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© Birgit Hupfeld
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Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler und Künstlerinnen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger und Bürgerinnen der Stadt ins Gespräch kommen.

Kontakt

Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Neue Mainzerstr. 15
D-60311 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 / 13 40 400
E-Mail: info@schauspielfrankfurt.de

Bewertungschronik

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Schauspiel

Das Deutschland­herz

von Bonn Park

Uraufführung: 2.10.2026

»Eine Gruppe junger Menschen, Freunde mutmaßlich, haben Tickets für den letzten Zug. Doch als der nicht zu kommen scheint, bemerken sie, dass hier an diesem Ort etwas nicht stimmt. Sie suchen den Ausgang, den Eingang, irgendeine Form von Fortschritt oder Veränderung, doch sie treten auf der Stelle. Sie wissen nicht mehr, ob sie eingesperrt sind oder frei.«

Autor und Regisseur Bonn Park, dessen erste Arbeit am Schauspiel Frankfurt, »They Them Okocha«, für den Mülheimer Dramatikpreis nominiert war, nimmt sich für sein neues Stück des Horror-Genres an. In seinem Grusel-Märchen »Das Deutschland« von 2020 hat er die Möglichkeiten des Schauerlichen auf der Bühne schon einmal untersucht. Wurde dort die bürgerliche Familie zur Assimilations-Hölle, ist das Setting seines neuen Stücks ein öffentlicher Ort: Ein trister Bahnhof oder eine verwaiste Innenstadt, in der sich ehemalige gesellschaftliche Gewissheiten in ein »hochkarätiges Koma der Hilflosigkeit« verwandelt haben.

»In den Herzen spukt es. Es stimmt etwas nicht mehr. Dass alles schlimm ist und nichts mehr wird, wie es war, dass nichts schlimmer ist als jetzt, außer die Zukunft, die Gewissheit, dass die Welt auf die eine oder andere Weise untergehen wird, aber auf jeden Fall untergeht (!), dass die apokalyptische Laune die normale Laune geworden ist, dass die Haut so dünn ist, dass sie durchsichtig geworden ist. Made in Germany ist die Ingenieurskunst der Panik, hochwertige Beklemmung, deutsche Wertarbeit ist Angst.«

Bonn Park schreibt seine Theatertexte, während er in den Proben im engen Austausch mit den Schauspieler:innen steht und gemeinsam mit ihnen recherchiert und entwickelt. Die neue Arbeit für das Schauspiel Frankfurt entsteht wieder mit dem kongenialen Team aus Komponist Ben Roessler und Bühnen- und Kostümbildnerin Sina Manthey.

Regie: Bonn Park
Bühne & Kostüme: Sina Manthey
Musik: Ben Roessler
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Valentin Wittig

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Schauspiel

Ich bin wie ihr, Ich liebe Äpfel

von Theresia Walser

Anlässlich der geplanten Verfilmung ihres Lebens treffen drei Diktatorengattinnen für eine Pressekonferenz aufeinander. Zwar sind die ehemaligen First Ladies längst nicht mehr im Amt, doch hängen sie allesamt noch den glanzvollen Tagen im Zentrum der Macht und Aufmerksamkeit nach. Die Männer von Frau Margot und Frau Imelda sind eines unfriedlichen Todes gestorben und der von Frau Leila steht aktuell wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem »grotesken holländischen Gericht«. Um die Sprach- bzw. Verständnisbarrieren zwischen den Herrscherinnen zu überwinden, bemüht sich der Übersetzer Gottfried zunehmend verzweifelt zwischen ihnen zu vermitteln und schürt dabei die politischen Verwerfungen immer weiter. Währenddessen befinden diese unisono, dass ihre Biografien viel zu überwältigend seien, um in einen banalen Film zu passen; allein die Oper könne das angemessene Medium sein…

Regisseurin Ella Haid-Schmallenberg bringt Theresia Walsers bitterböse Komödie über politische Selbstinszenierung, autoritäre Systeme und öffentliche Rollenbilder mit scharfsinnigem Humor und großer Spielfreude auf die Bühne.

Regie: Ella Haid-Schmallenberg
Bühne: Nora Schreiber
Kostüme: Mirjam Kiefer
Musik: Nicolas Haumann
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Licht: Valentin Wittig

Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

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© Jessica Schäfer
Schauspiel

Der Abend vor dem Danach

von Lisa Wentz

Eigentlich hätte Irene Besseres vor, als ihren Mann Luca zu einem intimen Abendessen bei dessen Chef Gabriel zu begleiten. Doch Gabriel ist reich, kultiviert und hat einen Job zu vergeben, der Luca schlagartig in eine neue Einkommensklasse katapultieren könnte. Außerdem wird Gabriels neue Freundin Alexandra dabei sein, auf die Irene neugierig ist. Sie kommt also mit – wer weiß, was der Abend bringen wird? Niemand. Aber irgendwann wird Irene klar: Sie wird an diesem Abend etwas erfahren, was sie nie wieder vergessen kann. Für Luca steht weit mehr auf dem Spiel als nur Geld. Und Alexandra?

Lisa Wentz zählt zu den führenden österreichischen Dramatiker:innen ihrer Generation. Ihre Stücke verbinden sprachliche Präzision mit psychologischer Tiefe; geschliffene Dialoge mit einer klaren politischen Haltung. Ihr Auftragswerk »Der Abend vor dem Danach« beginnt wie eine funkelnde Komödie, um dann schonungslos den Blick freizugeben auf die Gewalt, die unter den glänzenden Oberflächen lauert.

Regie: Susanne Frieling
Bühne, Musik, Sounddesign: Florian Schaumberger
Kostüme: Elisabeth Weiß
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Licht: David Schecker

Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Zirkus Kafka

von Roy Chen, übersetzt von Matthias Naumann

Am 3. Juni 1924 starb Franz Kafka. In seinem Testament wies er seinen engen Freund Max Brod an, alle seine Manuskripte zu verbrennen. »Ein Hungerkünstler«, eine kleine Sammlung von vier Erzählungen, war jedoch gerade noch vom Autor herausgegeben worden.
Für Kafka war dies sein letztes Buch. Doch Max Brod beschloss, weitere Schriften sowie Tagebücher und persönliche Briefe zu veröffentlichen, statt das Testament zu erfüllen – und verhalf Kafka posthum zu Weltruhm. Max verriet seinen Freund, blieb aber der Kunst treu. Hat er recht gehandelt?

In Roy Chens Stück für das Schauspiel Frankfurt fordern die Figuren aus Kafkas letztem Buch ihren Platz in der Geschichte ein. Sie sind vier Zirkusartisten, nicht besonders erfolgreich, aber unbestreitbar einzigartig. Sie spiegeln die Opfer wider, die die Kunst den Künstler:innen abverlangt: Muss ein Künstler immer hungrig sein? Wie ausgiebig muss das Monster namens Publikum gefüttert werden, bevor es zufrieden ist? Wo ist die Grenze zwischen Bühne und Privatleben? Kann man überhaupt Kunst machen, ohne das eigene Leben dafür zu opfern?

Der in Deutschland lebende Regisseur Dor Aloni und der in Israel bekannte Autor Roy Chen tauchen in dieser Zusammenarbeit in das Universum von Franz Kafka ein und finden Figuren, die in der Auseinandersetzung mit ihrer Kunst Fragen von Moral, Ruhm, Identität und Zugehörigkeit verhandeln.

Ermöglicht durch den Patronatsverein.

Regie: Dor Aloni
Bühne: Marlene Lockemann
Kostüme: Svenja Gassen
Musik: Thomas Moked Blum
Dramaturgie: Katja Herlemann
Licht: Frank Kraus

Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Paradies­vögel

von Martina Droste

Stell dir vor, dein Leben hat gerade erst so richtig angefangen und multiple Krisenlandschaften verstellen dir die Sicht auf die Zukunft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, um beim strammen Marsch nach vorn dabei zu sein. Wer darf mitmachen? Und wohin geht es überhaupt?
Sinnkrisen, Verlustängste, Depression, Todessehnsucht: Kein Paradies in Sicht.
Wie geht Trauern? Woher kommen Lebenswille, Wut, Kampfgeist?
Wie entstehen Zusammenhänge? Ein Ensemble im Jungen Schauspiel macht sich auf Umwege.

Konzept und Regie: Martina Droste
Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer
Musik: Max Mahlert
Chorische Einstudierung: Christina Lutz
Licht: Valentin Wittig

Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

von Heinrich Böll
Bühnenfassung von John von Düffel

Die 26-jährige Katharina Blum steht unter Verdacht, Mitwisserin einer umfangreichen Betrugsaffäre zu sein, nachdem sie eine Karnevalsparty mit einem gewissen – und ihr bis dato unbekannten – Ludwig Götten verließ. Nicht nur wird sie daraufhin stundenlang von der Polizei befragt, vor allem startet die ZEITUNG einen wahrhaftigen Shitstorm gegen die junge Hauswirtschafterin. Blum wird öffentlich als Mittäterin und »Flittchen« diffamiert, Aussagen von ihr nahestehenden Personen werden umformuliert und verfälscht wiedergegeben, die Boulevardredakteure lassen nicht mehr von ihr ab.
»Wie Gewalt entstehen kann und wohin sie führt« lautet der erweiterte Titel dieser 1974 erschienenen Erzählung des Schriftstellers Heinrich Böll. Denn durch die Kampagne gegen Katharina Blum wird diese wirklich zur Täterin und erschießt den dafür verantwortlichen Journalisten.

Heinrich Böll gibt in einer vorangestellten Notiz an: »Sollten sich (...) Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich« und beschrieb die Erzählung später als Pamphlet, das auf die konfliktverstärkende Rolle des Boulevardjournalismus in der öffentlichen Beachtung der Roten Armee Fraktion Bezug nehme. Er selbst hatte sich zuvor als Opfer einer solchen Medienkampagne gesehen und stellt an Katharina Blums Fall das Vorgehen der Presse beispielhaft zur Schau. Die Regisseurin Sapir Heller inszeniert diese Erzählung als temporeiche Verfolgungsjagd, die auf die Nähe des inzwischen allgegenwärtigen Sensationsjournalismus zum heutigen Populismus verweist.

Regie: Sapir Heller
Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck
Musik: Gustavo Strauß
Video: Lion Bischof
Dramaturgie: Lena Wontorra
Licht: Ellen Jaeger
Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck
Musik: Gustavo Strauß
Video: Lion Bischof
Dramaturgie: Lena Wontorra

Dauer: 1 Stunde 35 Minuten ohne Pause

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Schauspiel

Das Bildnis des Dorian Gray

nach Oscar Wilde
mit einem Kommentar von Marcus Peter Tesch

Der junge Dorian Gray steht dem Künstler Basil Modell, der ihn auf Leinwand verewigt. Als Dorian in den Bann des zynischen Dandys Lord Henry gerät, beginnt er ein ausschweifendes Leben des kompromisslosen Hedonismus. Immer weiter steigert sich das toxische Verhältnis zwischen Lord Henry, Basil und Dorian. Doch die Ausschweifungen bleiben nicht konsequenzlos und es zeigen sich Spuren des Verfalls – aber nur auf dem Bildnis. Es degeneriert, abgeschirmt und versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit, zur grotesken Fratze, während Dorians Äußeres ewig jung, makellos und schön bleibt.

Der Klassiker von Oscar Wilde über die (Un-)vergänglichkeit von Schönheit und verstecktes Begehren wird ergänzt und fortgeschrieben mit Texten des Dramatikers Marcus Peter Tesch, der in seinem Schreiben der Geschichte von Körpern und Körperbildern nachfühlt und diese in die Gegenwart holt. Regisseur Ran Chai Bar-zvi wurde zuletzt mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet und zum Festival »Radikal jung« eingeladen. Seine bildstarken Inszenierungen begegnen auch existenziellen Stoffen mit einer großen Leichtigkeit, ohne deren ernsten Kern zu verharmlosen. Mit »Das Bildnis des Dorian Gray« feiert Ran Chai Bar-zvi sein Debüt am Schauspiel Frankfurt.

Regie und Bühne: Ran Chai Bar-zvi
Kostüme: Belle Santos
Musik: Evelyn Saylor
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Licht: Frank Kraus

Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

NSU 2.0

Stückentwicklung und Regie: Nuran David Calis
Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt

Keine Fiktion, sondern Realität: Am 02. August 2018 erhält die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız eine Morddrohung. Mit der Unterschrift »NSU 2.0« beziehen sich die Verfasser:innen auf die Gruppe »Nationalsozialistischer Untergrund«, deren Terror zwischen 2000 und 2007 mindestens zehn Menschen zum Opfer gefallen waren. Die Suche nach der Herkunft des Schreibens führt zu einem Computer im Frankfurter Polizeirevier 1 und zu einer Chatgruppe unter Polizeibeamt:innen, in der Hakenkreuze und Judenwitze ausgetauscht werden. Je länger ermittelt wird, desto klarer tritt zutage: Die Behörde, die Bürger:innen wie Başay-Yıldız vor Terror und Extremismus beschützen soll, hat ein massives Problem mit Rechtsextremen in den eigenen Reihen. Wie weit reichen rechtsextreme Netzwerke in unserer Stadt? Und was bedeutet das für Politik, Bürger:innen und Betroffene?

Regie: Nuran David Calis
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Anna Sünkel
Video und Recherche: Karnik Gregorian
Komposition und musikalische Einrichtung: Vivan Bhatti
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt

Die Produktion wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Dauer: ca. 1 Stunde 35 Minuten, keine Pause

Inhaltswarnung
Die Produktion enthält Aussagen, die diskriminierend, rassistisch und sexistisch sind sowie zur Gewalt aufrufen. Zuschauer:innen könnten dies beunruhigend finden.

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1 Schauspiel

Heute leider Konzert!

mit Liedern und Texten von Georg Kreisler

Aufgewachsen als jüdisches Kind im Wien der 1920er Jahre, flieht Georg Kreisler mit seiner Familie 1938 in die USA und muss dort »Jude üben statt Klavier«. Nach einem Durchbruch als Musiker, Entertainer und Komponist in New York kehrt er in seine Heimatstadt zurück, die noch immer von antisemitischen Furchen durchsetzt ist. Also stellt sich Kreisler dieser neuen Wirklichkeit - mit bitterbösem Humor singt er Lieder und schreibt gesellschaftskritische Texte, in denen er alle, aber auch wirklich alle Akteure der Gesellschaft aufs Korn nimmt.

Martha Kottwitz stellt mit erzählerischen, poetischen und dramatischen Versatzstücken aus Kreislers Texten und Liedern einen vielseitigen musikalischen Abend zusammen, der weit mehr bietet als eine Nacherzählung seines bewegten Lebens. Mit geschärftem Witz lässt er uns nachdenken über die Welt, in der wir leben. Ein schonungs-, aber nicht hoffnungsloser Blick in den Abgrund.

Regie: Martha Kottwitz
Bühne und Video: Marco Pinheiro
Kostüme: Mirjam Kiefer
Musikalische Einrichtung: Christina Lutz
Dramaturgie: Jana Fritzsche
Licht: Jan Walther

Dauer: 1 Stunde 40 Minuten ohne Pause

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Schauspiel

Die Affäre auf der Straße nach Monaco

L’affare di via Monaco

Eine skurrile Truppe von Theatermacher:innen begibt sich auch auf eine Spurensuche, um der Frage nach der Geschichte und den Geschichten Frankfurts auf den weit verzweigten Haupt- und Nebenstraßen, Handelswegen, Alleen und Gassen der Stadt nachzugehen. Doch der Versuch, die Heterogenität des Urbanen in ein greifbares Narrativ zu fassen, führt die Gruppe prompt in eine existenzielle Sackgasse. Die Probleme beginnen bereits beim Fundament: Um welche Straße geht es überhaupt, wo befindet sie sich und wohin führt sie? Die Krise spitzt sich zu, als klar wird, dass die Schauspieler:innen streiken, da es an Text fehlt, und die Gruppe beschließt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Doch woher den Text nehmen, wenn nicht stehlen? Kann man Straßentheater eigentlich auch im Theater machen? Ist es möglich, eine Boulevardkomödie auf dem Boulevard zu spielen? Und warum geht es in den meisten Boulevardkomödien gar nicht um einen Boulevard?

Wie blickt man auf ein Gebilde, das sich jeder eindeutigen Definition entzieht? In ihrem neuen Stück »Die Affäre auf der Straße nach Monaco / L’affare di via Monaco« wählen Nele Stuhler und Jan Koslowski eine Form, die dem Wesen der Stadt selbst entspricht: die Collage. Nach dem Abschluss ihrer Frankfurter-Essens-Trilogie (»Der alte Schinken«, »1994. Futuro Al Dente« und »Der kleine Snack«) nimmt uns das Text- und Regie-Duo mit auf eine Reise durch Zeit und Raum auf und über die kritische Infrastruktur, die alles verbindet und zusammenhält – die Straße.

Regie: Jan Koslowski, Nele Stuhler
Bühnenbild: Chasper Bertschinger
Kostüme: Svenja Gassen
Musikalische Einrichtung, Komposition: Xzavier Stone
Dramaturgie: Lukas Schmelmer
Licht: Ellen Jaeger
Übersetzer und Sprachcoach: Fabio Mazzocchi

Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

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Lesung

Peter Schröder liest: Der Mantel

Akaki Akakjewitsch, ein kleiner Beamter in Petersburg, lebt ein einsames Leben. Es ist kalt, sein alter Mantel ist durchgewetzt, der eigensinnige Schneider besteht auf einem neuen. Nach zahlreichen Entbehrungen ist der Mantel dann da. Es ist beinahe wie ein neues Leben. Doch auf dem Rückweg nach Hause wird das gute Stück geraubt. Wird Akaki Gerechtigkeit erfahren? Und wer jagt am Ende hier wen: die Diebe den Beamten – oder der Beamte die Diebe? Mit den Mitteln der Groteske, der Ironie, aber auch des Realismus zeichnet Gogol das Bild des »armen Beamten« im zaristischen Russland – komisch, traurig und unheimlich zugleich.
Peter Schröder liest aus Nikolai Gogols phantastischem Meisterwerk.

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© Birgit Hupfeld
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Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele

Das traditionsreiche Schauspiel Frankfurt ist das größte Sprechtheater in der Rhein-Main Region und als überregional profilierte Bühne auch deutschlandweit viel beachtet. Neben den Produktionen schafft das Schauspiel Frankfurt in der BOX und im Chagallsaal mit der Reihe der X-Räume Orte für Begegnungen, Diskussionen und Werkschauen, bei denen sich Künstler und Künstlerinnen präsentieren, Zuschauer nachfragen und Bürger und Bürgerinnen der Stadt ins Gespräch kommen.

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Aufführungen / Orchester Oper Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Frankfurt Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
Aufführungen / Theater Kammerspiele Frankfurt Frankfurt am Main, Neue Mainzerstr. 15
Aufführungen / Tanz Iconic Classical Ballet 15.11.2026 bis 14.1.2027
Aufführungen / Musiktheater Kammeroper Frankfurt Frankfurt am Main, Sternstr. 31
Aufführungen / Show OnTour Musicals
Dinner- & Konzertshow
verschiedene Orte
Aufführungen / Theater Internationales Theater Frankfurt Frankfurt am Main, Hanauer Landstr. 5-7
Aufführungen / Kulturveranstaltung Bockenheimer Depot Frankfurt Frankfurt am Main, Bockenheimer Depot
Aufführungen / Theater Stadttheater Aschaffenburg Aschaffenburg, Schlossgasse 8
Aufführungen / Aufführung Festhalle
Di 22.9.2026, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Kulturhaus Frankfurt
Die Katakombe
Frankfurt, Pfingstweidstrasse 2
Aufführungen / Tanz TANZPLAN interart projekte Hofheim am Taunus, Kelkheimer Straße 11
Aufführungen / Theater Varieté-Theater PEGASUS Bensheim, Platanenallee 5
Aufführungen / Theater Theater Alte Brücke Frankfurt, Kleine Brückenstraße 5
Aufführungen / Theater Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt, Basaltstraße 23
Aufführungen / Theater Volkstheater Hessen e.V. Frankfurt am Main, Pfingstweidstr. 2

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