigen alles, was es bedeutet, Mensch zu sein.“ Denn: „Der Körper ist Tanz, und der Tanz ist Körper.“ Diese beiden Stücke aus Taos Numerical Series illustrieren, wie eindrucksvoll sich Formstrenge bei gleichzeitiger Offenheit für die individuelle Vielfalt der Tänzer:innen umsetzen lässt. Die Stoffe und Schnitte der Kostüme, designt von Co-Leiterin Duan Ni, die nicht umsonst mehrmals das Cover der Vogue zierte, sind dabei eine Klasse für sich. Die komplexen Beziehungsmuster von dreizehn in sandfarben bis graublau gekleideten Tänzer:innen bestimmen den Fluss von 13. Bei 14 gestalten bunte Kostüme das Bild: Im Rhythmus eines Metronoms wird ein weites Spektrum an Varianten zwischen Stillstand und Bewegung getanzt.
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
13
Choreografie: Tao Ye
Performance: Xu Fujin, Cheng Leting, Wu Zhenkai, Lu Wenchao, Wang Jingping, Jia Lixue, Zhang Xi, Lee Yuyun, Bian Yifei, Jiao Xuexu, Gao Yanrui, Xiong Shuai, Zhao Xueyi, Wu Yongle
Musik: Xiao He
Licht: Tao Ye
Kostümdesign: Duan Ni
Kostümherstellung: DNTY
14
Choreografie: Tao Ye
Performance: Xu Fujin, Cheng Leting, Wu Zhenkai, Lu Wenchao, Wang Jingping, Jia Lixue, Zhang Xi, Lee Yuyun, Bian Yifei, Jiao Xuexu, Gao Yanrui, Xiong Shuai, Zhao Xueyi, Tan Chengxin
Sound Konzept: Tao Ye
Licht: Tao Ye
Kostümdesign: Duan Ni
Kostümherstellung: DNTY
Künstlerische Leitung: Tao Ye und Duan Ni
Geschäftsführung: Wang Hao
Probenleitung: Duan Ni
Visuelle Leitung & Fotografie: Fan Xi
Technische Leitung: Dong Huoliang
Projektkoordination: Liu Yexuan
Performance Koordination: Tina Zhang
Touring-Assistenz: Huang Xiaolu
Dauer: 68 Min (mit 15 Min Pause)
13: 25 Min
14: 28 Min
Termine
Fr 24.7.2026, 21:00 | Ticket
So 26.7.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Volkstheater
Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien
Eine Feier des chinesischen Jahres des Drachen und eine Welturaufführung im Burgtheater prägen diesen Abend des TAO Dance Theater. Die von dem Choreografen Tao Ye und der Tänzerin Duan Ni in Beijing gegründete Gruppe wurde 2023 mit dem Silbernen Löwen der Biennale di Venezia ausgezeichnet. „Das Wesen der Kunst besteht darin, der Angst entgegenzuwirken, die durch das Vergehen des Lebens hervorgerufen wird“, schreibt Tao Ye und ergänzt: „In der Kunst geht es nicht darum, etwas Neues zu erfinden – da jeder flüchtige Moment vergeht, hört das ,Neue‘ nie auf, noch neuer zu werden, und das ,Alte‘ existiert nie wirklich.“ Seine Werke sind von einem speziellen, minimalistisch wirkenden, aber dynamischen und für die Tanzenden äußerst herausfordernden Stil getragen. In dem von dem Drachentanz Loong inspirierten Stück 16 wirbeln ebenso viele schwarz gekleidete Tänzer:innen durch farbiges Licht und formen das mythische Glücksmonster. Und in der Uraufführung von Nummer 18 wirkt feinste Mathematik für ein Experiment mit der Idee von unendlicher Bewegung und den Möglichkeiten eines grenzenlosen Raums.
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
16
Choreografie: Tao Ye
Performance: Xu Fujin, Cheng Leting, Wu Zhenkai, Lu Wenchao, Wang Jingping, Jia Lixue, Zhang Xi, Lee Yuyun, Bian Yifei, Jiao Xuexu, Gao Yanrui, Xiong Shuai, Zhao Xueyi, Huang Jiabin, Zhong Xiawei, Wu Yongle, Tan Chengxin
Musik: Xiao He
Licht: Tao Ye
Kostümdesign: Duan Ni
Kostümherstellung: DNTY
Ko-Produktion: La Biennale di Venezia
Mit der Unterstützung von Dance Reflections By Van Cleef & Arpels
18
Choreografie: Tao Ye
Performance: Huang Qiqi, Xu Fujin, Cheng Leting, Wu Zhenkai, Lu Wenchao, Wang Jingping, Jia Lixue, Zhang Xi, Lee Yuyun, Bian Yifei, Jiao Xuexu, Gao Yanrui, Xiong Shuai, Zhao Xueyi, Huang Jiabin, Zhong Xiawei, Wu Yongle, Tan Chengxin
Musik: Xiao He
Licht: Tao Ye
Kostümdesign: Duan Ni
Kostümherstellung: DNTY
Ko-Produktion: ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival
Mit der Unterstützung von Dance Reflections By Van Cleef & Arpels
Künstlerische Leitung: Tao Ye und Duan Ni
Geschäftsführung: Wang Hao
Probenleitung: Duan Ni
Visuelle Leitung & Fotografie: Fan Xi
Technische Leitung: Dong Huoliang
Projektkoordination: Liu Yexuan
Performance Koordination: Tina Zhang
Touring-Assistenz: Huang Xiaolu
Dauer: 80 Min (mit 15 Min Pause)
Termine
Mo 20.7.2026, 19:00 | Ticket
Mi 22.7.2026, 21:00 | Ticket
Trisha Brown Dance Company with Merce Cunningham Trust (US):
Dancing with Bob: Rauschenberg, Brown & Cunningham Onstage
Österreichische Erstaufführung
Ganze vier Mal war er auf der Kasseler documenta vertreten, er deckte ein breites künstlerisches Spektrum ab und hatte eine besondere Beziehung zu Tanz und Happening: Vergangenen Oktober hätte Robert Rauschenberg seinen Hundertsten gefeiert. Anlass genug für die New Yorker Trisha Brown Dance Company und den Merce Cunningham Trust, ihn doppelt hochleben zu lassen. In Browns luftig und schwungvoll getanztem Stück Set and Reset (1983) ließ Rauschenberg Film-Footage inklusive Aufnahmen der NASA über eine Hintergrund-Installation flimmern und kleidete die Tänzer:innen in mit Fotomotiven bedruckte Kostüme. Für die Musik sorgte Laurie Anderson (Long Time No See), bei der Premiere tanzte Brown selbst mit. Und Cunningham? Viele hätten ihm die Komik, mit der er seine acht Figuren in Travelogue (1977) tanzen lässt, vielleicht gar nicht zugetraut. Den passenden Sound-Witz dazu liefert John Cages Komposition Telephones and Birds. Dazu entwarf Rauschenberg bunte Ganzkörpertrikots für die Tänzer:innen und stattete die Szene mit Stoffen, Dosen und einer Sessel-Räder-Reihe aus. Ein grandioser Abend, der alles feiert, was die (post)modernen Künste zu bieten haben!
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
Set and Reset
Choreografie: Trisha Brown
Musik: Laurie Anderson – Long Time No See
Originaldesign und Kostüme: Robert Rauschenberg
Lichtdesign: Beverly Emmons
Choreografische Umsetzung: Carolyn Lucas mit Cecily Campbell, Marc Crousillat und Jamie Scott
Beratung für Design- und Produktionsrekonstruktion: Jessie Ksanznak und Nick Kolin
Rekonstruktion Bühnenbild: Lawrence Voytek und ShowFab
Rekonstruktion Kostüme: Amanda Kmett’Pendry, Dyenamix Inc. und Zarah Green
Performance: Savannah Gaillard, Burr Johnson, Catherine Kirk, Ashley Merker, Patrick Needham, Jennifer Payán und Spencer Weidie
Set and Reset wurde erstmals am 20. Oktober 1983 von der Trisha Brown Dance Company im Rahmen des Next Wave Festival an der Brooklyn Academy of Music (US) aufgeführt.
Originalbesetzung: Trisha Brown, Iréne Hultman, Eva Karczag, Diane Madden, Stephen Petronio, Vicky Shick und Randy Warshaw
Travelogue
Choreografie: Merce Cunningham
Musik: John Cage – Telephones and Birds
Originaldesign und Kostüme: Robert Rauschenberg
Choreografische Umsetzung: Marcie Munnerlyn und Andrea Weber
Musikalische Leitung und Adaption von Telephones and Birds für mobile Geräte: Adam Tendler
Beratung für Design und Produktion: Davison Scandrett
Rekonstruktion Bühnenbild: Mrinali Thanwani, Bland Wade und Kris Julio von der UNCSA School of Design and Production (US); Rekonstruktion des Segels von Rose Brand
Rekonstruktion Kostüme: Earlene Munnerlyn und Marissa McCullough
Rekonstruktion Lichtdesign: Davison Scandrett und Joe Levasseur
Performance: Savannah Gaillard, Burr Johnson, Claude Johnson, Catherine Kirk, Ashley Merker, Patrick Needham, Jennifer Payán und Spencer Weidie
Travelogue wurde erstmals am 18. Januar 1977 von der Merce Cunningham Dance Company im Minskoff Theatre in New York City (US) aufgeführt.
Originalbesetzung: Karole Armitage, Ellen Cornfield, Merce Cunningham, Morgan Ensminger, Meg Harper, Chris Komar, Robert Kovich und Julie Roess-Smith
Travelogue (1977) von Merce Cunningham, Merce Cunningham Trust. Alle Rechte vorbehalten.
Dancing with Bob: Rauschenberg, Brown and Cunningham Onstage wird großzügig unterstützt von Dance Reflections by Van Cleef & Arpels, Robert Rauschenberg Foundation, The Imperfect Family Foundation, The Wattis Family, The Dedalus Foundation, Bloomberg Philanthropies, The Gladys Krieble Delmas Foundation, der James E. Robison Foundation, The Jerome Robbins Foundation und der Chicago Community Foundation (US). Mit zusätzlicher Unterstützung von Ken Tabachnick und Yael Mandelstam, Thomas und Lily Beischer, Bill Goldston und Riccarda De Eccher, Larry und Julia Antonatos sowie Molly und Michael Rowen von Michael’s Motor Cars, Lancaster, PA (US).
Besonderer Dank an Ken Tabachnick für die Entwicklung dieses Programms; Andrea Weber, Rashaun Mitchell und Patricia Lent vom Merce Cunningham Trust für ihre Partnerschaft; Courtney J. Martin, Francine Snyder, Kate Reibel, Miriam Master und Anne Boissonnault; sowie an das Team der Robert Rauschenberg Foundation für die Hilfe, diese Vision zum Leben erweckt zu haben.
Dauer: 75 Min (mit 15 Min Pause)
Termine
Di 14.7.2026, 21:00 | Ticket
Do 16.7.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Volkstheater
Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien
Voetvolk / Lisbeth Gruwez & Maarten Van Cauwenberghe (BE):
Tempest
Österreichische Erstaufführung
Lisbeth Gruwez, die erst an der Royal Ballet School Antwerpen und später bei P.A.R.T.S., der renommierten Schule Anne Teresa De Keersmaekers, studierte, hat mit allen Größen der belgischen Tanzszene gearbeitet. Inzwischen leitet sie gemeinsamen mit Maarten Van Cauwenberghe ihre eigene Compagnie Voetvolk, die u. a. schon mit dem Stück The Sea Within bei ImPulsTanz gefeiert wurde. In Tempest widmet Gruwez sich mit Martial Arts der Kanalisierung des Zorns, um dessen rohe Energie in fokussierte Stärke umzuwandeln. Schließlich sitzt in dieser Emotion laut Gruwez eine „duale Kraft“, die destruktiv, aber auch Katalysator für einen Wandel sein kann. Die Solistin wagt sich in ihrem Stück als durchlässiger Körper mitten in den Wirbelsturm der Wut, um dort einen Ort zu finden, an dem aufeinanderprallende Elemente zu neuen Formen verschmelzen.
Konzept: Voetvolk
Choreografie und Performance: Lisbeth Gruwez
Musik: Maarten Van Cauwenberghe
Lichtdesign: Jan Maertens
Bühnenbild: ruimtevaarders (Konzept) und Decoratelier KVS (Herstellung)
Kostümherstellung: Eli Verkeyn
Mentoring Martial Arts: Rob Gemmeke
Künstlerische Begleitung: Christine Herman
Mit Dank an Francesca Chiodi Latini und Koen Tachelet
Produktion: Voetvolk vzw (BE)
Koproduktion: December Dance (Concertgebouw Brugge & Cultuurcentrum Brugge) (BE), MA scène nationale – Pays de Montbéliard (FR), Perpodium (BE), POLE-SUD CDCN Strasbourg (FR) und Theater im Pumpenhaus Münster (DE)
Residencies: kunstencentrum BUDA (BE), CENTQUATRE-PARIS (FR), Chang Theatre Bangkok (TH), kunstencentrum nona (BE), POLE-SUD CDCN Strasbourg (FR), Theater im Pumpenhaus Münster (DE), Voetvolk Atelier Rubigny (FR) und WestK Performing Arts Hong Kong (HK)
Haben wir wirklich gelernt, Menschen wertzuschätzen, die außenseiterisch in ihren eigenen Welten leben und jede Wirklichkeit ganz anders wahrnehmen als die Mehrheit? In seinem aktuellen Stück untersucht der Belgier Wim Vandekeybus mit seiner Compagnie Ultima Vez die Zwischenräume und vermeintlichen Leerstellen, in denen sich ganz eigene Charaktere entwickeln können. Meist sind Konfrontationen mit auf „Normalität“ pochenden sozialen Umgebungen schmerzvoll für Outcasts, die sich nicht anpassen können und wollen. Der Choreograf lässt deren einzigartige Welten hell aufleuchten und lädt das Publikum ein, sich von ihren Sichtweisen überraschen zu lassen. Mit einfallsreicher Empathie, wildem Temperament und impulsivem Tanz bringt Void haarsträubende innere und äußere Zerreißproben zum Vorschein. Und nimmt durch die Objektive jener, die, wie Vandekeybus sagt, „nicht den erwarteten Weg gehen, sondern auf faszinierende Weise davon abweichen“, größere gesellschaftliche Themen ins Visier.
Regie und Choreografie: Wim Vandekeybus
Mitarbeit und Performance: Iona Kewney, Lotta Sandborgh, Cola Ho Lok Yee, Paola Taddeo, Adrian Thömmes, Hakim Abdou Mlanao und Babette Verbeek
Künstlerische Assistenz und Dramaturgie: Margherita Scalise
Choreografische Assistenz: Maria Kolegova
Originalmusik und Sounddesign: Arthur Brouns
Bühnenbild: Wim Vandekeybus (Konzept) und Pepijn Mesure (Umsetzung)
Lichtdesign: Wim Vandekeybus und Benjamin Verbrugge
Kostümdesign: Isabelle Lhoas
Assistenz Kostümdesign: Juliette Lejeune
Technik: Schröder, Pepijn Mesure und Benjamin Verbrugge
Musik
Violine: Kristofor Parvanov
Kontrabass: Fil Caporali
Percussion: Simon Leleux
Schlagzeug: Daniel Jonkers
Zusätzliche Musik: Lander Gyselinck – Hihats In Trees und Obsequies
Distribution: Julia Bouhjar
Produktion: Heleen Schepens und Kenneth Raemaekers
Koproduktion: KVS Brussels’ Flemish City Theatre (BE), Danseu Festival (ES), Theater im Pumpenhaus Münster (DE) und Emilia Romagna Teatro ERT / Teatro Nazionale (IT)
Mit Unterstützung des Tax Shelter der Belgischen Regierung (BE)
Besonderer Dank an Thi-Mai Nguyen, Jerry Killick und das European Theatre and Film Institute
Ultima Vez wird von der Flämischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaftskommission (VGC) (BE) unterstützt
Wim Vandekeybus / Ultima Vez (BE):
What the Body Does Not Remember
Äußerste Präzision, extreme Schnelligkeit und atemberaubende Spannung dominieren Wim Vandekeybus’ Debüt-Werk, das den Belgier mit nur 24 Jahren zu einem der weltweit einflussreichsten Choreografen hochkatapultierte. Als es 1987 erstmals präsentiert wurde, löste dieses Stück eine wahre Schockwelle in der Tanzwelt aus. Verspielt und grandios führt Vandekeybus seine Tänzer:innen an die äußersten Grenzen des Möglichen – als ginge es um die alles entscheidende Wende im Leben, oder um den Punkt, bevor die Liebe über einen Menschen hereinbricht, oder um den Moment vor einem Unfall. Was folgt, ist Action pur, und die kommt jetzt zurück. Fast 40 Jahre nach seiner Uraufführung nimmt Vandekeybus seinen Thriller mit einer neuen Tanzszene wieder auf. Dieses Meisterwerk hat nichts von seiner Kraft verloren und belegt erneut, warum es mit seinem bis heute unübertroffenen Ausmaß an virtuosem Chaos, gespielter Angriffslust und akrobatischer Disziplin als ein Schlüsselwerk des zeitgenössischen europäischen Tanzes gilt.
Regie und Choreografie: Wim Vandekeybus
Performance: Cola Ho Lok Yee, Paola Taddeo, Adrian Thömmes, Hakim Abdou Mlanao, Lotta Sandborgh, Alessia Lanotte, Cory Hugo Milan, Faustino Blanchut, Koen Kaya Eye und Nikoletta Polyzoi
Originalmusik: Thierry De Mey und Peter Vermeersch
Konzept und Umsetzung Tablemusic (Bis): Thierry De Mey
Probenleitung: Eduardo Torroja
Kostümdesign: Isabelle Lhoas
Kostümassistenz: Simon Perotti
Technik: Schröder und Pepijn Mesure
Produktion: Heleen Schepens und Kenneth Raemaekers
Distribution: Julia Bouhjar
Toningenieure EIC: Clément Marie und Yann Bouloiseau
Koproduktion: Philharmonie de Paris (FR), Scène Nationale de Maubeuge (FR) und KVS Brussels’ Flemish City Theatre (BE)
Ko-Leitung: Ircam-Centre Pompidou und Philharmonie de Paris im Rahmen von ManiFeste-2026, Ircam Festival (FR)
Präsentationspartner:innen: Philharmonie de Paris (FR), Romaeuropa Festival (IT), L’Onde Théâtre Centre d’Art (FR), Théâtre des Salins – Scène nationale de Martigues (FR), Teatro della Tosse (IT), Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg (LU), Le Manège Maubeuge – Scène nationale (FR), Concertgebouw Brugge (BE), CCHA – Cultuurcentrum Hasselt (BE), STUK – House for Dance, Image & Sound (BE) und La Monnaie / De Munt (BE)
Mit Unterstützung des Tax Shelter der Belgischen Regierung (BE)
Ultima Vez wird von der Flämischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaftskommission (VGC) (BE) unterstützt.
Die [8:tension]-Party – die „Re-Generation“ – bringt die Nacht zum Glühen: In der Roten Bar und im Weißen Salon des Volkstheaters verschmelzen Beats und Bewegung. Gemeinsam mit den großartigen [8:tension]-Künstler:innen feiern wir eine energiegeladene Reunion voller Vibes und Visionen zwischen pulsierenden Sounds und treibenden Rhythmen. Komm wie du bist, bleib wie du tanzt – und feiere eine Nacht, die sich neu erfindet!
Dauer: 330 Min
Preis:
€ 15 / € 10 mit Workshop-Pass
Das Ticket zur [8:tension]-Party beinhaltet zudem den Eintritt zur Festival Lounge im Burgtheater Vestibül am selben Abend, vorbehaltlich verfügbarer Kapazitäten.
Die Public Moves feiern bereits ihr 10. Jubiläum! Den ganzen Abend über finden gratis Tanzklassen statt und in den Pausen legen Dozent:innen ihre Lieblingsmusik auf. Ein letzter Abend, um noch einmal die volle Public-Moves-Energie zu tanken.
Den ganzen Abend über finden kostenlose Tanzklassen statt, gegliedert in folgende Themenblöcke:
→ 17:00 – 19:00 Contemporary
→ 19:00 – 21:00 Technosomatics, Afrobeat
→ 21:00 – 23:00 Waacking, Voguing und House
Unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig.
Einlass ab 16:15
Anmeldung zur aktiven Teilnahme erforderlich, weitere Informationen dazu folgen demnächst.
Zuschauer:innen sind herzlich willkommen; spontane Teilnahme ist je nach verfügbarer Platzkapazität auch ohne Voranmeldung möglich.
Uraufführung, Ausstellung, Performance mit Artist Talk
Die Verwandlung ist in den Arbeiten Akemi Takeyas ein wiederkehrendes Motiv. Auch ihr neuestes Stück spielt sich in den Dunkelzonen unserer Wahrnehmung ab, in Zwischenzuständen und hybriden Ausdrucksformen. Es setzt die Beschäftigung der Künstlerin mit dem von ihr geprägten „Lemonismus“ fort, einer performativen „Toolbox“, mittels derer Takeya zentrale Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts neu interpretiert. In L’s Uncanny widmet sich die schillernde Performerin dem Surrealismus – mithin den unbekannten Ängsten unseres Unterbewusstseins. Wir erleben ein „Laboratorium des Automatismus“.
Dauer: 60 Min
In englischer, deutscher und japanischer Sprache.
Termine
Fr 17.7.2026, 17:00 | Eintritt frei! | Zum Angebot
Sa 18.7.2026, 14:00 | Eintritt frei! | Zum Angebot
So 19.7.2026, 15:00 | Eintritt frei! | Zum Angebot
Eine Frau mit feuerroter Perücke kriecht in Fischerstiefeln und schwarzem Ganzkörpertrikot über den Boden. Später spielt dieselbe Frau, jetzt in hellblauen Stilettostiefeln, mit einem Staubsaugerroboter, in einer weiteren Szene singt sie mit über den Kopf gezogener Pudelmaske Brian Hylands Song Sealed With A Kiss . Eine geheimnisvolle Figur, die ihre Outfits so wechselt, dass ihre Erscheinung in gefährlicher Klischeegeladenheit immer erotischer wird. Wohin das führt, legt Alexandra Bachzetsis in diesem Solo dar. Unter den Vorzeichen von Autofiktion, Selbstdokumentation und Autoerotik konzentriert sich die Schweizerin auf popkulturelles Ausgangsmaterial für Expressivität, Identifikation und Begehren. Dabei untersucht sie, wie kommerzielle Genres und die Künste einander gegenseitig im Einsatz von Gestik und Bewegung beeinflussen.
Studio, Archiv und Kommunikation: Jean-Marie Fahy
Touring: Caroline Krieg
Unterstützt durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia (CH), Fachstelle Kultur Kanton Zürich (CH), Stadt Zürich Kultur (CH), Erna und Curt Burgauer Stiftung (CH), Ernst Göhner Stiftung (CH), E. und O. Gubler-Halblützel Stiftung (CH), Landis & Gyr Stiftung (CH) und Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung (CH).
Koproduktion: Centre Pompidou und Centre Culturel Suisse Paris (FR), Kaserne Basel (CH), Arsenic Centre d’art scénique contemporain Lausanne (CH), Kunsthaus Zürich (CH) und Theaterhaus Gessnerallee Zürich (CH)
Dauer: 60 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit, Stroboskop-Effekte und laute Geräusche.
Termine
Sa 11.7.2026, 19:00 | Ticket
Mo 13.7.2026, 21:00 | Ticket
Ein Hinweis, dass es sich bei Alina Arshi um eine aufregende künstlerische Stimme handelt, ist, dass sie schon mit ihrer allerersten Arbeit Entepfuhl, mit der sie ihr Studium bei La Manufacture in Lausanne abschloss, durch die Schweiz, Italien, Frankreich und UK tourte. Auf ihr gefeiertes Solo folgt nun ein Duett. Für States of bewilderment tut sich Arshi mit der Performerin Juliette Uzor zusammen. Und gerade dieses „Zusammentun“ steht im Zentrum des Stücks; wie die Widersprüche, die schon in jedem einzelnen Körper herrschen, sich im Versuch der Annäherung an einen zweiten multiplizieren, bis zur Verzweiflung verwirren und verheddern, aber manchmal, ganz vielleicht, sogar klären? In aufmerksamer, sinnlicher und nicht in Worten zu beschreibender Begegnung.
Choreografie: Alina Arshi
Performance: Alina Arshi und Juliette Uzor
Choreografische Assistenz: Marie Jeger
Licht, Raumgestaltung und technische Leitung: Charlotte Roche-Meredith
Sound: Rudy Decelière
Kostüme: Emma Bertuchoz
Outside-Eyes: Kairaan Kika, Micha Goldberg und Stephen Thompson
Produktion: Association Kaam Kaaj
Administration: Ars Longa Agency
Koproduktion: Emergentia / Pavillon ADC Genève (CH) und Arsenic – Centre d’art scénique contemporain (CH)
Partnerschaften: La Ménagerie de Verre Paris (FR) und Rakete Festival / Tanzquartier Wien (AT)
Gefördert von Ville de Lausanne (CH), Loterie Romande Genève (CH) und Fondation Ernst Goehner (CH).
Mit der Unterstützung von Pro Helvetia – Swiss Arts Council (CH).
Dauer: 90 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
Diese Performance enthält Nacktheit.
Im Lauf der Vorstellung kommt es an manchen Stellen zu Interaktionen und möglicher physischer Berührung mit dem Publikum.
Termine
Di 21.7.2026, 19:00 | Ticket
Do 23.7.2026, 21:00 | Ticket
Zur Uraufführung 2018 in Seoul schrieb die Company:
Süd- und Nordkorea leben seit Jahrzehnten unter einem Waffenstillstand. Obwohl sie dieselben Wurzeln und Traditionen teilen, haben sie sich unter dem Einfluss unterschiedlicher Ideologien entwickelt, die durch den Lauf der Geschichte und die langjährige Spaltung geprägt wurden.
Über Nordkorea weiß man nur sehr wenig. Für südkoreanische Künstler:innen ist es sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, die Grenze ohne staatliche Genehmigung zu überqueren. Das Internet ist jedoch voll von Videos aus dem Norden: Militärparaden und Fächertänze, Gesten, die Männlichkeit demonstrieren, virtuose Akrobatik, traditionelle Tänze und Dorftänze. Anhand dieses Materials macht sich Eun-Me Ahn die Bewegungen und Codes zu eigen, schafft ihr eigenes farbenfrohes Zeichensystem und nutzt die Kraft des Tanzes, um sich vorzustellen, was jenseits der Teilung liegt.
Dauer: 60 Min
Eintritt frei
Gespräch mit der Künstlerin, Choreografin und Tänzerin Eun-Me Ahn über die Entstehung, Hintergründe und das Abenteuer der Performance von North Korea Dance.
Elsa von Freytag-Loringhoven war eine Dadaistin von schillerndem Talent. Im heute polnischen Swinemünde geboren, aktiv bei New Yorks Dada-Bewegung, verstorben 1927 in Paris, war sie ein „wandelndes Kunstwerk“, publizierte Gedichte und war mit Marcel Duchamp befreundet. Heute wird spekuliert, ob die Baronin als Found-Object-Künstlerin die wahre Urheberin von dessen berühmten Urinal-Readymade Fountain (1917) war. Diese spannende Figur beleuchtet nun die ungarische Performerin Boglárka Börcsök gemeinsam mit dem Filmemacher Andreas Bolm. Zuvor hat sich Börcsök unter anderem mit Valeska Gert beschäftigt und war 2022 bei ImPulsTanz im mumok mit der Performance Figuring Age (ebenfalls mit Andreas Bolm) vertreten. SUBJOYRIDE führt auf eine begeisternde Reise in die Dada-Twenties der von Djuna Barnes für die Nachwelt „geretteten“ Baronin, deren Gedichte und Autobiographie sie verlegt hatte.
Künstlerisches Konzept, Dramaturgie, Musik und Bühnenbild: Boglárka Börcsök und Andreas Bolm
Performance: Boglárka Börcsök
Gitarre: Andreas Bolm
Text: Baronin Elsa von Freytag-Loringhoven, Boglárka Börcsök und Andreas Bolm
Licht: Catalina Fernández
Sound: Neda Sanai
Kostüme: SADAK
Technische Leitung: Andreas Bolm
Produktionsassistenz und Requisite: Beatrice Zanesco
Stimmtraining und musikalische Beratung: Vera Jónás
Künstlerische Beratung: Susanne Sachsse
Produktion und Distribution: Nicole Schuchardt und Rodrigo Zorzanelli
3D-Druck „Fountain“: Daniel Valencia Ferrá / Digital Craft
Fotos: Mayra Wallraff
Gedichte von Baronin Elsa Freytag von Loringhoven, auf die in der Performance Bezug genommen wird:
Coachrider (ca. 1924)
Mefk Maru Mustír Daas (1918)
They won’t let go fart (ca. 1923–1925)
Graveyard surrounding nunnery (ca. 1921)
To whom it may concern (ca. 1922)
Fix (ca. 1924–1925)
Der Titel der Performance ist dem Gedicht Subjoyride (ca. 1920–1922) entlehnt.
Eine Produktion von Boglárka Börcsök und Andreas Bolm.
In Koproduktion mit dem Black Box Theater, Oslo (NO), PACT Zollverein, Essen (DE), und Sophiensæle, Berlin (DE).
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (DE).
Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Koproduktionsförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (DE).
Mit freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin e.V. (DE) und des Centre Français de Berlin (DE), Kristina Konrad – Weltfilm.
Mit Dank an Dragana Bulut, Jule Flierl und Christiane Hommelsheim.
Dauer: 65 Min
Preise: 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit und Theaternebel.
Termine
Di 21.7.2026, 23:00 | Ticket
Mi 22.7.2026, 21:00 | Ticket
Do 23.7.2026, 19:00 | Ticket
Einem nackten Mann bleibt der Mund offen. Fassungslos beginnt er sich zu bewegen, angetrieben von verborgenen Gefühlen. Wer den französischen Choreografen Boris Charmatz kennt, wird annehmen, dass diese Gefühle explosiv sein könnten. Und dass sie in dem intimen Setting seines zweiten Solowerks ihr Publikum ganz sicher nicht kalt lassen werden. Vor drei Jahren hat Charmatz Somnole , sein erstes Solo nach dreißig Jahren einer außergewöhnlichen künstlerischen Karriere, bei ImPulsTanz präsentiert: ein Stück über die inneren Regungen im Zustand der Schläfrigkeit, in dem das Unbewusste den Körper zum Tanzen bringt. Jetzt, sozusagen im Sequel, bewegt er sich wieder instinktgetrieben. Diesmal jedoch hellwach, verletzlich und verstohlen durch eine Sprachlosigkeit nahe am Atemstillstand, in Stille. Wie in einem Drama, dessen Text gelöscht wurde.
Mit der Unterstützung von Dance Reflections von Van Cleef & Arpels.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Choreografie und Performance: Boris Charmatz
Choreografische Assistenz: Magali Caillet Gajan
Licht: Yves Godin
Technische Leitung: Fabrice Le Fur
Stellvertretende Direktion Terrain: Hélène Joly
Produktionsleitung: Martina Hochmuth und Lucas Chardon
Produktionsmanagement: Briac Geffrault
Produktionsassistenz: Lola Serre
Produktion und Distribution: Terrain
Unterstützt durch Dance Reflections by Van Cleef & Arpels.
Koproduktion: Cango Centro produzione della danza Firenze (IT), CND Centre national de la danse (FR), Chaillot – Théâtre national de la Danse (FR), Charleroi danse (BE), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT), Kunstenfestivaldesarts Brussels (BE), MC93 – Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis (FR), le phénix – scène nationale de Valenciennes (FR), Romaeuropa Festival (IT), Sadler’s Wells (UK), Tainan Arts Festival (TW) und Tanztheater Wuppertal Pina Bausch (DE)
Gefördert durch Chartreuse de Villeneuve lez Avignon – Centre national des écritures du spectacle (FR) und mit der Unterstützung von Briqueterie CDCN du Val-de-Marne (FR), Centre Pompidou – Metz (FR), Espace Pasolini (FR) und le Gymnase CDCN – Roubaix Hauts-de-France (FR).
Dauer: 50 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
Diese Performance enthält Nacktheit.
Termine
Fr 10.7.2026, 21:00 | Ticket
So 12.7.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
„Schluss mit lustig.“ So könnte man den Titel dieses Noise-Manifests übersetzen, auch wenn das etwas salopp klingt angesichts der Komplexität, mit der die Griechin Chara Kotsali ihren Strich unter die Spaßgesellschaft des Spätkapitalismus zieht. Drei junge Frauen werfen ihre Körper mit vollem Einsatz in eine Choreografie, die Macarena ebenso zitiert wie Parade, Aerobic, rituelle Tänze und Cheerleading. In Zeitsprüngen und mit Referenzen zu Bob Fosse über Trisha Brown bis hin zu Beyoncé entrollt sich subjektive Chronologie von Revolutionen und persönlichen Daten. Das Trio agiert wie in einem absurden Puppenspiel, bemalt sich mit Körperfarben, es wird gerappt, projizierte Texte erscheinen, eine Geburtstagstorte endet im Desaster. Ein starkes Stück, das den Optimismus als Bedrohung und die Geschichte als Farce zeigt.
Die Präsentation der Performance wurde durch das Onassis Stegi Touring Programme unterstützt.
Konzept, Choreografie und Text: Chara Kotsali
Performance und Co-Kreation: Sofia Pouchtou, Christina Skoutela und Chara Kotsali
1. Assistenz Choreografie: Vassia Zorbali
2. Assistenz Choreografie: Clara Aguilar
Sound und Musik: Anna Maria Rammou und Chara Kotsali
Bühnenbild und Kostüme: Periklis Pravitas
Licht: Eliza Alexandropoulou
Dramaturgische Beratung: Dimitra Mitropoulou
Outside Eye: Κοnstantina Georgelou
Line Production: TooFarEast und Chara Kotsali
Touring: Chara Kotsali und Korina Vasileiadou
Die Recherche für IT’S THE END OF THE AMUSEMENT PHASE wurde unterstützt durch Onassis AiR (GR) und Réseau Grand Luxe (FR). Besonderer Dank gilt TROIS C-L Luxembourg (LU), CAMPUS Paulo Cunha e Silva Porto (PO), Grand Studio Brussels (BE) und L’Abri Geneva (CH).
Dauer: 40 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
In englischer und griechischer Sprache mit englischen Übertiteln.
Diese Performance enthält explizite Inhalte, Stroboskop-Effekte und laute Musik.
Termine
Do 30.7.2026, 22:30 | Ticket
Sa 1.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
Schon einmal eifersüchtig gewesen? Eben, wer nicht … Und ja, es kann ein nagendes, brennendes Gefühl sein. „Eine unangenehme Emotion“, sagt die Wienerin Christine Gaigg. Doch die müsse nicht nur schlecht sein, denn sie kann „etwas über uns sagen, Transformationsprozesse aufzeigen und im besten Fall Handlungsanweisung sein – ein Impuls, aktiv zu werden“. In ihrem neuen Stück – mit dabei sind Anna Prokopová, Juliane Werner, Samuel Feldhandler und Frank Willens – bringt Gaigg in künstlerischem Rahmen Menschen zur Reflexion und vielleicht auch zur Abfuhr der Eifersucht zusammen. Bisher hat sich die Choreografin mehrfach mit Erotik und Sex auseinandergesetzt. In ihren jüngsten Performances – darunter jener über Polyamorie, die 2024 bei ImPulsTanz uraufgeführt wurde – bezieht sie gerne ihr Publikum mit ein. Auch bei Jealousy darf mitmischen, wer möchte.
Konzept und Regie: Christine Gaigg
Performance: Manuela Deac, Samuel Feldhandler, Christine Gaigg, Anna Prokopová, Juliane Werner und Frank Willens
Raum und Licht: Philipp Harnoncourt
Sound und Musik: Peter Plessas
Kostüme: Dorothea Nicolai
Dramaturgische Beratung: Wolfgang Reiter
Tontechnik: Gernot Lerchbacher
Produktionsleitung: Lisa Ertl
PR: Eva Trötzmüller / art:phalanx
Grafik: Martina Gaigg
Fotos: eSeL
Kamera: Wolfram Wuinovic
Christine Gaigg / 2nd nature wird gefördert von der Stadt Wien (AT) und vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT).
Dauer: 90 Min
Preise: 32 Euro
Ermäßigt: 27 Euro
Empfohlen ab 18 Jahren.
In englischer und deutscher Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit.
Im Lauf der Vorstellung kommt es an manchen Stellen zu Interaktionen und möglicher physischer Berührung mit dem Publikum.
Termine
Mi 29.7.2026, 21:00 | Ticket
Fr 31.7.2026, 21:00 | Ticket
Sa 1.8.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Haus der Republik - Funkhaus
Argentinierstraße 30a
A-1040 Wien
Zu Christopher Matthews, der nie den klassisch-muskulösen Tänzerkörper hatte, sagte Broadway-Star Ann Reinking mal: „Chris, dich hat man nicht mit derselben Keksform ausgestochen wie die meisten Tänzer.“ Für Photo/Copy/Archive hat der Künstler sich Performanceposter aus 80 Jahren des Sadler’s Wells Theatre in London vorgenommen und aus ihnen diese „meisten Tänzer“, von denen Reinking sprach, ausgestochen, in Teile zerlegt und zu ganz anders gearteten Wesen neu zusammengesetzt. Das Ergebnis – ein persönliches, alternatives Archiv – stellt unsere Ideen markt- und tanzfähiger Körper spielerisch in Frage.
Eintritt frei
Geöffnet je eine Stunde vor Beginn der Performances im Odeon.
Ein Versuch, magische Augenblicke einzufangen, im Wissen, dass sie uns trotzdem unweigerlich entgleiten werden. Damit befasste sich der passionierte Flamenco-Fotograf René Robert, der vor vier Jahren auf einer Straße Barcelonas starb und dessen Œuvre José Manuel Álvarez nun ein tänzerisches Denkmal setzt. Aus dem Off ist Roberts Stimme zu hören, während Álvarez als Solotänzer in geisterhaften Projektionen seiner Bilder den Flamenco von Granden wie Antonio Gades, María Pagés, Israel Galván oder Eva Yerbabuena wiederbelebt. Seit 20 Jahren befasst sich Álvarez, der bisher unter anderem auch für die spanische Sängerin Rosalía choreografiert hat, mit dem Flamenco. Jetzt bringt er Roberts auf den Fotos eingefrorene Gesten ans Licht, um sie in Bewegung zu verwandeln und zu zeigen, was in den von dem Fotografen eingefangenen Momenten geschehen sein könnte.
Regie und Performance: Jose Manuel Álvarez
Co-Regie: Marta Piñol
Archiv: René Robert
Visuals: Fausto Morales und Beat Biela (Slide Media)
Choreografische Beratung: Joaquín Collado
Musikalische Komposition: Jose Manuel Álvarez, Lucas Balbo, Carlos Cuenca und Josep Tutusaus
Technische Assistenz: Lucas Tornero
Kostüm: Noel Wals
Fotos (Poster): Amanda Lindgren
Fotos (Performance): Luis Lacau
Video: Andrés Pino
Produktion und Distribution: Flamenco Projects
Dank an die Bibliotèque Nationale de France (FR), Miriam Vallejo, Clara Doucet und Paca Rimbau.
Mit der Unterstützung von Aliansat – SAT! Teatre (ES), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT) und ICEC Institut Català de les Empreses Culturals (ES).
Dauer: 50 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
Mit französischen und englischen Übertiteln.
Diese Performance enthält Theaternebel und Stroboskop-Effekte.
Termine
Mo 3.8.2026, 19:00 | Ticket
Mi 5.8.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
Ein Europa, in dem mit anti-arabischen Stereotypen wieder im großen Stil Stimmung und Politik gemacht werden: Das ist der Kontext, in dem Dominique Teghos the intimacy of collision seine wütende und oft euphorische Kraft entfaltet. Die strengen Rhythmen von Volkstänzen wie der levantinischen Dabke oder dem ägyptischen Baladi treffen in Teghos Trio mit Anthony Nakhlé und Hassandra auf westliche, orientalistische Fantasien, die sich z. B. im berühmten und endlos interpretierten „Tanz der sieben Schleier“ aus Oscar Wildes Drama Salome (1893) auch tief in die Tanzgeschichte eingeschrieben haben. Die libanesische, in Berlin lebende Choreografin „formt einen tanzenden Körper“, der die nicht nur diskriminierenden, sondern noch heute brandgefährlichen rassistischen Klischeebilder „aus dem Gleichgewicht bringt und durchbricht“.
Konzept und Choreografie: Dominique Tegho
Performance und Choreografie: Anthony Nakhlé, Hassandra und Dominique Tegho
Sound: Basel Naouri
Lichtdesign: Marco Ciceri
Lichtadaption: Vito Walter
Lichttechnik: Hanna Kritten Tangsoo
Video: Cynthia el-Hasbani
Kostüme: Mathilda Rejouan – Mounia Studios
Drag-Outfit: Naomi Tarazi
Dramaturgische Unterstützung: Manolis Tsipos, Polyna Fenko und Nima Séne
Outside Eye: Charlie Prince
Produktionsleitung: Tammo Walter
Dabke-Coaching: Nancy Nasreddine
Stimmcoaching: Wafaa Saied
Haare und Make-up: Hassandra
Eine Produktion von Dominique Tegho in Koproduktion mit Sophiensæle (DE).
Unterstützung: Culture Resource Wijhat programme, Goethe-Institut Research Residency Abroad (DE), AIR Burgenland (AT), SHIFT/Telescope Beirut (LB) (ein Creative-Europe-Projekt, kofinanziert von der Europäischen Union), DIORAMA Berlin (DE), Culture Moves Europe, Moving in November Festival (FI) / Uferstudios (DE) und Ausland Berlin (DE)
Dauer: 60 Min
Preise: 18 / 24 Euro
Ermäßigt: 15 / 20 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
In arabischer und englischer Sprache mit arabischen und englischen Übertiteln.
Termine
Mi 29.7.2026, 22:30 | Ticket
Fr 31.7.2026, 19:00 | Ticket
Flammend rote Blüten, breite Krone, ein „Bewahrer von Geschichten“: Das ist der Umuko-Baum, der in Ostafrika wächst – und in Ruanda, dem Geburtsland der Musikerin Dorothée Munyaneza, die 1994 dem Völkermord an den Tutsi nach England entkam. Ihre Karriere als Sängerin und Choreografin machte sie in Frankreich. Wie eng verbunden sich Munyaneza ihrer Herkunft bis heute fühlt, zeigt sie in dieser Mischung aus Konzert und Tanz. Ein magisches, poetisches und zukunftsorientiertes Quintett um die Choreografin und vier junge ruandische Künstler:innen in Kostümen, die an das Leuchten der Umuko-Blüten erinnern.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Küntlerische Leitung: Dorothée Munyaneza
Performance und künstlerische Zusammenarbeit: Jean Patient „Nkubana“ Akayezu, Eric „Rud Bass“ Hakizimana, Impakanizi, Abdoul Mujyambere und Cedric Mizero
Musik: Impakanizi, Jean Patient „Nkubana“ Akayezu und Michael Makembe
Tontechnik: Camille Frachet und Aude Besnard
Licht und Bühnenbild: Camille Duchemin
Lichttechnik: Camille Faye, Anna Geneste und Estelle Gautier
Kostüme: Stéphanie Coudert
Produktion: Virginie Dupray – Cie Kadidi, assistiert von Nouria Tirou und Louise Mutabazi
Koproduktion: Dance reflections by Van Cleef & Arpels, Chaillot – Théâtre National de la Danse (FR), Maison de la Danse Lyon – Pôle Européen de création (FR), PACT Zollverein (DE), deSingel (NL), Julidans (NL), Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer (DE), Kaaitheater (BE) und Oriente-Occidente (IT)
Mit der Unterstütung des Institut français du Rwanda (FR/RW) und dem Goethe-Institut im Rahmen des Fonds Culturel Franco-Allemand (DE/FR) sowie DRAC Provence-Alpes-Côte d’Azur (FR).
Dauer: 60 Min
Preise: 20 / 28 / 38 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 / 32 Euro
Gesang in Kinyarwanda. Diese Performance enthält laute Musik.
Termine
So 26.7.2026, 19:00 | Ticket
Di 28.7.2026, 21:00 | Ticket
„So sehr wir auch versuchen, uns davon zu befreien: Am Ende bringt uns alles wieder zum Körper zurück.“ Das schrieb 2020 der postkoloniale Theoretiker Achille Mbembe. Im selben Jahr begann Ehsan Hemat mit der Arbeit an seinem Duett mit einer 18kg schweren Kupferplatte. Auch unter der glatt polierten, rätselhaften Oberfläche verbergen sich die Fähigkeiten und Strapazen des menschlichen Körpers, seine Ausbeutung – sowie die Ausbeutung der Erde: Kupfer wird aus den Tiefen von Tagebauminen in Afrika, Süd- und Nordamerika gewonnen. Anstatt sich vom Körper zu befreien, will der iranisch-belgische Künstler diese versteckten Geschichten mithilfe des Körpers wieder freisetzen: Geschickt lenkt er zwischen dem Kupfer und sich Licht, Stimme und Klang, und setzt eine Vision menschlich-nichtmenschlicher Gleichheit eindrucksvoll in Szene.
Choreografie und Performance: Ehsan Hemat
Sound: Roeland Luyten
Dramaturgie: Yasen Vasilev
Bühnenbild: Erki De Vries
Licht: Kurt Lefevre
Stimmtraining: Selma Banich
Technik: Lucas Van de Voorde
Dramaturgische Beratung: Hildegard De Vuyst
Produktion: Julie De Clercq / 2nd to the right
Internationale Distribution: StepTurnMove
Koproduktion: Monty (BE), C-TAKT (BE), MC93 (Maison de la culture de Seine-Saint-Denis) (FR) und DansiT (NO)
Entwickelt bei laGeste (BE).
Mit der Unterstützung der Flämischen Gemeinschaft (BE), STUK (BE) und nona (BE).
Dauer: 50 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
Diese Performance enthält Nacktheit.
Termine
Sa 1.8.2026, 21:00 | Ticket
Mo 3.8.2026, 19:00 | Ticket
Elisabeth Bakambamba Tambwe / Dig Up Productions (CD/AT/FR)
You Disturb My Sleep
Uraufführung
In die Sixties und Seventies des vorigen Jahrhunderts reisen Elisabeth Bakambamba Tambwe und acht ihrer Studierenden an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Dort unterrichtet Tambwe zusammen mit dem bildenden Künstler Markus Schinwald und der Theaterwissenschaftlerin Ulrike Haß das Fach Performance und künstlerische Forschung. Was Tambwe, bekannt durch Arbeiten wie SelFist, Beyond the Overflow oder Jeanne Dark, dort mit den jungen Künstler:innen erarbeitet, testet die in der DR Kongo geborene Wienerin hier auf neue Art aus. Mit Bezug auf Persönlichkeiten wie Tehching Hsieh, Dan Graham, VALIE EXPORT oder Bruce Nauman entsteht ein „Process Theatre“ zwischen White Cube und Black Box, in dem ein neues Verständnis von Präsenz entstehen und die Geschichte performativen Kunstschaffens umgeschrieben werden könnte.
Künstlerische Leitung und Choreografie: Elisabeth Bakambamba Tambwe
Entwicklung und Performance: Emma Tietze, Erle Blume, Ferry Kummich, Hanna Braun, Lana Koeters, Nicolas Patzer, Sebastian Hesse und Soheil Honarmand
Musik: Ursula Winterauer
Licht: Peter Kutin
Recherche und Dramaturgie: Benoît Jouan
Video-Montage und Dokumentation: David Pujadas Bosch
Produktion: Indra Jäger
Produktion: Dig Up Productions
Koproduktion: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe (DE) und ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT)
Dauer: 90 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
In englischer und deutscher Sprache sowie etwas Französisch.
Diese Performance enthält Nacktheit und explizite Inhalte.
European Creative Europe Desk – 30 Years of danceWEB
Mit Trajal Harrell, Philipp Gehmacher & Katerina Andreou
Das danceWEB International Scholarship Programme feiert Jubiläum! Zeit also, auf 30 Jahre eines Programms zurückzuschauen, das jeden Sommer jungen Künstler:innen – bislang 1,700 „Webbers“ aus 95 Ländern – die Chance gibt, aus dem Vollen des ImPulsTanz- Angebots zu schöpfen, Workshops und Performances zu besuchen, und vor allem: sich auszutauschen, miteinander zu leben und zu tanzen. Dieses einzigartige internationale Renommée wird u. a. durch das EU-Förderprogramm Creative Europe ermöglicht. Dass das Stipendium auch am Anfang zahlreicher ganz besonderer Laufbahnen im Tanz stand, zeigen schon unsere Panelgäste Trajal Harrell (danceWEB-Mentor 2008), Philipp Gehmacher (danceWEB-Stipendiat im Debütjahr 1996, danceWEB-Mentor 2009), Katerina Andreou (danceWEB 2015, Prix Jardin d’Europe 2016) u. a. danceWEB wird seit 1997 gefördert durch die EU-Kulturförderprogramme der Europäischen Union.
Dauer: 90 Min
Termin
Di 28.7.2026, 18:00 | Eintritt frei! | Zum Angebot
Ort
Volkstheater
Rote Bar Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien
Tanz nicht als frontale Unterhaltung, sondern als soziale Praxis. Ein Gewahrwerden des gemeinsamen Raumes und der Handlungsfähigkeiten darin. Das ganz genaue Hinsehen, das In-Kontakt-Treten, Durchlässig-Sein. Verabredungen treffen, umdenken und neu treffen. Schleifen des Mit- und Füreinanders. Zwischen Ewa Dziarnowska, Leah Marojević, dem Licht, der Musik und dem Publikum entsteht über drei Stunden in einer sinnlichen und hinreißend getanzten Arbeit ein „Gegenentwurf“ dazu, wie wir uns im aktuellen gesellschaftlichen Klima „zu fühlen und zueinander in Beziehung zu setzen haben“ (Dziarnowska). In ihrer Hingabe an den Körper präsentieren die Tänzer:innen „Ruhe und Geduld“, Sinnlichkeit und Tanz als zeitlose und für alle zugängliche Mittel, um die gegebene Welt aufzulösen und die fortwährende Gegenwart in eine Zukunft zu projizieren, die Bestand hat – eine Zukunft, die durch und durch zärtlich, verliebt und aufmerksam ist. Seit seiner Premiere 2024 begeistert diese Arbeit so durchgängig das internationale Publikum.
Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz International, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Konzept, Choreografie und Performance: Ewa Dziarnowska
Performance: Leah Marojević
Sound: Krzysztof Bagiński
Licht: Jacqueline Sobiszewski
Kostüme und Styling: Nico Navarro Rueda und Franziska Acksel
Dramaturgische Beratung: Jette Büchsenschütz
Künstlerischer Dialog: Suvi Kemppainen
Fotos: Spyros Rennt
Videodokumentation: Margarita Maximova
Dank an Maciej Sado
Premiere: 13. Januar 2024, Tanztage Festival in den Sophiensælen, Berlin (DE)
Eine Produktion von Ewa Dziarnowska in Koproduktion mit den Sophiensælen (DE)
Die 33. Tanztage Berlin waren eine Produktion der Sophiensæle, gefördert durch die Senatsabteilung für Kultur und sozialen Zusammenhalt (DE) und den Hauptstadtkulturfonds (HKF) (DE), mit freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin e. V. (DE) und des Theaterhauses Berlin Mitte (DE).
Dauer: 180 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit, explizite Inhalte, flackerndes Licht, laute Musik und laute Geräusche.
Im Lauf der Vorstellung kommt es an manchen Stellen zu Interaktionen und möglicher physischer Berührung mit dem Publikum.
Das Publikum kann den Raum während der Performance verlassen und wieder betreten.
Termine
Di 28.7.2026, 18:00 | Ticket
Do 30.7.2026, 19:00 | Ticket
Fr 31.7.2026, 20:00 | Ticket
Final Workshop Showing: «the biggest expressions ever’26»
Die Teilnehmer:innen präsentieren gemeinsam mit ihren Dozent:innen die Ergebnisse aus vier Wochen intensiver Workshop-Arbeit – ein lebendiger Abschluss des Festivalsommers, der heuer erstmals im wunderschönen Arkaden- hof stattfindet. Anschließend laden DJs zum gemeinsamen Tanzen und ausgelassenen Feiern von vier erlebnisreichen Workshop- Wochen ein.
Was können uns ein humanoider Nussknacker, ein Burlesque-Showgirl und ein verschmitztes Zebra über unsere gegenwärtige politische Gemengelage verraten? Gabrielle Levies Solo Winter Quarters gewährt Einblicke in die Mechanismen unserer Gesellschaft des Spektakels, in der Körper, die von einer künstlich konstruierten Norm abweichen, verteufelt und zur Sensation erklärt werden, während der Größenwahn einiger weniger Mächtiger Tagesgeschäft bleibt. Dafür besinnt sich Levie, die sich selbst als „Performerin und Requisitenbauerin“ bezeichnet, auf die Wanderzirkusse des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurück, die lang vor der uns bekannten medialen Dauerbeschallung die Massen unterhielten. Als immer neue Charaktere in immer neuen Kostümen vollführt Gabrielle Levie meisterinnenhaft eine Reihe fauler, aufschlussreicher Tricks.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Künstlerische Leitung, Performance und Requisiten: Gabrielle Levie
Installation: Théo Pézeril
Stimme: Noé Leleu
Kostüme: Yvan Zimmermann und Noa Pearce di Sanzo
Musik: Alejandro Ferrandiz und Sami Robert
Studioaufnahme: Lucien Krampf
Studioassistenz: Yanis Antonacci
Prothesen: Loïse Hulin
Residency: Ménagerie de Verre, Paris (FR)
Dauer: 45 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
In englischer Sprache.
Termine
Mo 3.8.2026, 21:00 | Ticket
Mi 5.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
Burgtheater
Projektraum Universitätsring 2
A-1010 Wien
Masken von Geistern, digitale Avatare und futuristischer Schamanismus übernehmen die Bühne während dieser Soloperformance von Hyeji Nam. Mit Mythen, Ritualen und künstlicher Intelligenz schafft die aus Korea stammende Wiener Künstlerin Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. „Die koreanische ,Gut‘-Zeremonie, bei der Schamanen unter Trommelbegleitung tanzen, singen und in Trance fallen, hat mich mit ihrer intensiven Atmosphäre schon immer fasziniert“, berichtet Nam. In MANSHIN reflektiert sie über Präsenz, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen kultureller Tradition und digitaler Innovation. Das Ergebnis ist eine mystische Untersuchung des komplexen Seins und dessen Wandel im postdigitalen Zeitalter, für die Performance, Musik und bildende Kunst als gleichwertige künstlerische Mittel eingesetzt werden.
Konzept und Choreografie: Hyeji Nam
Performance: Hyeji Nam und IDKLANG
Licht: Klimentina Li
Sound: IDKLANG
Masken: Una Ryu
Kostüme: Pouran Parvizi
Zusätzliche Kostüme: Nina Mcnab und Markus Steinkellner
Lichtobjekt und Coding: Jonas Bohatsch
Objektherstellung: Mathias Lenz und Larry Meyer
3D-Character-Design: NIVVA
Produktionsleitung: partner in crime
Koproduziert von Hyeji Nam, partner in crime und brut wien (AT).
Unterstützt durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) (AT), das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT) und das Korea Kulturzentrum (KO/AT).
Dauer: 60 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Effekte, laute Geräusche und laute Musik.
Termine
So 2.8.2026, 20:00 | Ticket
Di 4.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Hofstallung Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Eigens für den White Cube im Untergeschoss des mumok entwickelt, nimmt The Burgeoning („Der Aufschwung“) Edward Muybridges berühmte Bewegungsstudien aus dem 19. Jahrhundert als Ausgangspunkt eines installativen Settings und eines fließenden Raums. Gemeinsam mit rRoxymore (Sound), Stephanie Rauch (Bühnenbild) und Catalina Fernandez (Licht) untersucht Choreograf, Filmemacher und Tänzer Ian Kaler die Beziehung zwischen Echtzeit-Komposition, Licht und dem Sog eines industriell–filmisch–atmosphärischen Techno-Soundtracks. Nach einer Zeit intensiver Beschäftigung mit der Einbindung von Text und Geschichten in seine Choreografien, entsteht im neuen Solo von Ian Kaler ein intensives Tanzsolo zwischen Innenschau und faszinierender Verausgabung. The Burgeoning: Motion Pictures ist ein Versuch, Bewegung zu formen und sie zugleich sein zu lassen – als verkörperte Prosa, als Poesie!
Künstlerische Leitung, Choreografie und Performance: Ian Kaler
Musik und Soundtrack: rRoxymore
Licht: Catalina Fernandez
Raum: Stephanie Rauch
Produktionsleitung: das Schaufenster
Dauer: 40 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
Diese Performance enthält flackerndes Licht und laute Musik.
Termine
So 26.7.2026, 19:00 | Ticket
Di 28.7.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
ImPulsTanz Party: «the biggest expressions ever’26»
Einlass ab 20:30 (Final Workshop Showing)
Party ab 22:30
Die Teilnehmer:innen präsentieren gemeinsam mit ihren Dozent:innen die Ergebnisse aus vier Wochen intensiver Workshop-Arbeit – ein lebendiger Abschluss des Festivalsommers, der heuer erstmals im wunderschönen Arkadenhof des Wiener Rathauses stattfindet. Anschließend laden DJs zum gemeinsamen Tanzen und ausgelassenen Feiern von vier erlebnisreichen Workshop-Wochen ein.
Unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig.
Eintritt zur Party ab 18 Jahren
Preise:
Vorverkauf: € 18 / € 10 mit Workshop-Pass
Abendkasse: € 20 / € 15 mit Workshop-Pass
Tickets sind an allen ImPulsTanz Tageskassen, online und an der Abendkasse (sofern noch verfügbar) erhältlich.
Tanz als lebendiges, bewegtes, sich ständig vergrößerndes Körperarchiv, als „diasporisches Echo“. Joce lebt und tanzt in Genf, oder andersherum: Genf lebt und tanzt in ihm, denn er begreift sich in „endlosem Dialog“ mit den Straßen, durch die er geht, den Menschen, die er trifft, der einzigartigen Kulisse aus Geräuschen, Wünschen und Erinnerungen, die eine Stadt konstituiert. Ein solches Gespräch, eine so feine, durchlässige Wahrnehmung reißt natürlich nicht an der Stadtgrenze ab, sondern erweitert sich, heißt neue Eindrücke anderer Städte willkommen und lässt sie tanzen. So auch bei uns in Wien: In freier Improvisation und begleitet nur von der Soundlandschaft, die aus einer Boombox tönt, bringt der Performer eine spezifische gelebte Erfahrung zum Vibrieren, die zugleich „Zeugnis ablegt für eine Unmenge von anderen.“
Dauer: 45 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
Gesang in englischem, französischem und karibischem Kreol.
Diese Performance enthält explizite Inhalte und laute Musik.
Termine
Do 30.7.2026, 18:30 | Ticket
Sa 1.8.2026, 18:30 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Vier junge Menschen treffen sich, um ihre innere Unruhe rauszulassen. Katerina Andreou, Gewinnerin des Prix Jardin d’Europe 2016 bei ImPulsTanz, kommt mit ihrem ersten Gruppenstück zurück nach Wien. Bless This Mess ist ein hochaufgeladenes und daher so richtig elektrisierendes Quartett, in dem eine weite Strecke der Rastlosigkeit nur kurz von einem Moment der Ruhe unterbrochen wird. Das entspricht treffsicher der permanenten Irritation unserer überdrehten Gesellschaft, die stets nach gemeinschaftlicher Zerstreuung giert: Jedes Zusammensein soll am besten legendär sein und wie auf einer Konzertbühne gefeiert werden, ganz so wie bei diesem Tanz in seiner wilden Vitalität. Die in Frankreich lebende Griechin Andreou fängt das Lebensgefühl einer Generation ein, die ihren Platz in den spektakulären Gerüsten ihrer Zeit sucht. Und gewissermaßen auch findet.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Konzept: Katerina Andreou
Performance: Katerina Andreou, Lily Brieu Nguyen, Baptiste Cazaux und Mélissa Guex
Sound: Katerina Andreou mit Cristian Sotomayor
Licht und Bühnenbild: Yannick Fouassier
Outside Eye: Costas Kekis
Technische Leitung: Thomas Roulleau Gallais
Produktion und Touring: Elodie Perrin
Dank an Jean-Baptiste Veyret-Logerias und Laura Garnier.
Produktion: BARK
Koproduktion: CCN de Caen en Normandie (FR) im Rahmen des Associated-Artist-Programms, Kunstenfestivaldesarts Brussels (BE), Pavillon ADC – Genève (CH), Athens Epidaurus Festival (GR), T2G théâtre de Genevilliers (FR), Festival d’Automne à Paris (FR), Next Festival, Les SUBS – lieu vivant d’expériences artistiques Lyon (FR), Maison de la Danse, Lyon – Pôle européen de Création (FR), KLAP Maison pour la danse à Marseille (FR), CCN de Grenoble im Rahmen von Accueil-studio (FR), CCNR, Centre chorégraphique national de Rillieux-la-Pape (FR) und ICI—CCN Montpellier Occitanie / Leitung: Christian Rizzo (FR)
Residencies: Espace Pasolini (FR) und Kunstencentrum BUDA Kortrijk (BE)
Unterstützung von Direction régionale des affaires culturelles Auvergne Rhône-Alpes (FR), Caisse des Dépôts (FR) und Dance Reflections by Van Cleef & Arpels.
Bless This Mess wurde zum Teil im Performancelabor The Watermill Center (US) entwickelt, im April 2023.
Premiere: 30. Mai 2024, Kunstenfestivaldesarts in Brüssel (BE)
Dauer: 55 Min
Preise: 18 / 26 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 22 / 30 Euro
Empfohlen ab 12 Jahren.
Diese Performance enthält Theaternebel und laute Musik.
Termine
Do 30.7.2026, 19:30 | Ticket
Sa 1.8.2026, 21:00 | Ticket
KURIER-Gespräch zu Trisha Brown mit Carolyn Lucas (US)
Moderation: Werner Rosenberger
Carolyn Lucas kam 1984 zur Trisha Brown Dance Company und tanzte die Hauptrollen in einigen von Browns berühmtesten Werken, darunter Lateral Pass (1983), Carmen (1986), Newark (Niweweorce) (1987), Astral Convertible (1989), Foray Forêt (1990) und Astral Converted (1991) . 1993 ernannte Trisha Brown Lucas zu ihrer choreografischen Assistentin, bis sie 2013 stellvertretende künstlerische Leiterin der Compagnie wurde. Als choreografische Assistentin spielte Lucas eine wesentliche Rolle in Browns Schaffen für Tanz und Oper gleichermaßen. Sie arbeitete u. a. mit an Stücken wie dem Duett You can see us (1995) mit Bill T. Jones und später mit Mikhail Baryshnikov, sowie an Monteverdis Orfeo (1998) bis hin zu Winterreise (2002) mit Simon Keenlyside und Rameaus Pygmalion (2010) mit William Christie und Les Arts Florissants beim Festival d’Aix, Holland Festival und Athens Festival. Carolyn Lucas war ebenso an Trisha Browns letztem Werk für das Ensemble, I’m going to toss my arms – if you catch them they’re yours (2011) beteiligt, uraufgeführt im Théâtre National de Chaillot in Paris.
Neben der Unterstützung bei neuen Choreografien, der Probenleitung der Compagnie und der Neuinszenierung bestehender Choreografien mit den aktuellen Tänzer:innen, wie bei diesem Abend, hat Lucas Projekte auf der ganzen Welt geleitet, darunter für The New School in NYC, P.A.R.T.S. in Brüssel und das Ballett der Pariser Oper. Derzeit dokumentiert Lucas Browns Werk für das Trisha Brown Archive.
Dauer: 60 Min
Kurier im Gespräch mit Carolyn Lucas, Associate Artistic Director der Trisha Brown Dance Company und Werner Rosenberger.
Termin
Di 14.7.2026, 19:00 | Eintritt frei! | Zum Angebot
Ort
Volkstheater
Rote Bar Arthur-Schnitzler-Platz 1
A-1070 Wien
Der Performance Situation Room vereint zwei Arbeiten und Künstlerinnen, die sich mit dem dringenden Bedürfnis nach Ruhe auseinandersetzen. Nach Geduld. Gemeinsam. Kein Rückzug in digitale oder soziale Bubbles, sondern das Teilen von Zeit und Raum, das sowohl sinnliches Vergnügen als auch Widerstand ermöglicht, wie in Ewa Dziarnowskas This resting, patience. Maud Blandel gibt im mumok kino Einblicke in die klanglichen, visuellen und getanzten Materialien ihrer neuesten Arbeit Same Old Songs . Diese verwandelt Virginia Woolfs feministischen Anti-Kriegsessay Drei Guineen (1938), der vom Krieg als patriarchalem Problem ausgeht, in eine psychedelische, energiegeladene Halluzination.
Das Creative-Europe-Projekt Life Long Burning – Futures Lost and Found mit 12 Partnerorganisationen aus 12 Ländern veranstaltet nicht nur das danceWEB International Scholarship Programme und die [8:tension] Young Choreographers’ Series. Die Partner organisieren zudem eine Reihe mit dem Namen „Performance Situation Room“: offene Räume, die Künstler:innen und Publikum gleichermaßen einladen, sich mit Themen von besonderer Dringlichkeit zu befassen.
Das Screening im mumok wird begleitet von einem Gespräch mit den Künstlerinnen.
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.
Dauer: 90 Min
Termin
Mi 29.7.2026, 17:00 | Eintritt frei! | Zum Angebot
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
kino Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Wann wird der Druck in unserer Gesellschaft zu groß, wann formt der Geist seine Willigkeit in Widerstand um und zieht den überstrapazierten Körper mit? Eine brennend aktuelle Frage, die in dieser Spin-Off Version der neuen Performance HOLD&RESIST der Wiener Compagnie Liquid Loft nachdrücklich und eindrucksvoll gestellt wird. Nach seiner Kremser Frühlings-Uraufführung beim donaufestival kommt das Stück in einer konzentrierten Version und mit veränderter Musik jetzt auch nach Wien. Nach dem weiten Kirchenraum in Krems zum Sound der Noise-Legenden Radian entsteht im White Cube im mumok-Keller eine intensive Klangwelt aus den Körpersounds der fünf beeindruckenden Tänzer:innen, die jedes Zittern, jeden Schritt, jedes Hold und Resist akustisch ins Dringliche übersetzt.
Künstlerische Leitung und Choreografie: Chris Haring
Komposition, Electronics und Spatialisierung: Andreas Berger
Performance und Choreografie: Coralie Bénard, Jackson Carroll, François-Eloi Lavignac, Katharina Meves und Hannah Timbrell
Bühnenbild: Thomas Jelinek
Kostüme: Stefan Röhrle
Text: Thomas Edlinger und Andreas Spiegl
Stage Management: Roman Harrer
Compagnie-Management: Christina Panholzer
Foto- und Videodokumentation: Michael Loizenbauer
Dramaturgie: Judith Thaler
Social Media: Valentina Diaz
Künstlerische Mitarbeit: Mona Gablenz und Aldo Giannotti
Dauer: 60 Min
Preise: 32 Euro
Ermäßigt: 27 Euro
Termine
Di 4.8.2026, 19:00 | Ticket
Do 6.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
In der Performance der österreichischen Choreografin Lisa Hinterreithner geht es um die lustvolle Begegnung mit Pflanzen und Erde, um spielerische Intimität. Allerdings nicht nur auf das Zwischenmenschliche. In many in a bed begegnet das Publikum Formen von artenübergreifenden Affären irgendwo zwischen Blütezeit und Verwesung. Wie so oft in Hinterreithners Arbeiten ist es eine spielerische Neugierde, welche sie und die Performer:innen Magdalena Forster, Theo Emil Krausz und Carla Rihl antreibt. In dieser neuen Arbeit geschieht das in einem installativen Setting mit durchaus paradoxen Natur-Objekten. Äste, Erdkugeln oder Früchte treffen auf Plastik, Organisches auf all die künstlichen Partikel, die längst auch Teil unserer Körper sind. Stets auf der Suche nach libidinösen Begegnungen mit einem vielleicht „botanischen Unterbewussten“, entsteht ein Raum, der gleichermaßen sinnlich wie entschleunigend wirkt. Wie tröstlich kann mehr-als-menschliche Erotik sein – und wie lässt sich eine Pflanze küssen?
Die Performance ist Beginn einer Serie, die in weiteren Stationen in Wien und Salzburg neue Begegnungsformen entwickeln wird.
Künstlerische Leitung, Recherche und Setgestaltung: Lisa Hinterreithner
Kreation und Performance: Magdalena Forster, Theo Krausz und Carla Rihl
Setdesign: Eva Sommer
Sound und Komposition: Lisa Kortschak und Elise Mory
Kostüme: Daniela Grabosch
Outside Eye: Andrea Salzmann
Recherche: Markus Gradwohl
Set- und Kostümmitarbeit: Michaela Altweger
Foto- und Videodokumentation: Markus Gradwohl
Produktionsleitung: Kira Koplin
Administration: Sophie Menzinger / Takelage
many in a bed ist eine Koproduktion des Art Lovers e.V., Wien (AT), des Unpredictable Past e.V., Salzburg (AT), und des WUK performing arts, Wien (AT).
Die Produktion ist gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) (AT), die Stadt und das Land Salzburg (AT), das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT) sowie den SKE (AT).
Dauer: 60 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit.
Termine
Fr 7.8.2026, 18:00 | Ticket
So 9.8.2026, 19:00 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Hofstallung Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Hier tanzen nicht Körper zur Musik, hier stellen sie sie selbst her: mithilfe von ausrangierten Orgelpfeifen, die zu den frühesten Klangkörpern der westlichen Musikgeschichte zählen. In der Gruppenperformance Echo Body wird das Aktivieren der Pfeifen durch den Atem, ihre Erweiterung durch den menschlichen Resonanzraum, wiederum zur Choreografie, zum Tanz. Magdalena Forster, die eben den H13 Niederösterreich Preis für Performance bekam, machte schon beim letztjährigen Festival als Performerin in Martina De Dominicis’ Latente Eindruck und wird heuer zudem in Lisa Hinterreithners many in a bed zu sehen sein. Doch die Faszination der in Wien lebenden Künstlerin für den Körper und seine mitunter ritualisiert scheinenden natürlichen Prozesse reicht noch vor ihre Karriere im zeitgenössischen Tanz zurück: in ihre Zeit als Pflegerin.
Konzept und Performance: Magdalena Forster
Performance: Hannah Todt und Valentino Skarwan
Komposition: Milena Georgieva
Produktion: mollusca productions – Eva Holzinger und Sophie Schmeiser
Fotos: Marcella Ruiz Cruz
Dauer: 60 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
Termine
Do 23.7.2026, 19:00 | Ticket
Sa 25.7.2026, 19:00 | Ticket
Das berühmteste moderne Sprachspiel über die Rose stammt von Gertrude Stein: „A rose is a rose is a rose.“ Dessen Nüchternheit zeigt aber nur eine Seite der Kultur um die Rose. Das Wiener Performance-Duo maria mercedes (Julia Müllner und Camilla Schielin) jedenfalls hat sich für ihr dreiteiliges Trio shining rose mit der Tänzerin Yoh Morishita verbunden und baut Brücken zwischen dem Leben der Rose und den Blüten der Emotion. Hier gilt: Eine Rose ist eine Rose ist ein Symbol für den Gefühlsrausch, für Sinnlichkeit und dornigen Widerstand. Gerücht und Tratsch, auf Englisch „gossip“ (im Mittelalter bezeichnete das Wort jemanden, mit dem man eng vertraut war), beruht auf Weitergabe. Ähnliches gilt auch für den Zauber der Rose. In shining rose tanzen fantastische Kostüme, entfalten sich Farben der Leidenschaft von Rot bis Violett und rankt sich die Sehnsucht in Weiß an den „Mauern der Unschuld“ entlang.
Konzept: maria mercedes (Camilla Schielin und Julia Müllner)
Performance und Choreografie: Camilla Schielin, Julia Müllner und Yoh Morishita
Musik und Sound: Hannah Todt und Lucia Kagramanyan
Kostüme: Alessandro Santi
Licht: Samuel Schaab
Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) (AT) und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT).
Dauer: 60 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
Diese Performance enthält Theaternebel und eine Windmaschine.
Termine
Fr 7.8.2026, 19:30 | Ticket
So 9.8.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
Vor über zehn Jahren traf der französische Choreograf Mickaël Phelippeau die beiden Performerinnen in einem seiner Workshops. Seitdem sprachen sie viel über die unterschiedlichen Erfahrungen, welche die Frauen im Tanz gemacht haben: Alice hat Down-Syndrom, Françoise gilt als „ablebodied“ – selbstverständlich eine schwere Verkürzung der vielgestaltigen Fähigkeiten der zwei Tänzerinnen. Im tänzerischen Duett und im verbalen Dialog erkunden sie ihre Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten mit großer Behutsamkeit, aber auch Wut. Ein Stück, das sie mitunter „an unbekannte und einschüchternde Orte“ (Françoise) führt, „damit Leute wissen, wer wir sind“ (Alice).
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Choreografie: Mickaël Phelippeau
Performance: Alice Davazoglou und Françoise Davazoglou
Unter Beteiligung von Agathe Lacorne
Dramaturgische Zusammenarbeit: Anne Kersting
Lichtdesign: Abigail Fowler
Lichttechnik: Antoine Crochemore
Sound: Laurent Dumoulin
Kostüme: Karelle Durand
Audiodeskription und Stimmaufnahme: Valérie Castan
Produktionsvorbereitung: Fabrik Cassiopée – Isabelle Morel
Produktion, Distribution und Administration: Fabrik Cassiopée – Manon Crochemore, Pauline Delaplace und Isabelle Morel
Dank an: Yohan Chambonneau und Florian Laze, La Pratique, atelier de fabrique artistique – Vatan und La Spirale de Caroline – Olivia Grandville
Executive Production: bi-p
Koproduktion: L’échangeur, CDCN Hauts de France (FR), Atelier de Paris – CDCN (FR), Espace 1789 – scène conventionnée danse de Saint Ouen (FR), Les Quinconces L’espal – Scène nationale du Mans (FR), Scène nationale d’Aubusson (FR), Entresort/Centre national pour la création adaptée (FR) und La Filature – scène nationale de Mulhouse (FR)
Mit der Unterstützung von La Pratique, atelier de fabrique artistique – Vatan (FR)
Dauer: 60 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
In französischer Sprache mit englischen Übertiteln.
Termine
Di 14.7.2026, 19:00 | Ticket
Do 16.7.2026, 21:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
Eigentlich plante Ndoho Ange ihr Stück als „Rückkehr“: „Vielleicht auf die Insel meiner Mutter oder ins Land meines Vaters – ein Ursprung, den es wiederzuentdecken gilt. Aber zu dieser Rückkehr sollte es nie so recht kommen.“ Stattdessen scheint sie in Welcome To My Jungle in Schleifen der Erinnerung gefangen; wie in einem Boxkampf, umringt von Publikum und Subwoofern, tritt Ange sich Runde um suchende Runde selbst entgegen. Der multidisziplinären Künstlerin – die nicht nur eine begnadete Tänzerin ist, sondern auch fotografiert, Gedichte schreibt und als Spoken-Word-Artist performt – ist ein mitreißendes, rituell anmutendes Solo gelungen. Dabei gibt No, No, No von Dawn Penn, ein Klassiker der elektronischen „Jungle“-Musik, den bebenden, flirrenden Ton vor.
Mit Unterstützung des Institut français à Paris und des Institut français d’Autriche.
Konzept, Choreografie und Performance: Ndoho Ange
Musik: Deepnathy
Licht: Ndoho Ange in Zusammenarbeit mit Emile Bagbonon (Les Laboratoires d’Aubervilliers)
Distribution und Touring: partner in crime
Executive Production: Les Laboratoires d’Aubervilliers
Dauer: 50 Min
Preise: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
Diese Performance enthält laute Musik.
Termine
Do 16.7.2026, 22:30 | Ticket
Sa 18.7.2026, 21:00 | Ticket
Die Brüsseler Needcompany ist über 40 Jahre hin ein Leuchtturm der belgischen und europäischen darstellenden Kunst. Seit 1999 zeigt die Gruppe um Jan Lauwers, Grace Tjang, Maarten Seghers, Sung Im Her und weitere Protagonist:innen im Needlabp -Format, wie ihre Werke zustande kommen. Wenn die Performances der Company als die „Gemälde“ ihrer Kunst gelten können, dann werden in den jährlichen Needlabps sozusagen die Skizzen dazu präsentiert. So kann das Publikum in ersten öffentlichen Begegnungen Einblicke in die Denk- und Schaffensprozesse gewinnen und zusammen mit den Künstler:innen neues Material für die Arbeiten entdecken. Die Needcompany verspricht „ein Experiment, aber auch eine Einladung zur Neugier; einige Szenen werden erstmals aufgeführt, andere zum allerletzten Mal“. Und sie garantiert: „Alles ist möglich.“
Dauer: 60 Min
Preise: 15 / 22 / 32 Euro
Ermäßigt: 12 / 18 / 27 Euro
Menschen sind geprägt von ihrer Umwelt. Was also verrät eine in Einzelteile aufgespaltene und zum Verkauf stehende Welt über ihre Bewohner:innen? Inmitten dieser „profitablen Landschaften“ eröffnet Netti Nüganen gemeinsam mit Künstlerin Pire Sova und Sounddesignerin Michaela Kisling ihre eigene Eismanufaktur. Zwischen Objekten aus Eis, mit denen auch das Publikum hantieren darf, und riesengroßen Ideen angesichts der uns allen schmelzenden Existenzgrundlage, erzählt Nüganen humorvoll, multiperspektivisch und zugleich präzise von der Widerständigkeit des Loslassens.
Konzept und Choreografie: Netti Nüganen
Performance: Netti Nüganen, Pire Sova und Michaela Kisling
Sound: Michaela Kisling
Bühnenbild und Kostüme: Pire Sova
Text: Netti Nüganen
Licht: Klimentina Milenova
Haus-Kostüm: Zody Burke
Eis-Formen: Madlen Hirtentreu
Produktionsleitung: partner in crime und Kaie Küünal
Eine Produktion von Netti Nüganen in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien (AT) und Kanuti Gildi SAAL Tallinn (EE).
Unterstützt durch das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT), das Estnische Kulturkapital (EE) und das Valmiera Summer Theatre Festival (LV).
Dauer: 75 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
Empfohlen ab 16 Jahren.
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel und laute Musik.
Termine
So 26.7.2026, 22:30 | Ticket
Di 28.7.2026, 21:00 | Ticket
Ole Meland nennt seine Gruppenperformance JEG BRAKK eine „Initiierung“. Es ist die Suche nach der „Möglichkeit von etwas Anderem. Etwas Wildem. Etwas Ganzem.“ Zugleich verweist der norwegische Titel, der soviel wie „Ich bin kaputtgegangen“ bedeutet, auf ein Ende. Was immer hier zu Bruch gegangen ist – der Einschlag scheint noch nicht verwunden: Fünf Gestalten sind versprengt, verzerrt und stehen Kopf, wollen sich neu formieren. Meland, der neben seiner Arbeit als Choreograf auch seit 2006 in jeder Produktion der berühmten norwegischen Compagnie Carte Blanche getanzt hat, beweist in JEG BRAKK sowohl ein großes Talent für choreografische Komposition als auch einen Sinn für grotesken Humor. Und: Das international gefeierte elektronische Musikduo Smerz steuert einen fantastischen Soundtrack bei.
Idee, Konzept und Choreografie: Ole Meland
Performance: Charlott Utzig, Sebastian Biong, Aslak Nygård, Irene Theisen und Ole Meland
Musik: Smerz
Licht: Silje Grimstad
Sound: Gunnar Innvær
Koproduktion: BIT – Bergen Internasjonale Teater (NO), Dansens Hus Oslo (NO), RAS – Regional Arena for Samtidsdans (NO), Rosendal Teater (NO) und Carte Blanche (NO)
Unterstützt durch Kulturdirektoratet / Arts and Culture Norway (NO), Norsk Komponistforening (NO), Bergen Dansesenter (NO) und Bergen Kommune (NO).
Dauer: 65 Min
Preise: 14 / 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 11 / 17 / 23 Euro
Diese Performance enthält Theaternebel, laute Musik und stellenweise völlige Dunkelheit.
Termine
Mo 20.7.2026, 21:00 | Ticket
Mi 22.7.2026, 21:00 | Ticket
Wem verdankt Salzburg sein Streetdance-Festival Flavourama? Die Verantwortlichen sind Farah Deen und Olivia Mitterhuemer, zwei choreografierende Tänzerinnen, die auch ihre eigene Compagnie leiten: Potpourri Dance. Mit dieser reisen sie jetzt zum zweiten Mal bei ImPulsTanz an. 2022 zeigten sie im Festival 4 A.M. – A House Dance Piece, und jetzt kommt eine brandneue Kreation, wieder mit House Dance als Grundlage, aber diesmal unter der choreografischen Leitung von Mitterhuemer und vor allem u.a. mit den internationalen House-Dance-Größen Giulia Shegy Aiosa und Rachad Zangaba. Zu einem Musik-Mix von Manoo entstehen in dem coolen Quartett Brüche aus dem rhythmischen Bewegungsfluss, die bewirken, dass sich die Formationen der Tänzer:innen immer wieder neu zusammensetzen und der Tanz zirkulieren kann. Veränderung, Durchlässigkeit und Sensibilität prägen diesen Loop zwischen Präzision, Freiheit und Synchronität.
Künstlerische Leitung und Choreografie: Olivia Mitterhuemer
Performance und Co-Kreation: Giulia Aiosa, Farah Deen, Arūnas Mozūraitis und Rachad Zangaba
Recherche: Farah Deen, Darya Kostskina, Ines Reisner, Ramona Peter und Daniel Krümke
Musik-Mix: Manoo
Kostüm und Bühnenbild: Magdalena Neuburger und Olivia Mitterhuemer
Licht und Technik: Robert Schmidjell und Julian Besch
Produktion: Carolin Gstädtner
Eine Koproduktion von Potpourri Dance und dem Toihaus Theater Salzburg (AT).
Gefördert von der Stadt Salzburg (AT), dem Land Salzburg (AT), Bildrecht (AT) und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (AT).
Unterstützt von Salzburg Verkehr (AT)
Dauer: 40 Min
Preise: 30 Euro
Ermäßigt: 25 Euro
Empfohlen ab 14 Jahren
.
Diese Performance enthält Theaternebel und laute Musik.
Termine
Mi 22.7.2026, 22:30 | Ticket
Fr 24.7.2026, 19:00 | Ticket
Ort
Kasino am Schwarzenbergplatz
Schwarzenbergplatz 1
A-1010 Wien
„Bewegung neu denken, Bewegung wieder denken. Viel Bewegung, kein Rückzug mehr.
Weil neue Bewegungssprachen gefunden werden müssen. Und dazu müssen wir unsere Körper wieder verstehen, beanspruchen, um diese Körper zum Tanzen zu bringen. Oder war das immer schon die Aufgabe des ‚Zeitgenössischen Tanz‘?“ (Philipp Gehmacher) Ausgangsmaterial dieses neuen Solos ist ein Tanz, der immer weiter tanzt, kaum Pausen erlaubt, der Rhythmus und Schritte sucht. Nach vielen Jahren wendet sich der Wiener Choreograf und Tänzer Philipp Gehmacher wieder vermehrt der Lust am Tanzen zu. Dazwischen – eine Rede, fast ein Manifest: Wie über Tanz heute sprechen, wie über den Wahnsinn dieser Welt heute sprechen? Auf der Ebene -2 im mumok, in der Architektur des verlassenen Studios der georgischen Künstlerin Tolia Astakhishvili, begegnen wir einer virtuosen Sinnlichkeit, die – in Abwandlung des Titels einer früheren Arbeit Gehmachers im mumok, Die Dinge der Welt , bewegend und neu die Frage nach „den Körpern der Welt“ stellt. Herzergreifende Musik eingeschlossen. „For what has been and what wants to come”.
Choreografie, Performance und Text: Philipp Gehmacher
Musik: Perfume Genius
Die ursprüngliche Version von doors open close wurde im Oktober 2025 im Tanzquartier Wien (AT) gezeigt. Eine erweiterte Version war im Rahmen der SODA Research Sessions am HZT Berlin (DE) und des Symposiums „Rethinking Gesture“ im Zagreb Dance Centre (HR) zu sehen.
Dauer: 60 Min
Preise: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro
In englischer Sprache.
Termine
Fr 31.7.2026, 18:30 | Ticket
So 2.8.2026, 18:30 | Ticket
Ort
MuMoK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Im Jahr 1984 gegründet, hat sich das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival zum größten Festival für zeitgenössischen Tanz und Performance entwickelt. Alljährlich präsentiert es im Sommer ein einzigartig vielfältiges Programm mit Performances, Workshops, Research Projects und musikalischen Acts.
Ausgewählte Produktionen gehen am 6. Mai 2026 in den Vorverkauf, Tickets für alle weiteren Performances sind ab 9. Juni 2026 erhältlich.
Kontakt
ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival
Museumstraße 5/21
A-1070 Wien